Alternative Wirtschaftstheorie – Teil 1: Unternehmergewinn und Beschäftigungsvolumen

Bereits in meinem ersten Beitrag zu dem „deutschen Keynes“ Wilhelm Lautenbach hatte ich auf die besondere Bedeutung der wirtschaftstheoretischen Arbeiten dieses frühen deutschen Ökonomen hingewiesen.

Da aber im Lichte der heutigen politischen Entwicklungen das bessere Verständnis für gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge dringender denn je erforderlich ist, habe ich mich dazu entschlossen, Lautenbachs Ansatz einer alternativen „Wirtschaftstheorie“ noch einmal etwas mehr zu „entstauben“ und hier ausführlicher zu thematisieren.

Weiterlesen…

Auf und nieder immer wieder…

Die sportliche Achterbahnfahrt des FC Schalke 04 ging auch in dieser Woche ungebremst weiter.
Nach einer durchaus unglücklichen 1:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach gelang es, gegen den FC Basel wenigstens eines der unmittelbaren Saisonziele, das Überwintern in der Champions League, zu erreichen.

Stadion im Borussia-Park Mönchengladbach
Stadion im Borussia-Park Mönchengladbach

Neu hingegen war, dass sich auch die Leistungen der Schiedsrichter den stark schwankenden Vorstellungen der Knappen anschlossen.

Weiterlesen…

Vorspiel zur Krise: Long-Term Capital Management 1998

Sechs Stunden dauerte das Treffen der mächtigsten Bankiers und Spekulanten in der New Yorker Zentralbank.
Einige der größten Finanztycoone der Welt, darunter die Vorsitzenden bzw. Hauptteilhaber der Travelers Group bzw. Citigroup, von Goldman Sachs, von Merill Lynch, von J.P. Morgan & Co. und eines Dutzend weiterer Unternehmen, darunter auch der Deutschen Bank und der Dresdner Bank hatten sich dort eingefunden, um unter dem Vorsitz des Präsidenten der New Yorker Federal Reserve (Fed) zu tagen.

Federal Reserve Bank of NY, 33 Liberty Street

Na ja, denkt sich da der geneigte Leser, das kennen wir doch alles schon, diese Sitzungen gab es doch häufiger, um den fatalen Auswirkungen der globalen Finanzkrise ab 2007 zu begegnen.

Doch dieses Treffen fand bereits am 23. September 1998 statt, und es ging natürlich noch nicht um die Folgen der Finanzkrise, sondern „nur“ um die Auswirkungen des drohenden Zusammenbruchs des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM), dessen Eigenmittel in dramatischen Ausmaßen dahinschwanden.

Weiterlesen…

Dodgers verlängern mit Reliever Brian Wilson

In der letzten Woche konnten die Los Angeles Dodgers ein weiteres wichtiges Puzzle-Teil in den Kader für die neue Saison einfügen.

Fear the Beard, Brian Wilson

Sie einigten sich mit Free Agent Brian Wilson auf einen neuen Ein-Jahres-Vertrag mit der Option einer einmaligen Verlängerung für 2015.
Wilson hatte nach einer zweiten Tommy John Operation von den San Francisco Giants vor einem Jahr keinen Vertrag mehr erhalten und war daraufhin am 30. Juli von den Dodgers für den Rest der Saison verpflichtet worden.

Weiterlesen…

Auf und Ab mit Wundertütenfußball

Tja, da hatte ich in meinem letzten Beitrag noch von drohender Stagnation und möglichen Rückschritten geschrieben, und schon ist das Befürchtete eine Woche später glatt eingetreten.

Jermaine Jones 2010 von Memorino (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Einem etwas schmeichelhaften aber im Großen und Ganzen noch akzeptablen Heimsieg gegen den VfB Stuttgart folgte ein 1:3-Debakel im Pokal gegen Hoffenheim.
Und damit ist bereits eines der Saisonziele, nämlich das Erreichen des Pokalfinales in Berlin, nur noch Makulatur.

Weiterlesen…

Die Eurokrise – vorläufiger Höhepunkt des Transfer-problems – Teil 3

Es hatte schon eine gewisse Ironie an sich, dass nur wenige Jahre nach der missglückten deutschen Wiedervereinigung, als die Europäische Währungsunion in die entscheidende Phase ihrer Vorbereitung ging, innerhalb der deutschen Politik die vorsichtigen Einsichten über die deutsch-deutschen Lehren aus der Unlösbarkeit des Transferproblems sehr schnell wieder in Vergessenheit gerieten.

Euro outside
Mitglieder der Eurozone 2008 (dunkelblau)

Die sich anbahnende Diskussion, welche Länder zu welchen Bedingungen dem europäischen Wäh-rungsverbund beitreten würden, überlagerte sofort alle Fragen zum grundsätzlichen Rahmen, der ein dauerhaftes Bestehen in einer solchen Union überhaupt erst möglich machen könnte.

Weiterlesen…

Schalke 04: kein wirklicher Fortschritt feststellbar

3:3 in Frankfurt, 0:0 in Bukarest, auch auf die Gefahr hin, mich hier ständig zu wiederholen: Es ist keine echte Weiterentwicklung bei den Knappen zu beobachten.

Commerzbank-Arena Frankfurt Waldstadion 2006
Die Commerzbank-Arena in Frankfurt 2006

Eher im Gegenteil: Es drohen Stagnation oder gar Rückschritte. Und das ausgerechnet in einer (wieder einmal) entscheidenden Phase der Saison.

Morgen gegen Stuttgart, dann im Pokal gegen Hoffenheim, beim Tabellennachbarn in Gladbach und schließlich das entscheidende Champions-League-Spiel gegen Basel: Es werden die Weichen für den weiteren Verlauf der Spielzeit gestellt.

Können die Schalker in der Bundesliga oben dabei bleiben? Ist ein Überwintern in der europäischen Königsklasse und im DFB-Pokal noch möglich?

Weiterlesen…

Einfluss eines Mindestlohns auf das allgemeine Gehaltsgefüge

Auch wenn man sich so gar nicht für die Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn oder allgemein eine angemessene Grundsicherung erwärmen kann, weil man der Ansicht ist, dass diese „armen Schlucker“ ein höheres Einkommen nicht verdient haben, sollte man vielleicht einmal inne halten und diesen Gedanken richtig zu Ende führen.

Denn sicherlich gibt es in einer Gesellschaft die eine oder andere Ansicht darüber, wie letztlich „Gerechtigkeit“ auszusehen hat. Was die einen als berechtigten Anspruch verstehen, sehen andere wiederum als falsch verstandenes Mitleid oder empfinden gar Neid aufgrund dieser als ungerecht verstandenen „Bevorteilung“.

Weiterlesen…

Die deutsche Wiedervereinigung: erneutes Auftauchen des Transferproblems – Teil 2

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 betrat ein altes, fast vergessenes ökonomisches Phänomen wieder die wirtschaftspolitische Bühne: das Transferproblem.

Die deutsche Vereinigung vor dem Reichstag in Berlin 1990

Im ersten Teil dieser kleinen Serie habe ich mich bereits mit dem erstmaligen Auftauchen dieses Paradoxons in Form der Reparationsforderungen an das damalige Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Die Unlösbarkeit dieses Transferproblems hatte damals entscheidenden Einfluss auf das Abgleiten Deutschlands in die Depression der Wirtschaftskrise und die darauffolgenden dunklen Jahre der Nazizeit.

Weiterlesen…