NICHT in Infrastruktur, Kultur und Wissen zu investieren IST die Belastung, die wir zukünftigen Generationen auferlegen

Wenn wir den meisten Politikern glauben sollten, würden wir dabei dem falschen Eindruck unterliegen, dass eine Regierung, die heute nicht investiert, zukünftigen Generationen damit einen Gefallen tut.

A60 Bauarbeiten Mainz 2007
Bauarbeiten an der Bundesautobahn A60 in der Nähe von Mainz

Das Hinterlassen von unterentwickelten Kommunikationssystemen, schrumpfenden Straßen- und Verkehrsnetzen, verschlechterten Bildungs- und öffentlichen Gesundheits-systemen, erodierenden kulturellen Institutionen, stagnierenden Entwicklungen in Wissenschaft und Technik und so weiter werden die zukünftigen Generationen angeblich von jeder Belastung freihalten, die ihnen sonst auferlegt werden müsste.

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Besser tot als schlecht: Statuswettbewerb unter deutschen Jagdfliegern während des Zweiten Weltkriegs

Während des Zweiten Weltkrieges feierte das deutsche Militär öffentlich die Leistungen seiner fliegenden Asse, um ihre Kollegen zu ähnlicher Performance anzuregen.

Bundesarchiv Bild 183-B12018, Geburtstag Theo Osterkamp, Gäste
Die deutschen Fliegerasse Adolf Galland (Mitte links) und Werner Mölders (Mitte rechts) während einer Geburtstagsfeier für ihren Vorgesetzten Generalmajor Theodor Osterkamp (rechts)

Dieser Beitrag verwendet neu gesammelte Daten, um zu zeigen, dass die fliegenden Asse sehr viel besser wurden ohne mehr Risiken einzugehen, wenn ihre ehemaligen Kameraden Aufmerksamkeit erfuhren, während durchschnittliche Piloten nur wenig leistungsfähiger, dafür aber viel häufiger getötet wurden. Insgesamt könnten daher Anreize eher nachteilig wirken, was zu Vorsicht bei denjenigen führen sollte, die heute über Boni und Anreize für Mitarbeiter entscheiden, welche finanzielle Risiken eingehen.

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Die Krise in Griechenland: es hätte nicht so kommen müssen

…Dann kam der Kardinalfehler: Im IWF-Vorstand setzten die Europäer und Amerikaner trotz heftiger Opposition mehrerer Exekutivdirektoren ein Rettungspaket durch, das den griechischen Privatgläubigern entgegen den Regeln des Fonds keinerlei Verluste aufzwang.

GRSchuKrise
Griechenlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie die Staatsverschuldung in Mrd. Euro
und in % des BIP.

Die Entscheidung beruhte auf der falschen Annahme, nach der die „Umstrukturierung“ der privaten Schulden eine globale Finanzkrise auslösen würde.

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Einige Probleme mit dem Leistungsbilanzsaldo der Eurozone

Sollten wir einen Handelskrieg beginnen? Lassen Sie uns, bevor wir das tun, einen genaueren Blick auf die Leistungsbilanzen werfen: höhere Leistungsbilanzüberschüsse oder geringere Defizite sind nicht unbedingt mit höherer Beschäftigung verbunden. Im Gegenteil.


Leistungsbilanzsaldo der Eurozone (monatliche Daten in Mill. €)

Zwei Beispiele: Zwischen 2009 und 2016 veränderte sich das monatliche Leistungs-bilanzdefizit der Eurozone von minus 10 Mrd. auf +30 Mrd. € oder, ausgedrückt in % des BIP, von minus 1 auf +3% des BIP (genau auf 3,1%).

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Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 4

Fortsetzung von Teil 3:

Um die Wechselbeziehungen zwischen Investition, Produktionsvolumen, Einkommen und Verbrauchsquote klarzulegen, will ich zunächst auf die Bestimmungsgründe der Verbrauchsquote noch etwas näher eingehen.

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Zunächst ist festzustellen, daß die einzelnen Wirtschaftssubjekte, welche verbrauchen, ihren Aufwand nicht nur aus Einkommen bestreiten. Ersparnisse werden verzehrt, Konsum wird durch Kredit finanziert. Aber auch diese irreguläre Finanzierung des Verbrauchs hängt wieder vom allgemeinen Geschäftsgang und Einkommensstand ab.

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Die Torheiten und Trugschlüsse der Chicago-Ökonomik

„Jeder Dollar der gestiegenen Staatsausgaben muss einem Dollar weniger für private Ausgaben entsprechen. Die durch die Konjunkturausgaben geschaffenen Arbeitsplätze werden durch verloren gegangene Arbeitsplätze aufgrund des Rückgangs der privaten Ausgaben kompensiert.

Wir können Straßen anstelle von Fabriken bauen, aber fiskalische Impulse können uns nicht helfen, mehr von beidem zu bauen. Diese Form der „Verdrängung“ ist einfach nur Buchhaltung, und beruht nicht auf irgendwelchen Wahrnehmungen oder Verhaltensannahmen.“ – John Cochrane

Und was ist das winzige Problem dabei? Es ist schlicht durch und durch falsch!

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Die Zukunft ist unsicher, doch die Vergangenheit offenbar ebenso

In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigten die US-Notenbank-Ökonomen Alan Detmeister, David Lebow und Ekaterina Peneva neue Umfrageergebnisse zu den Inflationswahrnehmungen der Verbraucher.


Inflationswahrnehmungen und -erwartungenin den USA, Februar 2016

Die bekannte Konsumenten-Erhebung der Uni Michigan fragt dagegen die Kunden nach ihren Erwartungen zur zukünftigen Inflation (im nächsten Jahr und in 5 bis 10 Jahren), erkundigt sich aber nicht bei ihnen, wie sich ihrer Ansicht nach die Inflation in den letzten Jahren entwickelt hat.

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Möglichkeiten der Besteuerung: eine skandinavische Lösung

Wenn es ums Steuern zahlen geht, scheinen unsere Politiker entschlossen, diesen Prozess so plump und schmerzhaft wie möglich zu gestalten.

Nordens flaggor
Flaggen der skandinavischen Länder

Wenn ein Politiker ein Chirurg wäre mit der Aufgabe, ein Bein zu amputieren, können wir uns gut vorstellen wie es gehen würde. Zuerst würde er leugnen, dass er plant das Bein zu entfernen. Dann würde er ein Gesetz verabschieden, welches es illegal macht das Bein zu amputieren.

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Die Zunahme der europäischen Inflation ist NICHT zu hoch

Wie vorhergesagt (da die Energiepreise nicht ewig weiter fallen konnten) ist die Verbraucherpreisinflation in der EU gestiegen. Das gegenwärtige Niveau beträgt 1,1%, welches allerdings in historischer Perspektive geradezu niedrig ausfällt.


Lohn- und Gehaltserhöhungen in den EU-Ländern zwischen
dem 4. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016

Auch die Kerninflation (die im Gegensatz zur Verbraucherpreisinflation niemals negativ war) blieb verhalten und sogar weiterhin noch unter 1%. Alles vorhersehbar, doch die Menschen [besser gesagt die Medien] beginnen bereits zu heulen und zu zetern, dass die Inflation steigt und wir Angst vor wertlosem Geld haben sollten.

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