Schicht im Schacht: „Vom Ende eines Zeitalters“

Sehr beeindruckender aber auch langer Film über das Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet, beispielhaft an der Bergarbeiter-Siedlung Bottrop-Ebel und der Zeche Prosper-Haniel dokumentiert. Ein Filmteam begleitete die Entwicklung über Jahrzehnte seit 1970 bis zum Schicht im Schacht 2018.

Mit diesem „Ausrauben“ der Zeche, wie die Bergleute zynisch den Rückbau der Abbau- und Förder-anlagen in den Stollen nannten beginnt der Film, in den ersten Minuten sieht man nur den Fahrstuhl in eine nicht enden wollende Tiefe hinabfahren.

Auch wenn es am Ende mit den Problemen des Stadtteils Ebel im Hier und Jetzt recht langatmig wird ein wirklich empfehlenswertes und sehenswertes Stück Geschichte des Ruhrgebiets. Eine bildgewaltige Chronik des Niedergangs der Zechenkultur, die man sich nicht entgehen lassen sollte, als Fan des Kumpel- und Malocher-Clubs FC Schalke 04 erst recht nicht.

Vor 40 Jahren: der Stern von Olaf Thon geht auf

So ziemlich jeder Schalker, der diesen Tag miterlebt hat, kann sich heute noch nahezu minutiös daran erinnern, wo er an diesem Abend damals gewesen ist und was er getan hat.

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Olaf Thon am Tag der Legenden 2014

Ich war vor 40 Jahren bei diesem legendären Pokalspiel gegen Bayern München in Block 5 der Nordkurve des Parkstadions, am Anfang noch ziemlich weit oben, gegen Ende der Begegnung trotz Wellenbrecher fast ganz unten am Zaun. Und bis heute habe ich keinerlei Erinnerung daran, wie ich dorthin gekommen war.

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Zum 80sten: In Memoriam Rudi Assauer… († 06.02.2019)

„Wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Kacke liegt.“ – Reaktion auf den Wettskandal in der Bundesliga, Fernsehinterview am 27. Januar 2005

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Nahm bekanntermaßen nie ein Blatt vor dem Mund: Ex-S04-Manager Rudi Assauer

Nie hatte er mehr recht als heute, wenn sein geliebter Verein in die 3. Liga abzusteigen droht und es dann auch um die Existenz gehen würde. Hoffen wir, dass nach seinem 80. Geburtstag heute die finale Schneeschmelze auf Schalke doch noch ausbleibt…

Wie sagt der Volksmund im Ruhrpott so schaurig-schön: der Rudi wird jetzt mächtig in seinem Grab rotieren, wenn er die „Arbeit“ seiner Nachfolger sieht…

FC Schalke 04: Dilettantismus auf vielen Ebenen?

Der bekannte Fußballverein aus Gelsenkirchen kommt einfach nicht zur Ruhe: nach einer erneuten Schlappe bei Hertha BSC Berlin sind die positiven Vibes des St. Pauli-Erfolgs schon wieder weitest-gehend verschwunden.

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Fans des FC Schalke 04 in der Veltins-Arena

Mit nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz droht nun wieder der Abstieg in die Niederungen der 3. Liga und auch eine mögliche Insolvenz.

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Der (unaufhaltsame?) Niedergang des FC Schalke 04

Sonntag Nachmittag, kurz nach 15 Uhr: die Niederlage der Knappen in Kiel ist besiegelt, nach einer bedenklich schlechten Leistung verliert der S04 mit 0:1, immerhin schon die 12. Schlappe in dieser Saison.

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Das Parkstadion, schon in den 1980ern Zeuge manch trostloser Zweitliga-Begegnungen

Und dann sitze ich da vor meinem Laptop und überlege, was ich zu dieser erneuten fußballerischen Offenbarung noch schreiben sollen. Seit Wochen geht das nun so, ich fange an zu überlegen, verwerfe Gedanken und es gruselt mich davor, mich überhaupt ernsthaft mit den „Darbietungen“ auf dem Rasen zu beschäftigen.

