Am Ende kam es dann doch noch richtig happig: das 0:3 beim FC Augsburg zum Auftakt der neuen Saison ließ alle Schalker Optimisten mit einem Schlag verstummen.
Innenraum der Augsburger WWK Arena vor einem Bundesliga-Spiel
Unglücklicher hätte es wohl kaum laufen können für die Knappen-Elf, als Trainer Miron Muslic nach 62 Spielminuten (die bis auf einige heftige Wackler in der Defensive doch ganz gut anzuschauen waren) mit einem Dreifach-Wechsel durch die Neuzugänge Maximilian Wöber, Junior Dina Ebimbe und Robin Gosens frischen Wind auf den Rasen der WWK-Arena bringen wollte.
Nur Sekunden später brachte Ron Schallenberg FCA-Stürmer Gregoritsch per Notbremse zu Fall und kassierte dafür die Rote Karte. Ob berechtigt oder nicht veränderte diese Entscheidung von Schieds-richter Sascha Stegemann mit einem Schlag natürlich das gesamte Konzept, mit dem Schalke hoffte wieder in die Partie zurückzukommen.
Stattdessen übernahmen nun die Fuggerstädter immer mehr die Initiative und legten gnadenlos die Schwächen eines jetzt völlig überforderten Aufsteigers bloß. Die Abschlussschwäche der Augsburger und ein gut aufgelegter Loris Karius verhinderten zu dieser Zeit weitere Gegentreffer, ehe der über-ragende Anton Kade mit dem 2:0 die Schwaben endgültig auf die Siegerstraße brachte.
Auch wenn das dritte Augsburger Tor erst in der Nachspielzeit fiel, tat die Art und Weise dieser Niederlage doch schon ziemlich weh. Eine oft überspielte und recht langsame Abwehr sowie ein harmloser Sturm mit schlechter Chancenverwertung lauteten die größten Probleme der Schalker bei dieser kalten Dusche zum Saisonauftakt.
Spätestens jetzt müssten alle Optimisten, die fest der Ansicht waren, Schalke habe mit diesem Kader nichts mit dem Abstieg zu tun wohl oder übel umdenken. Auch mich selbst zähle ich mit dazu, insofern ist die Ernüchterung nach diesem Realitätscheck umso größer.
Ich will mich jetzt aber auch nicht in Einzelkritik verrennen, dafür halte ich es nach dem ersten Spiel noch für viel zu früh. Jeder hat gesehen, dass bei dem einen oder anderen noch einiges gefehlt hat zum Erstligaformat.
Und doch glaube ich immer noch daran, dass am Ende der Klassenerhalt auf der Habenseite der Knap-pen stehen wird. Es wird allerdings kein Spaziergang, und Miron Muslic und die gesamte Mannschaft werden sich gewaltig strecken müssen um mit Tabellenplatz 14-15 diese Saison abschließen zu kön-nen.
