S04: Choupo, komm bald wieder!

Eine gelungene Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde sieht irgendwie anders aus: 0:2 gegen Ajax Amsterdam, 2:2 gegen den sudanesischen Meister Al Merrikh, nun eine 1:2-Niederlage in Österreich bei Rapid Wien.

Doch wie sagte ein Schalke-Fan am Wochenende zu mir: „Wir waren noch nie Testspielweltmeister. Entscheidend ist nächsten Samstag auf dem Platz gegen Hannover.“ Wohl wahr, doch ein kleiner Rückblick auf die Winterpause sei mir hier trotzdem gestattet.

Zuerst, da wohl das drängendste Problem, ein Satz zur Verletzungssituation. Entgegen den Ankündigungen, dass sich hier zur Rückrunde etwas Entspannung einstellen würde, hält sich die Zahl der Rückkehrer in Grenzen. Kevin-Prince Boateng ist anscheinend wieder fit und hat gegen Rapid Wien immerhin schon gut 60 Minuten gespielt.

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Zerrinnen Schalkes Hoffnungen im Wüstensand?

0:2 im ersten Testspiel des Jahres gegen Ajax Amsterdam, Maurice Multhaup schon wieder zuhause, Christian Fuchs erlitt eine Augenverletzung, Keeper Ralf Fährmann verletzte sich schon vorher und muss zum Rückrundenauftakt pausieren. Währenddessen dauert das Pokern um Wunschneuzugang Matija Nastasic weiter an.

Desert Qatar

Keine wirklich guten Neuigkeiten aus dem Schalker Trainingslager in Katar. Wobei die Niederlage gegen den holländischen Rekordmeister noch am ehesten zu verschmerzen ist, befinden sich die Niederländer doch schon in der direkten Vorbereitung auf den Ligastart, der bereits am kommenden Wochenende stattfindet.

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L. A. Dodgers: Zum Erreichen des ultimativen Ziels müssen noch einige Antworten gefunden werden

Die bisher sehr betriebsame Offseason zeigte den dringenden Wunsch des kalifornischen Clubs, die andauernde Erfolglosigkeit mit dem Erreichen der World Series 2015 endgültig beenden zu wollen.

Im Rückblick: Ein atemberaubender 2-Milliarden-Dollar-Erwerb, ein schockierender Kaufrausch, der zu einer neuen Rekord-Gehaltsliste führte. Ein neues Management.

Ethier batting
Outfielder Andre Ethier von den Los Angeles Dodgers

Und nach einem wilden Wintermeeting haben die Dodgers ihren Kader komplett umgekrempelt, um so den Drei-Jahres-Plan der Guggenheim-Gruppe zur Vereinsübernahme zu komplettieren.

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L. A. Dodgers: Großes vorweihnachtliches Stühlerücken

Nichts war es mit adventlicher Ruhe in Südkalifornien. Als sich die alljährlichen Winter Meetings der professionellen Baseball-Manager in der letzten Woche ihrem Ende näherten und erste Nachrichten über die Transfertätigkeiten durch die sozialen Netzwerke schwappten, ging die Anzahl der Kommentare auf der Dodgers-Homepage bald in die Tausende.

Catcher Yasmani Grandal noch im Trikot der San Diego Padres

Die Los Angeles Dodgers, mit wiederholten Divisions-Titeln in der National League West allein nicht mehr zufrieden, machten eine Flut von Transaktionen, um ihren Kader zukünftig zu verjüngen und eine bessere Ausgangsposition für einen erneuten Anlauf auf den Gewinn der World Series zu erreichen.

Die ersten bekannt gewordenen Wechsel betrafen Howie Kendrick von den Lokalrivalen L. A. Angels für die Second Base, Shortstop Jimmy Rollins von den Philadelphia Phillies, Catcher Yasmani Grandal aus San Diego, Reliever Chris Hatcher von den Miami Marlins sowie Free-Agent-Pitcher Brandon McCarthy, zuletzt bei den New York Yankees unter Vertrag.

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S04: Nach der Gala folgte der Arbeitssieg in Slowenien

Na also, es geht also doch. Allen Unkenrufen zum Trotz hat der FC Schalke 04 dank eines eher glanzlosen 1:0-Auswärtserfolges in Maribor doch noch das Achtelfinale der Champions League erreicht.

Ljudski vrt 2008 opening match (06)

Nach dem grandiosen 4:0 in Stuttgart war das „Finale“ beim slowenischen Tabellenzweiten zwar nicht die erhoffte Fortführung dieser Gala, am Ende aber reichte es trotzdem dank einer unspektakulären, aber auch soliden Leistung zum Überwintern in der Königsklasse.

Nur einmal brannte es wirklich lichterloh im Schalker Strafraum, als Atsuto Uchida sich gleich zweimal den einschussbereiten Slowenen auf der Linie entgegenwerfen musste. Doch es blieb die einzig wirkliche Großchance der ganz in Lila angetretenen Maribor-Akteure, ansonsten erwies sich die erneut mit einer Dreier-/Fünferkette auflaufende Gelsenkirchener Hintermannschaft als nur selten schwimmendes Bollwerk, dass bis zum Ende standhielt.

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Sparparadoxon: Wer mehr Tore schießt, wird Weltmeister; wenn alle mehr Tore schießen, werden alle Weltmeister

Einfacher Versuch einer Erklärung des Sparparadoxons als Rationalitätenfalle:

Auf der Mikroebene richtig: Wenn Deutschland in seinen WM-Spielen mehr Tore schießt als der jeweilige Gegner, wird Deutschland am Ende Weltmeister.

Auf der Makroebene falsch: Wenn alle Mannschaften im Turnier mehr Tore erzielen als ihre Gegner, sind alle Mannschaften am Ende Weltmeister.

Götze kicks the match winning goal
Mario Götze erzielt das Siegtor im WM-Finale 2014

Dieses wenn auch zugegebenerweise nicht gänzlich passende Beispiel ging mir durch den Kopf, als ich den Beitrag von Steve Keen zur Austeritätspolitik der belgischen Regierung als Trugschluss der Kompo-sition las.

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Schalke 04: Die Psychologie des frühen Tores?

Keine zehn Minuten war die Begegnung zwischen dem FC Schalke 04 und dem FSV Mainz alt, da rappelte es bereits das erste Mal im Kasten von Loris Karius. Wie aus dem Nichts hatte der Gelsenkirchener Goalgetter Klaas-Jan Huntelaar den Mainzer Keeper mit einem cleveren Heber überwunden, assistiert vom blendend aufgelegten Eric-Maxim Choupo-Moting.

LorisKarius2014

Und das, obwohl die Rheinhessen bis dahin gar nicht mal schlecht gespielt hatten, nur der richtige Zugriff auf die beiden Schalker Angriffsspitzen gelang ihnen offenbar nicht.

Lag es daran, dass S04-Trainer Roberto Di Matteo wieder, ganz im Gegensatz zum unsäglichen Chelsea-Spiel, auf die 5-3-2-Formation zurückgegriffen hatte? Schon nach der Begegnung gegen den VFL Wolfsburg hatte ich ja bereits meinen Eindruck kundgetan, dass mir Choupo-Moting als zweiter Stürmer effektiver erscheint, als wenn er an der Außenlinie rauf und runter rennen muss.

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S04: Nach dem Zwischenhoch die nächste eiskalte Dusche

Tja, so kann’s manchmal gehen: beim Bundesliga-Heimsieg Samstag gegen Wolfsburg gab die erste halbe Stunde noch Anlass zur Hoffnung auf Besserung, doch nur ein paar Tage später holte das Debakel gegen den FC Chelsea gestern in der Champions League alle Schalker Fans wieder auf den bitteren Boden der Tatsachen zurück.

Szene aus dem Hinspiel zwischen dem FC Chelsea und Schalke 04

Am Wochenende rieb man sich doch etwas erstaunt die Augen: offensichtlich hatte S04-Trainer Roberto Di Matteo die Länderspielpause dazu genutzt, für das Heimspiel gegen die VW-Städter eine neue Taktik einzuüben.

Eine variable Fünferkette in der Abwehr, bei der die Außenverteidiger bei eigenem Ballbesitz ins Mittelfeld vorrückten, ein kompaktes Mittelfeld ohne richtige Außen und zwei zentrale Stürmer verwirrten die Wolfsburger offenbar so sehr, dass diese nach 25 Minuten bereits mit 0:3 zurück lagen.

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L. A. Dodgers: Denkwürdige Saison wurde vom abrupten Ende im Oktober überschattet

Ein mit Highlights und Spielerauszeichnungen gefülltes Jahr verpuffte in der Postseason

Club-Präsident Mark Walter schleuderte wutentbrannt eine Equipment-Tasche aus der Kabine, nachdem seine Dodgers in St. Louis aus den Playoffs ausgeschieden waren. Ein Bild, dass mehr aussagte als tausend Worte.

Vergangene Playoff-Größen der L.A. Dodgers

Für 235 Mill. $ auf der Gehaltsliste erhielt Walter zwar einen zweiten aufeinander-folgenden National-League-West-Titel, doch ein Erstrunden-Aus in den Playoffs kann für die millionenschwere und hochkarätige Guggenheim-Eigentümergruppe nur als einen Schritt zurück betrachtet werden.

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S04: Königsblau als mausgrauer Durchschnitt oder sogar noch weniger?

Bis Anfang der letzten Woche hatte ich ja auch noch daran geglaubt, dass es nur noch ein paar Korrekturen im offensiven Bereich bedürfe, um die Schalker Mannschaft wieder in die richtige Spur zu bringen.

Haupttribüne des Badenova-Stadions in Freiburg

Ich war ziemlich optimistisch, dass man aus einer verstärkten Defensive heraus so etwas wie Stabilität auf den Platz bringen könnte und in den Spielen bei Sporting Lissabon und dem SC Freiburg davon auch schon etwas merken würde.

Nun ja, ich muss leider zugeben, dass ich mich da wie wohl so manch anderer auch mächtig verkalkuliert hatte. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Zwei ziemlich desillusionierende Niederlagen, 2 : 6 Tore, eine losgetretene Diskussion um die Versäumnisse des letzten Trainers und eine Mannschaft ohne Charakter.

Schlimmer hätte es eigentlich kaum kommen können. An sich fehlen mir die Worte, um diese Entwicklung richtig beschreiben zu können. Na ja, versuchen will ich es aber trotzdem.

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