
Ein Kommentar dazu:
Beeindruckend. Was in aller Welt ist 1980 bloß passiert?
Oh! Reagan.
Schulden werden umgangssprachlich meist mit Verbindlichkeiten gleichgesetzt, also mit Rückzahlungsverpflichtungen von natürlichen oder juristischen Personen gegenüber Dritten.
In der Ökonomie gilt der Grundsatz, dass den Schulden Vermögen in gleicher Höhe gegenüberstehen.
Das EU-Establishment muss zur Rechenschaft gezogen werden, um sich für die Euro-Krise, die Austeritätspolitik, die die Rezession in eine Depression verwandelt hat, die galoppierende Ungleichheit und die Millionen von Arbeitslosen zu verantworten.
Die EU-Sparpolitik führte zu verständlicher und rechtschaffener Wut – aber auch zu hässlichen rechtsextremen politischen Bewegungen, die die Frustration ausnutzen, die solche Sparmaßnahmen unweigerlich mitbringen. Letztlich unterstreicht dies die Bedrohung der Gesellschaft durch Austeritätspolitik und Massenarbeitslosigkeit.
Wenn politische Entscheidungsträger etwas Geld in die Wirtschaft injizieren – sei es durch eine Steuersenkung, eine Ausweitung eines Sozialversicherungsprogramms wie etwa der Arbeits-losenversicherung oder durch eine Kreditausweitung durch Senkung der Zinssätze – wie bereitwillig wird dieses Geld dann wohl ausgegeben?
Es hängt teilweise davon ab, wer das Geld bekommt. Aber wie sollten die Politiker fest-stellen, welche Haushalte denn nun den größten Teil dieses zusätzlichen Geldes wieder ausgeben werden?
ZURÜCK AUS DEM ARCHIV aus aktuellem Anlass: auch für die derzeitige TARGET2-Debatte bleibt dieser vor drei Jahren geschriebene Beitrag weiterhin akut wichtig.

Das Prinzip der TARGET2-Salden ist nicht ganz einfach zu verstehen. Auch Wikipedia hilft da nicht recht weiter, weil deren Beitrag hauptsächlich von den (falschen) Ansichten von Hans-Werner Sinn geprägt ist, worauf aber nur in der etwas anderen englischen Version hingewiesen wird. Selbst die Bundesbank sorgte mit einer nebulösen Erläuterung eher für weitere Verwirrung denn für echte Aufklärung.
Eine Änderung der makroökonomischen Politik wird nicht ausreichen, um Argentinien auf einen Weg der umfassenden und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung zurückzuführen. Doch wie der Währungsschock des letzten Monats gezeigt hat, wäre es ein notwendiger Schritt, den von der Regierung von Präsident Mauricio Macri seit Ende 2015 verfolgten Ansatz aufzugeben.

Der Devisenschock, welcher Argentinien im vergangenen Monat traf, überraschte viele. Tatsächlich hat eine Reihe von riskanten Wetten, die die argentinische Regierung im Dezember 2015 begonnen hat, die Anfälligkeit des Landes erhöht. Unklar war, wann Argentiniens Wirtschaft auf die Probe gestellt werden würde. Als der Test dann kam, scheiterten Land und Regierung.

…Die Kernidee jeder marktwirtschaftlichen Ordnung ist es, dass den Ersparnissen der privaten Haushalte, die Ausdruck privater Vorsorge sind, jederzeit und ohne jede Verzögerung eine Investitionstätigkeit gegenübersteht, die aus dem heute nicht verbrauchten Teil des Einkommens eine sichere Einkommensquelle für die Zukunft macht.
…
Es ist buchstäblich quälend peinlich unseren politischen Führer dabei zuzusehen, wie sie versuchen, die Art und Weise, wie wir als kollektive Gesellschaft Steuern auf uns selbst erheben zu überdenken und umstrukturieren.

Es erscheint fast so, als würde man einem Familienmitglied zuschauen, das mit einer psychischen Krankheit zu kämpfen hat: Die Dämonen, mit denen gerungen wird, sind imaginär – und doch haben sie irgendwie die greifbare Kraft einer Betonwand.
Bevor es für immer aus unserer Wahrnehmung verschwindet – was die schnelle Zunahme der Smartphone-Kommerzialisierung im nächsten Jahrzehnt vermuten lässt – sollten wir genau prüfen, sowie eine Bestandsaufnahme machen und vollständig versuchen zu verstehen, was dieses Stück Papier ist, welches wir einen US-Dollar nennen.

Oder eben diesen Fünf-Dollar-Schein, den ich zur Vorbereitung auf diesen Beitrag aus meiner Brieftasche gezogen habe. Es spielt dabei allerdings keine Rolle, welchen Schein wir wählen: Sie haben alle die gleichen grundlegenden Informationen, die unauslöschlich auf ihr dauerhaft gefertigtes Baumwoll-Leinen-Gewebe gedruckt sind.
Alles, was wir wissen, ist nicht nur falsch – es ist schlicht verkehrt herum. Wenn Banken Kredite vergeben, schaffen sie Geld.

Denn Geld ist eigentlich nur ein IOU (Schuldschein). Die Rolle der Zentral-bank besteht letztlich darin eine Rechtsordnung zu garantieren, die den Banken das ausschließliche Recht einräumt, Schuldscheine bestimmter Art zu schaffen, welche von der Regierung durch ihre Bereitschaft, sie als Steuern anzunehmen als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt werden.
Hintergründe dazu in meinen Blogbeiträgen Das Ende des republikanischen „Trickle-Down“-Experiments in Kansas, Mehr über den Kollaps der Beschäftigung in Kansas und Kansas verliert langsam die Geduld mit den Steuersenkungen von Gouverneur Brownback sowie Kansas: Der Kollaps eines republikanischen Experiments.