S04: Wenn der Deckel vom Kochtopf fliegt…und ich Gott sei Dank nicht dabei bin

Noch vor ein paar Wochen hätte ich krampfhaft nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich während meines Kurzurlaubes an der Nordsee doch noch ein wenig von dem Spiel Schalke gegen Paderborn mitbekommen könnte.

Nach den zuletzt gezeigten Leistungen aber wurde mir das zunehmend unwichtiger, und selbst das schlechte Wetter am Meer konnte mich dann letztlich nicht von der Überzeugung abbringen, doch die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Fähre nach Langeoog im Hafen von Bensersiel (eigenes Bild)

So konnte ich mit meiner Familie ein entspanntes Wochenende in Bensersiel und Umgebung verbringen und der Verzicht auf die Live-Übertragung Samstag Nachmittag fiel mir nicht besonders schwer.

Denn das Gegurke der Schalker war selbst in der Zusammenfassung im Aktuellen Sportstudio kaum zu ertragen. Und das irgendwann eine Reaktion der Fans in der Veltins-Arena erfolgen würde, hätte nach den „grandiosen“ Vorstellungen in Mainz, gegen Stuttgart und in Köln jedem Verantwortlichen eigentlich klar sein müssen.

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Die L. A. Dodgers und St. Louis Cardinals als Muster an Unverwüstlichkeit

Beide Clubs sind bereits früh in der Saison von zahlreichen Verletzungen gebeutelt, doch dank gut aufgestellter Kader können die Playoff-Kandidaten bisher die Erwartungen trotzdem erfüllen.

Neat Seats

Die vielleicht eindrucksvollste Tatsache über die Los Angeles Dodgers ist die, dass sich die bisherige Saison noch nicht in ein echtes Chaos verwandelt hat. Und deshalb sind sie momentan das eindrucksvollste Team im Baseball, auch wenn jetzt die Cardinals-, Yankees-, Mets- und Astros-Fans den gleichen Anspruch erheben.

Und natürlich können sie alle sehr solide Gründe vorbringen, warum gerade ihr Team an erster Stelle stehen sollte. Durch die Bank sind diese Mannschaften anscheinend durchaus legitime Playoff-Anwärter. Und doch scheint sehr viel auf eine dritte Cardinals-Dodgers-Playoff-Serie hintereinander in der National League hinauszulaufen, und würde das nicht (erneut) eine Menge Spaß bedeuten?

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Ein paar Tage Urlaub an der Küste (und ein neues Design)

Über das Wochenende an Christi Himmelfahrt geht’s ein paar Tage an die Nordsee. Hoffentlich ist das Wetter nicht ganz so schlecht…

wetter-0042.gif von 123gif.de

Der nächste Blogbeitrag wird dann erst nächste Woche erscheinen. Den Lesern wünsche ich derweil ein wenig Erholung und ein geruhsames Wochenende.

Vorher stelle ich pünktlich zum 2. „Geburtstag“ dieses Blogs auf ein neues Design um (ich war das alte schlicht leid…). Ich hoffe, es gefällt.

Strukturreformen in Griechenland – ohne die nötige Vollbeschäftigung das falsche Mittel

Seit Wochen bestimmt nun schon der Disput um die Schulden Griechenlands und mögliche Lösungsformen für dieses Problem die öffentliche Diskussion in Europa und natürlich auch in Deutschland.

Panoramic skies over Oia Santorini island (Thira), Greece
Der blaue Himmel über Santorin, Griechenland

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S04: Totgesagte leben länger…

Tja, manchmal geschehen selbst Auf Schalke noch Zeichen und Wunder. Von jedem Spieler hätte ich nach dem zwischenzeitlichen Rückstand gegen den VfB Stuttgart die Impulse für eine Wende erwartet, nur nicht von dem, der sie letztlich lieferte: Kevin-Prince Boateng…

K. P. Boateng

Er galt inzwischen bereits als das sprichwörtlich gewordene Synonym für eine verkorkste Saison in Gelsenkirchen, ja sogar als der größte anzunehmende GAU bei den Spielerverpflichtungen der letzte Jahre. Alles deutete darauf hin, dass Prince Boateng nicht mehr gebraucht würde, dass seine Zeit bei den Blauen endgültig beendet wäre. Der Prinz als das dominierende Bild der Schalker Krise…

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Ist der Freihandel tatsächlich gut für alle?