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S04: Der Belgier Karel Geraerts wird neuer Schalke-Trainer

Der FC Schalke 04 hat endlich einen neuen Übungsleiter: Karel Geraerts ist eine interessante Personalie, wurde er doch mit Union Saint Gilloise in der letzten Saison fast belgischer Meister und konnte im Europapokal die „Eisernen“ von Union Berlin ausschalten, zu diesem Zeitpunkt immerhin eine der besten Mannschaften der Bundesliga.

Ich bin daher vorsichtig optimistisch und sehr gespannt, aber auch ein wenig skeptisch, ob ein solch junger und unerfahrener Coach diesen nicht gerade einfachen Kader in den Griff bekommen kann.

Leider verheißt die Fluktuation auf Schalke in Sachen Trainerwechsel nichts wirklich Gutes für den Belgier, der sich bei seiner Vorstellung immerhin in den Fußstapfen eines Marc Wilmots wähnte. Aber die Zeiten erfolgreicher Landsleute im Schalker Trikot sind schon länger vorbei und das Leben in der Vergangenheit allein wird den S04 nicht vor dem Fall in die Dritte Liga bewahren.

Doch trotz aller Widrigkeiten wünsche ich Karel Geraerts viel Erfolg und eine möglichst lange Zeit in Gelsen-kirchen. Es bleibt also spannend…

Schalke 04: Wieder einmal Krise in Gelsenkirchen…

Vier Spieltage ist sie erst alt, die Zweitliga-Saison 2023/24. Und doch brennt beim FC Schalke 04 der Baum schon fast wieder lichterloh.

Schalke 04 Fans 677
Hatten gegen Holstein Kiel nicht viel zu feiern: Schalke-Fans in der Veltins-Arena

Am Ende eines ernüchternden Abends jubelten nur die mitgereisten Gäste-Fans aus dem hohen Norden. Ohne besonders zu überzeugen hatte ihre Mannschaft mit einfachem geradlinigen Konter-Fußball den Bundesliga-Absteiger und Favoriten aus Gelsenkirchen in seine Einzelteile zerlegt.

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S04: Der Boxer hat den Ring verlassen…

Jetzt ist es schon fast eine Woche her, dass der „Boxer“ Klaus Täuber mit 65 Jahren die Schalker Familie für immer verlassen hat.

Klaus Täuber 1985
Klaus Täuber als Spieler des FC Schalke 04, 1985

Und doch ist da immer noch diese kleine hässliche Wunde, die sein Verlust bei mir erzeugt hat. Täuber war einer der Helden meiner Jugend, er ging mit Schalke in den 1980er Jahren in die Untiefen der Zweiten Liga und kämpfte sich mit dem Club wortwörtlich wieder hoch.

Ein Typ, für den es ein Aufgeben nicht gab, der immer auflaufen wollte, egal wo er gerade mal wieder verletzt war oder wie eng der Verband saß. Der Boxer halt, kompromisslos gegen sich selbst und alle andern. Einer, wie es ihn heutzutage wohl nicht mehr gibt im bezahlten Fußball mit seinem Geldzählen und für jede Berührung minutenlang auf dem Rasen herumwälzen.

Es gehört nicht viel dazu anzunehmen, dass so einer wie Klaus Täuber diesen Sport von heute nicht mehr lieben wollte oder auch nur könnte. Dazu war er zu sehr ein Kind der Achtziger. Aber dafür wurde er auch geliebt und verehrt. Gerade von den Schalker Fans, von wem auch sonst.

Ruhe in Frieden Boxer, deine Zeit kommt leider nicht mehr wieder.

Der S04 taumelt dem erneuten Abstieg entgegen: Es braucht ein Wunder…

Es ist allerdings so, dass Leipzigs Kader auch mit angezogener Handbremse dem unsrigen noch dramatisch überlegen ist. Ein ungleiches Duell. Es braucht ein Wunder.

Was soll ich hier noch schreiben, wenn mir die Worte ausgehen und andere dagegen schon alles gesagt haben. Torsten Wieland hat das in seiner unnachahmlichen Art bereits getan. Für jeden Schalker eine absolute Leseempfehlung. Auch wenn es vielleicht nichts mehr nutzt. Aber auf ein Wunder hoffen kostet ja nix…