Ein Beitrag zu den Gründen, weshalb es keine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene gibt und auch so schnell wohl nicht geben wird:
Schließlich sind in der SPD noch einige „Seeheimer“ und „Netzwerker“ mehr, die (leider) immer noch so oder ähnlich denken und reden…
Ökonomie
Die Ökonomie (Wirtschaftswissenschaft) ist die Lehre von der Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen.
Die Eurokrise – vorläufiger Höhepunkt des Transferproblems – Teil 3
Es hatte schon eine gewisse Ironie an sich, dass nur wenige Jahre nach der missglückten deutschen Wiedervereinigung, als die Europäische Währungsunion in die entscheidende Phase ihrer Vorbereitung ging, innerhalb der deutschen Politik die vorsichtigen Einsichten über die deutsch-deutschen Lehren aus der Unlösbarkeit des Transferproblems sehr schnell wieder in Vergessenheit gerieten.
Die sich anbahnende Diskussion, welche Länder zu welchen Bedingungen dem europäischen Währungsverbund beitreten würden, überlagerte sofort alle Fragen zum grundsätzlichen Rahmen, der ein dauerhaftes Bestehen in einer solchen Union überhaupt erst möglich machen könnte.
Gerade auf deutscher Seite, dessen Volksvertreter kurz vorher erst eine eigene Währungsunion hatten scheitern lassen, kam niemand auf die Idee, darüber nachzudenken, warum dies so gekommen war.
Einfluss eines Mindestlohns auf das allgemeine Gehaltsgefüge
Auch wenn man sich so gar nicht für die Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn oder allgemein eine angemessene Grundsicherung erwärmen kann, weil man der Ansicht ist, dass diese „armen Schlucker“ ein höheres Einkommen nicht verdient haben, sollte man vielleicht einmal inne halten und diesen Gedanken richtig zu Ende führen.
Denn sicherlich gibt es in einer Gesellschaft die eine oder andere Ansicht darüber, wie letztlich „Gerechtigkeit“ auszusehen hat. Was die einen als berechtigten Anspruch verstehen, sehen andere wiederum als falsch verstandenes Mitleid oder empfinden gar Neid aufgrund dieser als ungerecht verstandenen „Bevorteilung“.
Die deutsche Wiedervereinigung: erneutes Auftauchen des Transferproblems – Teil 2
Mit der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 betrat ein altes, fast vergessenes ökonomisches Phänomen wieder die wirtschaftspolitische Bühne: das Transferproblem.

Im ersten Teil dieser kleinen Serie habe ich mich bereits mit dem erstmaligen Auftauchen dieses Paradoxons in Form der Reparationsforderungen an das damalige Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Die Unlösbarkeit dieses Transferproblems hatte damals entscheidenden Einfluss auf das Abgleiten Deutschlands in die Depression der Wirtschaftskrise und die darauffolgenden dunklen Jahre der Nazizeit.
Von der Ruhrbesetzung zur Eurokrise: das ökonomische Transferproblem – Teil 1
Weltkriegs-Reparationen und grosse Depression
Das Ende des Ersten Weltkriegs führte zu einer der wichtigsten ökonomischen Fragestellungen des 20. und 21. Jahrhunderts: dem Transferproblem.
Aus der Thematik, wie man eine durch einen gigantischen Weltkrieg verschuldete Volkswirtschaft in die Lage versetzt, Reparationszahlungen in dreistelliger Milliardenhöhe leisten zu können, ohne selbst dabei in einer Rezession zu versinken, entstanden damals wichtige Grundzüge neuer wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse.

