Der (unaufhaltsame?) Niedergang des FC Schalke 04

Sonntag Nachmittag, kurz nach 15 Uhr: die Niederlage der Knappen in Kiel ist besiegelt, nach einer bedenklich schlechten Leistung verliert der S04 mit 0:1, immerhin schon die 12. Schlappe in dieser Saison.

Parkstadion 1998-09-12
Das Parkstadion, schon in den 1980ern Zeuge manch trostloser Zweitliga-Begegnungen

Und dann sitze ich da vor meinem Laptop und überlege, was ich zu dieser erneuten fußballerischen Offenbarung noch schreiben sollen. Seit Wochen geht das nun so, ich fange an zu überlegen, verwerfe Gedanken und es gruselt mich davor, mich überhaupt ernsthaft mit den „Darbietungen“ auf dem Rasen zu beschäftigen.

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S04: Der Belgier Karel Geraerts wird neuer Schalke-Trainer

Der FC Schalke 04 hat endlich einen neuen Übungsleiter: Karel Geraerts ist eine interessante Personalie, wurde er doch mit Union Saint Gilloise in der letzten Saison fast belgischer Meister und konnte im Europapokal die „Eisernen“ von Union Berlin ausschalten, zu diesem Zeitpunkt immerhin eine der besten Mannschaften der Bundesliga.

Ich bin daher vorsichtig optimistisch und sehr gespannt, aber auch ein wenig skeptisch, ob ein solch junger und unerfahrener Coach diesen nicht gerade einfachen Kader in den Griff bekommen kann.

Leider verheißt die Fluktuation auf Schalke in Sachen Trainerwechsel nichts wirklich Gutes für den Belgier, der sich bei seiner Vorstellung immerhin in den Fußstapfen eines Marc Wilmots wähnte. Aber die Zeiten erfolgreicher Landsleute im Schalker Trikot sind schon länger vorbei und das Leben in der Vergangenheit allein wird den S04 nicht vor dem Fall in die Dritte Liga bewahren.

Doch trotz aller Widrigkeiten wünsche ich Karel Geraerts viel Erfolg und eine möglichst lange Zeit in Gelsen-kirchen. Es bleibt also spannend…

Schalke 04: Wieder einmal Krise in Gelsenkirchen…

Vier Spieltage ist sie erst alt, die Zweitliga-Saison 2023/24. Und doch brennt beim FC Schalke 04 der Baum schon fast wieder lichterloh.

Schalke 04 Fans 677
Hatten gegen Holstein Kiel nicht viel zu feiern: Schalke-Fans in der Veltins-Arena

Am Ende eines ernüchternden Abends jubelten nur die mitgereisten Gäste-Fans aus dem hohen Norden. Ohne besonders zu überzeugen hatte ihre Mannschaft mit einfachem geradlinigen Konter-Fußball den Bundesliga-Absteiger und Favoriten aus Gelsenkirchen in seine Einzelteile zerlegt.

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S04: Der Boxer hat den Ring verlassen…

Jetzt ist es schon fast eine Woche her, dass der „Boxer“ Klaus Täuber mit 65 Jahren die Schalker Familie für immer verlassen hat.

Klaus Täuber 1985
Klaus Täuber als Spieler des FC Schalke 04, 1985

Und doch ist da immer noch diese kleine hässliche Wunde, die sein Verlust bei mir erzeugt hat. Täuber war einer der Helden meiner Jugend, er ging mit Schalke in den 1980er Jahren in die Untiefen der Zweiten Liga und kämpfte sich mit dem Club wortwörtlich wieder hoch.

Ein Typ, für den es ein Aufgeben nicht gab, der immer auflaufen wollte, egal wo er gerade mal wieder verletzt war oder wie eng der Verband saß. Der Boxer halt, kompromisslos gegen sich selbst und alle andern. Einer, wie es ihn heutzutage wohl nicht mehr gibt im bezahlten Fußball mit seinem Geldzählen und für jede Berührung minutenlang auf dem Rasen herumwälzen.

Es gehört nicht viel dazu anzunehmen, dass so einer wie Klaus Täuber diesen Sport von heute nicht mehr lieben wollte oder auch nur könnte. Dazu war er zu sehr ein Kind der Achtziger. Aber dafür wurde er auch geliebt und verehrt. Gerade von den Schalker Fans, von wem auch sonst.

Ruhe in Frieden Boxer, deine Zeit kommt leider nicht mehr wieder.

