Zweiter Sieg im zweiten Spiel: So kann es weiter gehen

So etwas nennt man einen gelungenen Rückrunden-Auftakt:
Auch die zweite Begegnung nach der Winterpause konnte der S04 siegreich gestalten. Gegen einen starken VfL Wolfsburg gab es einen etwas schmeichelhaften, am Ende aber nicht unverdienten 2:1-Erfolg.

FC Schalke 04

Da reibt man sich als Schalke-Fan doch etwas verwundert die Augen.
Vor Weihnachten noch belegten die Blau-Weißen einen eher unbefriedigenden siebten Tabellenrang, die Qualifikation für die Champions League schien schon fast außer Reichweite.

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Say’s Law: Der große Irrglaube der Angebotstheoretiker

Um zum Wachstum zurückzukehren, brauchen wir eine Angebotspolitik. Diese stimuliert auch die Nachfrage.

François Hollande auf einer Pressekonferenz am 14.01.2014

François Hollande - meeting PS de Besançon (10-04-2012) - 1

Nun ist also passiert, was manche Beobachter seit einiger Zeit erwartet hatten. Mit den obigen Worten kündigte Frankreichs Präsident François Hollande Mitte Januar eine Wende in seiner Wirtschaftspolitik an. Es soll ab jetzt ein unternehmerfreundlicherer Kurs für mehr Wachstum sorgen und die Arbeitslosigkeit senken:
Frankreichs Präsident: Hollande entlastet Arbeitgeber um 30 Milliarden Euro
Die Konzentration auf eine wirtschaftsfreundliche Politik soll demnach also auch die Nachfrage anregen.

Woher kennen wir aber diesen Satz?

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Über die Unterschiede einzel- und gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge

„Private Laster, öffentliche Vorteile“
Mit diesem Untertitel veröffentlichte der Niederländer Bernard Mandeville bereits 1705 seine vieldiskutierte Streitschrift „The Fable of the Bees: or, Private Vices Publick Benefits“, in der er die provozierende These aufstellte, dass nicht die Tugend, sondern das Laster der eigentliche Ursprung des Gemeinwohls sei.

Die in diesem Buch erstmals bekannt gewordene Ansicht, dass für Gesamtheiten in der Wirtschaft manchmal etwas ganz anderes gilt als für die einzelnen Teile dieser Gesamtheit, wird noch heute als das Mandeville-Paradox bezeichnet und stellt einen wichtigen Grundsatz der ökonomischen Wissenschaften dar.

The Fable of the Bees, by Bernard Mandeville (title page)

Doch Mandeville beschränkte seine Aussagen nur auf einen ganz besonderen Fall, den Wolfgang Stützel so charakterisierte:

Wenn ein einzelner lasterhaft seine Ausgaben vermehrt, vermindert er damit seine Möglichkeiten, weitere Ausgaben zu machen, verkleinert er sein Geldvermögen und erscheint als Verschwender.
Wenn aber alle sich so verhalten, schaffen sie gerade durch die vermehrten Ausgaben sich wechselseitig auch vermehrte Einnahmen und damit auch schon die Möglichkeit zu weiteren höheren Ausgaben.

Stützel: Volkswirtschaftliche Saldenmechanik (1978), S. 16

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Andre Greipel gewinnt zwei Etappen bei der Tour Down Under

Weithin unbemerkt von den deutschen Medien endete am vergangenen Wochenende im fernen Australien die erste Rundfahrt der neuen Radsport-Straßensaison 2014.
Am letzten Tag der Tour Down Under feierte dabei der deutsche Radprofi Andre Greipel seinen zweiten Tagessieg bei diesem Rennen.

André Greipel 2010

Doch selbst dem Radsport-Spartensender Eurosport war dieses Ereignis keine laufenden Bilder wert. Die Live-Übertragungen des europäischen Gemeinschaftssenders werden erst Anfang März mit Paris-Nizza beginnen.

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Erfolgreicher Rückrundenauftakt des S04

Na also, es geht doch! Warum aber nicht öfter so?
Das waren die Gedanken, die mir beim 3:0-Sieg der Schalker beim Hamburger SV so als Erstes durch den Kopf gingen.

HSH Nordbank Arena

Sicherlich, gestützt auf einen wieder einmal überragenden Jefferson Farfan, einen gewohnt treffsicheren Rückkehrer Klaas-Jan Huntelaar und einen spielfreudigen Max Meyer lieferte der S04 eines seiner wohl besten Saisonspiele zum Auftakt der Rückrunde ab und gewann auch in der Höhe völlig verdient.

Doch bevor man nun kollektiv (wie so oft) in blau-weiße Euphorie verfällt, sollte doch noch die Kirche im Dorf gelassen werden.
Der Erfolg beim HSV ähnelt meiner Ansicht nach sehr dem 2:0 am 4.Spieltag gegen Bayer Leverkusen.
Auch damals deutete eigentlich alles daraufhin, dass man nun die Krise zu Saisonbeginn hinter sich lassen könne und die tatsächliche Leistungsstärke der mit Kevin-Prince Boateng und Dennis Aogo noch kurzfristig verstärkten Mannschaft gesehen habe.