Diese Problematik, heute auch unter dem Begriff Ungleichgewichte der Leistungsbilanz bekannt und durchaus in der Eurokrise wieder sehr aktuell, ließ z. B. John Maynard Keynes damals nicht ruhen, bis er in völligem Gegensatz zur auch zur damaligen Zeit schon herrschenden klassischen Lehrmeinung seine eigenen Gedanken zum Versailler Vetrag und der Reparations-Problematik entwickelte, die schließlich zur Formulierung seiner „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ führte.
Schöne Grüße aus dem Paralleluniversum der Angebotspolitik
Es ist mal wieder soweit:
Der Sachverständigenrat der sogenannten „Wirtschaftsweisen“ hat sein Jahresgutachten für 2013 vorgelegt.
Die Kurzfassung ist für Interessierte hier zu finden: Jahresgutachten 2013 des Sachverständigenrates
![Dennis Snower (ifW) und der Vorsitzende des Sachverständigenrates Christoph M. Schmidt (RWI) 2011, by Johannes Christ (IW-Festakademie Uploaded by Magnus Manske) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons](http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/00/Dennis_Snower_%28ifW%29_und_Christoph_M._Schmidt_%28RWI%29.jpg)
Dennis Snower (ifW) und der Vorsitzende des Sachverständigenrates Christoph M. Schmidt (RWI) 2011
Ich möchte mich hier jetzt gar nicht mit den Prognosen der „Weisen“ zum zukünftigen Wirtschaftswachstum näher beschäftigen, es gab in der Vergangenheit genügend Hinweise zur Fragwürdigkeit dieser Annahmen, besonders im Vorfeld der Finanzkrise.
Mir geht es eher darum, darauf hinzuweisen, dass die Mehrheit dieses Rates eine ganz bestimmte wirtschaftspolitische Ausrichtung verfolgt, nämlich die der sogenannten „Angebotspolitik“.
Diese beinhaltet kurzgefasst eine Überbewertung aller Maßnahmen, die im wirtschaftlichen Geschehen auf der Angebotsseite, d. h. aus der Sicht der Unternehmer erfolgen.
Geldtheoretische Bestimmungsgründe für den Kapitalzinssatz und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik
In meinem Beitrag Die duale Bedeutung des Geldes: Zahlungsmittel und Geldvermögen hatte ich die Beziehungen des modernen Geldwesens hauptsächlich anhand der Einnahmen-/Ausgabenrechnung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen betrachtet.

Nahaufnahme einer Dollar-Banknote
Da es jedoch nicht unüblich ist, die gesamtwirtschaftlichen Zahlungs- und Geld-vermögensströme mit Hilfe der Einkommensrechnung darzustellen, soll hier nun eine entsprechende Transformation der salden- mechanischen Grundsätze erfolgen, wie sie schon Wolfgang Stützel in seinem Buch „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“ vorgenommen hat.
Alle Zocker im Blick?

Nun ja, für mich sieht das eher so aus, als nütze der ach so „unabhängige“ Herr Bundesbankpräsident diese Zeitung (bzw. deren bekannt einseitigen Wirtschaftsteil) als ideologisch passenden Sichtschutz, um die spekulativen Geschäfte der Zocker in den Banken-Kasinos gerade nicht allzu genau im Blick haben zu müssen.
Mehr dazu von Stefan Dudey bei den NachDenkSeiten oder bei flassbeck-economics.
Zusätzlich Erhellendes zum „Bundesbankponyhof“ und seinem Chef Jens Weidmann auf WeitwinkelSubjektiv.
Weitere Argumente für den gesetzlichen Mindestlohn
Neben der makroökonomischen Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns und der weitestgehend unzutreffenden These der individuellen Produktivität gibt es noch weitere gute Gründe für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.
Selbst wenn die Produktivität einzelner Arbeitnehmer in einer arbeitsteiligen Wirtschaft in einigen Fällen individuell festgestellt werden kann (z. B. bei völlig gleichartigen und immer wiederkehrenden Fließband-Tätigkeiten), so ist diese Produktivität einer einzelnen Tätigkeit deswegen nicht einfach auch in Geldeinheiten bezifferbar, wie es oft von Mindestlohngegnern behauptet wird.
Rogoffs Schuldenregel: Nicht der Rechenfehler sondern die falsche These ist das Problem
Ganz schön dreist: 90-Prozent-Regel: Harvard-Ökonom Rogoff wirft Kritikern Hexenjagd vor | ZEIT ONLINE
Rogoff 2002 als Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF)
Worum geht’s da aber eigentlich?
Kenneth Rogoff, amerikanischer Ökonom an der Harvard Universität, entwickelte 2010 zusammen mit Carmen Reinhart in einem Essay die These, dass das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft sich dann stark verringere, wenn die Staatsverschuldung auf mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steige.
