Warum man niemals ein Angebots- und Nachfrage-Diagramm auf die Arbeitsmärkte anwenden sollte

Ein Standard-Angebots(Supply=S)- und Nachfrage(Demand=D)-Diagramm für einen beliebigen Arbeitsmarkt könnte so aussehen:

Gleichgewichtspreis
Ein in der Volkswirtschaftslehre übliches Marktdiagramm

Es ist dabei üblich, W (= die Lohnhöhe) auf der Preisachse und N (= Anzahl der Arbeiter) auf der Mengenachse zu verwenden. Das Gleichgewicht soll an dem Punkt auf der Achse W auftreten, wo die gelieferte Menge gleich der geforderten Menge ist.

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35 Jahre falscher Wirtschaftspolitik anhand einer Grafik erklärt


Seit 1982 blieben die Löhne in Deutschland fast durchweg hinter der Produktivität zurück, die Auswirkungen der Agenda 2010 verstärkten diesen Trend später noch. Keine Bundes-regierung hat seitdem aktiv gegen diese Entwicklung gearbeitet. Schon unter Helmut Kohl (Kabinette Kohl I bis V) ging es vielmehr hauptsächlich darum, mit den Gewerkschaften möglichst „moderate“ Lohnsteigerungen auszuhandeln bzw. die „Produktivität für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu reservieren“.

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Milton Friedmans größte Idee wird endlich zu Grabe getragen

Wenn Sie falsch liegen, liegen Sie falsch, egal wie berühmt und respektiert Sie als Wissenschaftler sein mögen.

President Ronald Reagan and Nancy Reagan in The East Room Congratulating Milton Friedman Receiving The Presidential Medal of Freedom
1988: Milton Friedman und der damalige US-Präsident Ronald Reagan

Albert Einstein machte bei der Quantenmechanik Fehler. Linus Pauling irrte sich bei der Struktur der DNA. Und Milton Friedman lag mit seiner Hypothese permanenter Einkommen daneben. Doch im Gegensatz zu den ersten beiden Beispielen, in denen die Wissenschaftler recht schnell die Fehler erkannten, sind die Ökonomen zumeist bis heute noch nicht mit der Realität in Berührung gekommen.

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Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 5

Fortsetzung von Teil 4:

Das Unternehmereinkommen wird in seiner Höhe tatsächlich durch die drei Faktoren: Eigenverbrauch der Unternehmer, Neuinvestition und Ersparnis der Nichtunternehmer bestimmt.

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Daraus ergibt sich, dass die Unternehmer, wenn sie mehr verbrauchen, mehr verdienen, während die Nichtunternehmer, wenn sie mehr verbrauchen, ihr festgegebenes Einkommen verzehren. Umgekehrt können die Unternehmer auch nicht dadurch, dass sie insgesamt weniger konsumieren, mehr sparen, sondern wenn sie insgesamt weniger konsumieren, vermindert sich ihr Einkommen (bei gegebener Produktion).

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Besser tot als schlecht: Statuswettbewerb unter deutschen Jagdfliegern während des Zweiten Weltkriegs

Während des Zweiten Weltkrieges feierte das deutsche Militär öffentlich die Leistungen seiner fliegenden Asse, um ihre Kollegen zu ähnlicher Performance anzuregen.

Bundesarchiv Bild 183-B12018, Geburtstag Theo Osterkamp, Gäste
Die deutschen Fliegerasse Adolf Galland (Mitte links) und Werner Mölders (Mitte rechts) während einer Geburtstagsfeier für ihren Vorgesetzten Generalmajor Theodor Osterkamp (rechts)

Dieser Beitrag verwendet neu gesammelte Daten, um zu zeigen, dass die fliegenden Asse sehr viel besser wurden ohne mehr Risiken einzugehen, wenn ihre ehemaligen Kameraden Aufmerksamkeit erfuhren, während durchschnittliche Piloten nur wenig leistungsfähiger, dafür aber viel häufiger getötet wurden. Insgesamt könnten daher Anreize eher nachteilig wirken, was zu Vorsicht bei denjenigen führen sollte, die heute über Boni und Anreize für Mitarbeiter entscheiden, welche finanzielle Risiken eingehen.

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Die Krise in Griechenland: es hätte nicht so kommen müssen

…Dann kam der Kardinalfehler: Im IWF-Vorstand setzten die Europäer und Amerikaner trotz heftiger Opposition mehrerer Exekutivdirektoren ein Rettungspaket durch, das den griechischen Privatgläubigern entgegen den Regeln des Fonds keinerlei Verluste aufzwang.

GRSchuKrise
Griechenlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie die Staatsverschuldung in Mrd. Euro
und in % des BIP.

Die Entscheidung beruhte auf der falschen Annahme, nach der die „Umstrukturierung“ der privaten Schulden eine globale Finanzkrise auslösen würde.

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Einige Probleme mit dem Leistungsbilanzsaldo der Eurozone

Sollten wir einen Handelskrieg beginnen? Lassen Sie uns, bevor wir das tun, einen genaueren Blick auf die Leistungsbilanzen werfen: höhere Leistungsbilanzüberschüsse oder geringere Defizite sind nicht unbedingt mit höherer Beschäftigung verbunden. Im Gegenteil.


Leistungsbilanzsaldo der Eurozone (monatliche Daten in Mill. €)

Zwei Beispiele: Zwischen 2009 und 2016 veränderte sich das monatliche Leistungs-bilanzdefizit der Eurozone von minus 10 Mrd. auf +30 Mrd. € oder, ausgedrückt in % des BIP, von minus 1 auf +3% des BIP (genau auf 3,1%).

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Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 4

Fortsetzung von Teil 3:

Um die Wechselbeziehungen zwischen Investition, Produktionsvolumen, Einkommen und Verbrauchsquote klarzulegen, will ich zunächst auf die Bestimmungsgründe der Verbrauchsquote noch etwas näher eingehen.

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Zunächst ist festzustellen, daß die einzelnen Wirtschaftssubjekte, welche verbrauchen, ihren Aufwand nicht nur aus Einkommen bestreiten. Ersparnisse werden verzehrt, Konsum wird durch Kredit finanziert. Aber auch diese irreguläre Finanzierung des Verbrauchs hängt wieder vom allgemeinen Geschäftsgang und Einkommensstand ab.

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Die Zukunft ist unsicher, doch die Vergangenheit offenbar ebenso

In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigten die US-Notenbank-Ökonomen Alan Detmeister, David Lebow und Ekaterina Peneva neue Umfrageergebnisse zu den Inflationswahrnehmungen der Verbraucher.


Inflationswahrnehmungen und -erwartungenin den USA, Februar 2016

Die bekannte Konsumenten-Erhebung der Uni Michigan fragt dagegen die Kunden nach ihren Erwartungen zur zukünftigen Inflation (im nächsten Jahr und in 5 bis 10 Jahren), erkundigt sich aber nicht bei ihnen, wie sich ihrer Ansicht nach die Inflation in den letzten Jahren entwickelt hat.

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Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 3

Fortsetzung von Teil 2:

Unter welchen Bedingungen wird nun das in einer Periode hergestellte Verbrauchsgut zu Preisen abgesetzt werden können, die den Grenzkosten entsprechen?

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Wann wird also, indem wir das vorhin [in Teil 2] gebrauchte Zahlenbeispiel wieder aufgreifen und ein Unternehmereinkommen von 21 als „normal“ postulieren, eine Verbrauchsgutmenge, deren Produktionswert 120 ist (nämlich F + A + U = 84 + 15 + 21) tatsächlich auch zu 120 abgesetzt werden?

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