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Alternative Wirtschaftstheorie – Teil 6: der beschäftigungs- politisch optimale Zins

Nachdem ich in Teil 5 dieser Serie die Auswirkungen von Zinsveränderungen auf den Umfang und die Art der Investitionen erläutert habe, geht es nun weiter mit dem Versuch der Feststellung, welcher Zins als „richtig“ oder „normal“ angesehen werden kann.

Bundesarchiv Bild 183-1990-1001-001, Nordhausen, Kurzarbeit / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Unbestritten ist wohl die Ansicht, dass dies der Zins sein sollte, der die Investitionen auf das als richtig angesehene Ausmaß mehr oder weniger automatisch „steuert“.
Da stellt sich nun natürlich als erstes die Frage: Was aber ist vor allem im Hinblick auf das Beschäftigungsvolumen das richtige Maß an Investitionen?

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Alternative Wirtschaftstheorie – Teil 5: Zins, Investition und Beschäftigung

Für die Untersuchung der Bedeutung eines unabhängig gegebenen Zinses auf Investitionen und Beschäftigungsvolumen erweiterte Wilhelm Lautenbach das aus dem ersten Teil dieser Serie bekannte Modell um den Einfluß eines ebensolchen Zinssatzes.

Frankfurt EZB-Neubau by Epizentrum (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Weiterhin betrachtete er dabei die bisher als ebenfalls unabhängig angenommene Spartätigkeit der Nichtunternehmer genauer.
Ziel der Untersuchung sollte die Beantwortung der Frage sein, wie hoch der Zins sein müßte, um die Unternehmer zu Investitionen in der für die optimale Beschäftigung notwendigen Größenordnung zu veranlassen.

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Rückkehr aus dem Trainingslager: Außer Spesen nichts gewesen?

Nun sind sie also seit Montag wieder zurück aus dem Trainingslager in der Aspire Academy for Sports Excellence in der Nähe von Doha.
10 Tage lang haben sich die Schalker Spieler und das Trainergespann um Jens Keller in Katar intensiv auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vorbereitet.

Jan Kirchhoff by Christophe95 (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Was aber hat es denn nun gebracht, das Vorbereitungs-Camp in der arabischen Wüste? Gab es neue Erkenntnisse, wie man schwankende Leistungen der Blauen wie im bisherigen Saisonverlauf zukünftig verhindern will?
Konnten verletzte Spieler wieder zurück in die Mannschaft geführt werden? Sind Änderungen oder Verbesserungen im Spielsystem erkennbar?
Und nicht zuletzt, wie sehen denn nun die Aussichten für den Rest der Saison, besonders was das Erreichen der Champions League angeht, konkret aus?
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Alternative Wirtschaftstheorie – Teil 4: Die Zusammenhänge zwischen Investieren und Sparen

In den bisherigen Beiträgen (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) wurde folgende These von Wilhelm Lautenbach nachvollzogen:

Die bisherigen Ausführungen haben erwiesen, daß die Gesamtmasse des Unternehmergewinnes jeweils eindeutig bestimmt wird positiv durch den Aufwand für Investitionen und den Eigenverbrauch der Unternehmer, negativ durch die Ersparnisse der Nichtunternehmer. Diese Beziehung wird verwirklicht durch den Preismechanismus. Die Preise sind unter dem Einfluß dieser gegensätzlich wirkenden Faktoren so eingestellt, daß der Unternehmergewinn in der angegebenen Höhe als Differentialgewinn erzielt wird.

Lautenbach: Zins, Kredit und Produktion (1952), S. 32

Zur Verdeutlichung dieses Sachverhaltes ziehen wir wieder das Schaubild der Kostenaufteilung der Produktion der Verbrauchsgüterindustrie zu Rate:

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
(Abbildung selbst erstellt)

Dabei zeigt sich, dass die Gesamtmasse des Unternehmergewinns, der erzielt werden muss, damit die Grenzproduzenten gerade noch existieren können, abhängig ist von dem Verlauf der Gesamtangebotskurve. Je steiler diese ist, desto größer fällt dieser aus, je flacher, desto geringer muss der Unternehmergewinn sein.

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„Konsumrausch“ endet (mal wieder) als Neujahrs-Kater

Im Übrigen werde das deutsche Wirtschaftswachstum bereits maßgeblich von der Nachfrage im Inland getragen.

Zeit-Online: US-Finanzminister Lew kritisiert deutsche Handelsüberschüsse

Ganz lapidar und mit größter Selbstverständlichkeit bringt auch ZEIT-ONLINE im letzten Satz des obigen Artikels die steigende Inlandsnachfrage als Standardargument gegen die immer weiter zunehmende internationale Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen.

Entwicklung des Einzelhandelumsatzes 2006-2013

Doch leider ist es ausgerechnet das Statistische Bundesamt, welches mit einer Pressemitteilung zum Einzelhandelsumsatz 2013 diese Behauptung größtenteils als „heiße Luft“ enthüllt.

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