Die französischen Proteste spiegeln die dysfunktionale Architektur der gemeinsamen Währung wider

Die soziale Instabilität in Frankreich breitet sich nun in ganz Europa aus. Es folgten bereits Massen-proteste in Spanien und Portugal, Belgien, Italien und Albanien.

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Schüler- und Studentenproteste in Perpignan, Frankreich

In Frankreich begannen die Schüler zunächst mit Protesten gegen die Bedingungen im Schulsystem, doch die Beschwerden und beteiligten Parteien haben sich ausgeweitet und die zunehmend chao-tischen Szenen in Paris haben sich auf die wichtigsten Städte Frankreichs ausgebreitet.

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Nach einer Studie ist Griechenland zu einer „Kaffeehaus-Ökonomie“ geworden

Eine aktuelle Studie mit dem Titel „The Café Economy“ des Hellenic Observatory der London School of Economics (LSE) offenbart eine unangenehme Wahrheit über die Transformation der griechischen Wirtschaft nach der Rettungsphase.

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Ein typisches Café in Sagiada, Griechenland

Die Studie, mitverfasst von Michalis Nikiforos, Vlassis Missos, Christos Perros und Nikolaos Rodou-sakis, analysiert, wie Griechenland sich in eine „Kaffeehaus(oder Café)-Ökonomie“ verwandelt hat. Dies beschreibt die massive Ausweitung des Sektors Unterkunft und Gastronomiebetrieb (AFSA), der alle tourismusbezogenen Aktivitäten umfasst: Restaurants, Bars, Hotels, Unterhaltung, Kurzzeitvermie-tungen und mehr.

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Aufschwung in Griechenland – für wen?

Wenn es um Griechenland geht, wird auch in der deutschen Presse viel vom erstaunlichen Aufschwung der Wirtschaft und der Erholung der Staatsfinanzen gesprochen. Das Eingreifen der Troika von EU-Kommission, EZB und IWF – Schäuble und Merkel waren die Antreiber – Anfang der 2010er Jahre wird als Erfolgsmodell verkauft.

Restaurantzeile am Hafen, Chania, Kreta, Griechenland (2023)
Restaurantzeile am Hafen von Chania auf Kreta, Griechenland (2023)

Fakt ist, dass die Staatsverschuldung seit dem Beginn der von der Troika oktroyierten Austeritäts-maßnahmen 2010 praktisch gleich geblieben ist (2010 ca. 330 Mrd. € ≙ 146 % des BIP, 2025 ca. 360 Mrd. Euro ≙ 150 % des BIP), der Sozialstaat aber praktisch abgeschafft wurde.

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Der IWF rät Europa zum ökonomischen Selbstmord

Der neoliberale Irrsinn hört einfach nicht auf: „IWF warnt vor Schuldenexplosion – und fordert Sparkurs
Der Währungsfonds hält eine radikale Reform des europäischen Sozialstaats für nötig. Die steigenden Schulden zu ignorieren, verschlimmere das Problem“ so das Handelsblatt.

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Sitz des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, D.C., USA

Und am Ende wird es völlig verrückt: „Der Spardruck sei so groß, dass ein Viertel der europäischen Staaten über die traditionellen Strategien hinausgehen müsse, heißt es in dem Bericht. Manche große Länder müssten ihr Sozialstaatsmodell grundsätzlich überdenken. Der Wohlfahrtsstaat stehe vor einem „Problem der Bezahlbarkeit“.

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Argentinien gerät in die übliche Untergangsschleife, die die Austerität unweigerlich mit sich bringt

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ ist ein altes Sprichwort, das bedeutet, dass ein Bild eine sehr komplexe Botschaft schneller ausdrücken kann als ein geschriebenes Traktat – wie es in diesem Blogbeitrag folgen wird.


Die bulgarische IWF-Chefin Kristalina Georgiewa mit der Kettensäge am Revers

Bei der Frühjahrstagung 2025 des IWF in Washington schwärmte IWF-Chefin Kristalina Georgieva davon, wie gut es Argentinien aufgrund der harten Sparpolitik („Schocktherapie“) gehe, die der der-zeitige Präsident Javier Milei auf sein Land losgelassen habe.

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Economic History: Sparmaßnahmen in Griechenland

Als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise, die 2009 begann, führte Griechenland ab 2010 eine Reihe von Sparmaßnahmen durch.

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Blick über die griechische Hauptstadt Athen

Diese Maßnahmen waren Teil der Bedingungen, die die Europäische Union (EU), die Europäische Zen-tralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) für den Erhalt von Rettungspaketen für Griechenland festgelegt hatten.

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Die langfristigen Schäden der Austerität in Südeuropa

Hat die Sparpolitik nach der Großen Finanzkrise zu dauerhaften Schäden geführt? Ja, das hat sie, vor allem in Südeuropa. Die Arbeitsmarktreihen für Spanien, Italien und Griechenland zeigen große negative Diskontinuitäten, die bis heute andauern.


Langzeitarbeitslosigkeit in % der gesamten Erwerbslosigkeit in einzelnen EU-Staaten

Griechenland: Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist im historischen Vergleich derzeit relativ niedrig. Sie ist auch im Vergleich zu den skandinavischen Ländern und Spanien niedrig.

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Das Versagen der EU: Sparpolitik begünstigte Waldbrände in Spanien

„…Doch beide Seiten haben zu der gegenwärtigen Lage beigetragen: Die bis 2018 von der PP geführte Zentralregierung in Madrid wie die Regionalregierungen, die für den Katastrophenschutz zuständig sind, haben seit vielen Jahren die Mittel für die Brandprävention drastisch reduziert.

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Thermische Satellitenaufnahme der südeuropäischen Hitzewelle im Sommer 2025

Das zeigen Zahlen der zuständigen Ministerien und der Nationalen Forstkommission ASEMFO. Von 2009 bis 2022 (dem letzten Jahr, für das ASEMFO Angaben machte) gingen die entsprechenden staatlichen Ausgaben in Andalusien um 67 Prozent und in Kastilien-León um 86 Prozent zurück – in ganz Spanien um mehr als 50 Prozent, auch wenn Regierungsvertreter in Madrid jetzt darauf hinwei-sen, dass das entsprechende Budget in den vergangenen drei Jahren wieder gewachsen sei.

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Economic History: Das Chaos im Herzen der Europäischen Union

Immer noch muss das EU-Establishment zur Rechenschaft gezogen werden, um sich für die Euro-Krise und die Austeritätspolitik, die die Rezession in eine Depression verwandelt hatte, die galoppierende Un-gleichheit und die Millionen von Arbeitslosen zu verantworten.

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Mitgliedsstaaten der EU 2017
(orange: ausgetretene Staaten, hellblau: Beitrittskandidaten)

Und daran hat sich auch durch die Corona-Pandemie, die Inflation und den Ukraine-Konflikt nichts geändert. Ganz im Gegenteil erscheint jede Krise geeignet, um von den weiter andauernden internen Problemen abzulenken.

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