Der S04 taumelt dem erneuten Abstieg entgegen: Es braucht ein Wunder…

Es ist allerdings so, dass Leipzigs Kader auch mit angezogener Handbremse dem unsrigen noch dramatisch überlegen ist. Ein ungleiches Duell. Es braucht ein Wunder.

Was soll ich hier noch schreiben, wenn mir die Worte ausgehen und andere dagegen schon alles gesagt haben. Torsten Wieland hat das in seiner unnachahmlichen Art bereits getan. Für jeden Schalker eine absolute Leseempfehlung. Auch wenn es vielleicht nichts mehr nutzt. Aber auf ein Wunder hoffen kostet ja nix…

Der FC Schalke 04 nach der Winterpause: Hoffen und Bangen

Nach der durch die WM in Katar bedingten längsten Winterpause der Fußball-Geschichte rollt nun auch für den S04 wieder der Ball in der Bundesliga.

Commerzbank-Arena (2)
Innenraum-Panorama des Deutsche Bank Parks in Frankfurt,
das ehemalige Waldstadion

Mit dem Tabellenvierten Eintracht Frankfurt wartet zum Auftakt eine sehr hohe Hürde auf die Knappen, zumal sich neben zahlreichen Verletzten kurzfristig auch noch Dominick Drexler (Corona) und Marcin Kaminski wegen Krankheit abgemeldet haben.

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„Schalke 04 – Zurück zum Wir“

In rund einem Monat wird die sechsteilige Langzeitdokumentation „Schalke 04 – Zurück zum Wir“ auf RTL+ verfügbar sein. In der Woche zuvor haben alle Fans die Gelegenheit, die ersten beiden Folgen bereits vorab zu schauen – und das in ganz besonderer Atmosphäre. „Kinosaal“ am Freitag, 9. September, ist die VELTINS-Arena. -> S04-Homepage

Gespannte Erwartungshaltung ist mächtig untertrieben, jetzt schon Gänsehaut pur. Und die Palsson-Rede dürfte bereits heute legendär sein und wohl Einzug halten in die vielen Geschichten rund um den FC Schalke 04 – meinen Verein!

Ein neues Stück blau-weißer Historie, vom schmachvollen Abstieg einer überschätzen und überbezahlten Operettentruppe aus der 1. Bundesliga bis zur triumphalen Rückkehr in die Eliteklasse des Deutschen Fußballs, einschließlich der Rettung des Vereins durch ein neues Management. Ich bin gespannt!

Die Einschränkungen des neoklassischen Grenzproduktes am Beispiel des Abstiegs des FC Schalke 04

Der vierte Abstieg meines Lieblingsklubs Schalke 04 in die 2. Bundesliga war im Sommer 2021 nicht nur ein sportliches und finanzielles Desaster, sondern auch ein Lehrstück über die (Nicht-)Funktionsweise der Mainstream-Ökonomie.

Schalke 04 Fans 677
Knappen-Fans in der Veltins-Arena

So beispielsweise bezogen auf die Idee, dass die Löhne und Gehälter immer dem Grenz-produkt der Arbeit entsprechen würden.

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S04 kann Ko Itakura nicht weiter verpflichten

Eine sportlich wie finanziell offenbar sehr schwierige und quälende Entscheidung der Schalker Verantwortlichen, die aber letztlich nur zeigt, wie angeschlagen der Verein nach den desaströsen Jahren vor und während des Bundesliga-Abstiegs immer noch ist.

Auf der einen Seite ist es zwar sehr schmerzlich, wenn man einen der wichtigsten Spieler der AufsteiGEr-Mannschaft nicht vertraglich an sich binden kann, gleichzeitig aber steht ein solches Handeln auch für den gewaltigen Paradigmen-Wandel, den der Klub durchgemacht hat.

Die Generation Tönnies/Heldt/Heidel hätte einen solchen 6-Millionen-Deal mit Manchester City ohne Bauchschmerzen als eine weitere (wirtschaftlich nicht haltbare) Wette auf die Zukunft locker durchgewunken, heute müssen Rouven Schröder und Co. richtigerweise erst einmal rechnen und den recht klammen Gesamtetat im Auge behalten.

Eine neue Zeit auch für die Schalker Fans, die aus der Vergangenheit ein ganz anderes Gehabe gewöhnt waren. Bitter, aber wohl unvermeidlich wenn man nicht wieder in alte unseriöse Verhaltensweisen zurückfallen will.

S04 unglaublich: der direkte Wiederaufstieg!!

Zum 9. Geburtstag dieses Blogs nur ein kurzer aber ganz besonderer Beitrag, denn schöner kann man so ein Jubiläum ja gar nicht feiern: