Erkenntnisse durch die Berechnung von Arbeitsvolumen und Vollzeitäquivalenten

Eine Grundlage des sogenannten deutschen „Jobwunders“ ist die Wahrnehmung von Arbeitsmarktdaten in der Form von Kopfzahlen der Erwerbstätigen sowie der Erwerbs- und Arbeitslosen. Bei dieser Art der Datenerfassung geht es vor allem um Indikatoren, bei denen jede einzelne betroffene Person gleich gezählt wird.

Jahresarbeitsvolumen und Zahl der Erwerbstätigen 1991 - 2013
mit freundlicher Genehmigung von www.sozialpolitik-aktuell.de

Doch ist eine solche Messung reiner Kopfzahlen überhaupt noch zeitgemäß, wenn sich der Arbeitsmarkt in Wirklichkeit immer weiter von der reinen Vollbeschäftigung der Erwerbskräfte entfernt?

Weiterlesen…

Mein nachlassendes Interesse am Radsport

Es wird sicherlich schon so manchem Leser aufgefallen sein, dass die Beiträge zum professionellen Radsport in diesem Blog in letzter Zeit immer seltener geworden sind, bzw. über den Giro de Italia und die Tour de France gar nicht mehr geschrieben wurde.

Martin Elmiger bei der Tour de France 2014. Free Image Spielvogel. No copyright.

Das hat natürlich seine Gründe. Einer davon ist einfach ein spürbar geringer werdendes Interesse meinerseits. Habe ich in früheren Jahren so ziemlich jedes Radrennen, das auf Eurosport übertragen wurde, versucht zu sehen oder zumindest aufzunehmen, so ist mir das mit der Zeit immer weniger wichtig geworden.

Weiterlesen…

Saisonbilanz 2013/2014 – Einzelbewertungen Teil 4

Die Benotungen für das offensive Mittelfeld mit einem Ausblick auf die kommende Saison:

Julian Draxler als Nationalspieler beim WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich

Julian Draxler
Als Weltmeister steigt Julian Draxler nach seinem wohlverdienten Urlaub wieder in das Vorbereitungstraining des S04 ein. Nach einer eher durchwachsenen Saison war das so nicht wirklich zu erwarten.
Doch sollte man dabei berücksichtigen, dass er lediglich ein Spiel in Brasilien absolvierte, und dabei auch erst zum Einsatz kam, als das Viertelfinale gegen den Gastgeber längst entschieden war.

Weiterlesen…

Sommerurlaub an der Ostsee

Nach erfolgreicher Genesung von meiner Nierenerkrankung geht es nun zur Erholung in den Sommerurlaub nach Prerow an die Ostsee.

urlaub-0016.gif von 123gif.de

Obwohl wir dort WLAN haben, weiss ich noch nicht genau, ob ich dort ein wenig zum Schreiben kommen werde.

In jedem Fall geht es nach dem Urlaubsende dann Anfang August hier weiter.

Gegen den Mainstream: die Ökonomie des Josef Steindl

Einer derjenigen Volkswirte, die sich vor allem auch mit den Auswirkungen von Wirtschaftskrisen beschäftigten, war der hierzulande nahezu unbekannte Josef Steindl.

Der Österreicher zählte zu den umtriebigsten Wissenschaftlern des sogenannten Postkeynesianismus, einer ökonomischen Schule, die sich vor allem mit der Weiterentwicklung der Ideen von John Maynard Keynes beschäftigte.

A view from the Member's Gallery inside the NYSE

In seinen ersten Jahren am Institut für Konjunkturforschung, dem heutigen Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) lernte Steindl ebenso wie viele andere die ökonomische Theorie unter dem Einfluss der Neoklassik sowie der sogenannten Österreichischen Schule. Doch schon frühzeitig änderte sich seine Sicht der wirtschaftlichen Zusammenhänge, als er erstmals mit der damals neuen Strömung des Keynesianismus in Kontakt trat, maßgeblich aufgrund eines Seminars von Gerhard Tintner über die „Allgemeine Theorie“ von J. M. Keynes.

Weiterlesen…

Konjunkturelles Strohfeuer schon wieder erloschen?

Am Montag erhielt der schier uneingeschränkte aber wenig belegte Glaube der Mainstream-Medien an den nicht enden wollenden wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einen ersten herben Dämpfer: Konjunktur: Produktion in Deutschland sinkt überraschend stark.

Statistik: Veränderung der Produktion im produzierenden Gewerbe zum Vormonat (preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt) von Oktober 2019 bis Oktober 2020 | Statista

Anstelle vieler Worte sollen hier einmal die Bilder für sich sprechen, wer mehr lesen will, sei an den Blog WeitwinkelSubjektiv verwiesen.

Weiterlesen…

Der amerikanische Bürgerkrieg 1861 bis 1865 – die Folge einer verfehlten Krisenpolitik?

Bekanntlich endete die erste Weltwirtschaftskrise von 1857 nach nur wenigen Jahren vor allem deshalb, weil in vielen Ländern die Löhne während und nach der Krise entgegen heutiger Annahmen gerade nicht in gleichem Maße dem Absinken der vorher spekulationsbedingt hohen Preise folgten oder diese noch unterboten.

Photograph of the field at Antietam, American Civil War. Confederate dead by a fence at the Hagerstown Turnpike

Der Historiker Hans Rosenberg beschrieb in seinem Werk Die Weltwirtschaftskrise 1857–1859, Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Auflage Göttingen 1974 (1. Auflage Stuttgart 1932), wie die Krise vor allem wegen der Konsumausgaben der Verbraucher, die aufgrund der erhaltenen Kaufkraft ihrer Löhne einen Zusammenbruch der Verbrauchsgüterindustrie weitestgehend verhinderten, relativ zügig überwunden werden konnte.

Doch nicht alle Staaten folgten dieser wirtschaftlichen Logik, mit der Nachfragesteigerung nach Fertiggütern und dank gleichzeitigem Anziehen der Preise auch die heimische Investitionsgüterindustrie wieder anzukurbeln und so der Stagnierungs- und Schrumpfungsgefahr der Wirtschaftskrise zu entgehen.

Weiterlesen…