Greg Mankiw deutet dies in einem Artikel[1] an, und behauptet, dass alle Ökonomen sich darin einig wären, dass es so ist. Aber eigentlich ist es das nicht. Wer sagt das? Ökonomen.

Exports by country map copy2

Insbesondere das Arbeitspferd der Theorie des internationalen Handels, das Hecksher-Ohlin-Theorem führt direkt zum Stolper-Samuelson-Theorem, welches zeigt, dass, wenn Länder anfangen Handel miteinander zu treiben, sich relativ häufig genutzte Produktionsfaktoren in jedem Land besser entwickeln als die relativ selten genutzten Faktoren.

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S04: Und schlimmer geht immer…

So langsam gehen mir ehrlich gesagt die innovativen Überschriften aus, um den desaströsen Zustand der Schalker noch zutreffend beschreiben zu können. Hatte es beim 1:1 in Wolfsburg wenigstens noch zu einem Punkt bei einem sicheren Champions-League-Teilnehmer gereicht, so half eine nur anfangs starke Gelsenkirchener Elf eine Woche später der grauen Maus Mainz 05 ohne viel Gegenwehr wohl zum endgültigen Klassenerhalt.

CofaceArenaInnen

Hatten die Schalker in den ersten zwanzig Minuten noch mit ein wenig Offensiv-Fußball und einigen guten Chancen durchaus Hoffnung auf ein besseres Spiel geweckt, so reichte ein Doppelschlag des Mainzer Verteidigers Stefan Bell nach knapp dreißig Minuten völlig aus, die Mannschaft wieder einmal in völliger Tristesse versinken zu lassen.

Anstatt in der zweiten Halbzeit alles zu versuchen, um wenigstens noch eine Ergebniskorrektur zu erreichen, kamen die Blauen mit einer solch schlechten Leistung aus der Kabine zurück, dass es den meisten Beobachtern nahezu völlig den Atem verschlug.

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Alex Guerrero verdient sich mehr Spielzeit dank seiner starken Offensivleistung

In seinem erst vierten Spiel von Anfang an für die L. A. Dodgers erzielte der Kubaner am letzten Wochenende bereits den fünften Homerun in dieser Saison.

Alex Guerrero

Ein Etikett, das jemandem möglicherweise auch etwas vorschnell einmal verpasst wurde, lässt sich oft nur schwer wieder loswerden. Alex Guerrero ist allerdings in dieser noch kurzen Spielzeit bereits intensiv damit beschäftigt, seinen auf eher unfaire Weise entstandenen schlechten Ruf wieder zu verbessern.

„Die Serie, die ich mir momentan aufbaue, ist schon sehr beeindruckend, denke ich,“ erzählte Guerrero, „und ich hoffe, dass ich alle mit meinen Leistungen überzeugen kann, und ich will unbedingt so weitermachen.“

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Nachtrag zum Lautenbach-Plan: das Versagen von SPD und Konservativen ebnete Hitler den Weg

Als die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler die Macht im Deutschen Reich ergriffen, befand sich die deutsche Wirtschaft als Folge der Weltwirtschaftskrise noch in einem komatösen „Tiefschlaf“.

Bundesarchiv Bild 102-02985A, Berlin, Fackelzug zur Machtergreifung Hitlers
Berlin, Fackelzug der SA zur Machtergreifung Hitlers
am Abend des 30. Januar 1933

Die Industrieproduktion betrug nur noch etwa die Hälfte des Vorkrisenstandes von 1928 und neue Investitionen konnten nur noch zu einem Drittel den Ersatzbedarf decken. Die Zahl der Erwerbslosen wuchs erneut, vergleichbar mit dem vorangegangenen Winter, auf über sechs Millionen, jede dritte Arbeitskraft war ohne Beschäftigung.

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