Leistungsbilanz und Kapitalbilanz – wer dominiert?

Eine der umstrittenen Fragen der verschiedenen Schulen der Volkswirtschaftslehre ist die nach der Dominanz von Kapital- oder Leistungsbilanz.

Cumulative Current Account Balance
Leistungsbilanz (Kumulierte Leistungsbilanzsalden 1980 bis 2008):
grün = positiv, rot = negativ, grau = keine Daten

Bei wikipedia liest sich das in etwa so:
Betrachtet man die Problematik der Kausalität dieser beiden wichtigen ökonomischen Kenngrößen im Sinne einer Beziehung von Ursache und Wirkung, so stellen sich zwei mögliche Sichtweisen dar:
Exporterfolge führen zu einer negativen Kapitalbilanz, niedrigen Nettoinvestitionen und daraus folgend zu schwachem Wachstum.
Oder entgegengesetzt:
Der Abzug von Kapital führt zu geringer Inlandsnachfrage und zugleich erhöhter Auslandsnachfrage. Der Absatz folgt der Nachfrage und erzeugt damit Exportüberschüsse. Die Nettoinvestitionen bleiben gering, ebenso wie das Wachstum…
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Warum sollte die Inflation in der EURO-Zone in die Lohnerhöhungen mit einfließen?

Nun, um diese Frage wirklich richtig beantworten zu können, müsste man ganz weit zurück gehen und sich die entscheidenden Fragen stellen:

Europäische Wirtschafts- und Währungsunion-2013
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU 2013)

Warum treten Länder eigentlich einer Währungsunion bei? Aufgrund politischer Entwicklungen, wie es so gern kolportiert wird? Oder weil man den Bürgern das Geldwechseln ersparen möchte? Oder weshalb sonst?

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Aufruf: Europa geht anders

Dieser Aufruf dürfte diejenigen interessieren, die die Eurozone noch nicht ganz abgeschrieben haben. Da die dort publizierten Inhalte zu einem Großteil auch meiner Ansicht zum Stand der Dinge in der Eurokrise entsprechen, habe ich den Aufruf bereits unterzeichnet…


Aufruf: Europa geht anders

Zitat aus dem Aufruf:
Aufruf: Europa geht anders!
Demokratie und Soziale Sicherheit in Europa statt weiterer Sozialabbau durch „Wettbewerbspakt“!

Europa kommt nicht aus der Krise. Die Menschen in Europa befinden sich in der Mitte eines verlorenen Jahrzehnts. Mit jedem Jahr seit Krisenbeginn verschlechtern sich die Nachrichten. Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union erreicht Rekordniveaus: 26 Millionen Menschen haben keinen Arbeitsplatz, rund 10 Millionen mehr als vor der Finanzkrise. Monat für Monat steigt die Zahl der Erwerbslosen um fast 200.000.

In Spanien und Griechenland beträgt die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen bereits fast 60 Prozent. In den meisten Ländern sinken seit Jahren die Reallöhne. In Zahlen lässt sich das damit verbundene menschliche Elend nicht fassen: In Athen sind hunderttausende Menschen auf Suppenküchen angewiesen, in Spanien kommt es trotz leerstehender Wohnungen zu massenhaften Zwangsräumungen. Heizen können sich viele Menschen im Winter nicht mehr leisten. Das sind Verhältnisse, die in Europa als längst überwunden galten!

Die Krise, die Europa erfasst hat, kam nicht überraschend. Sie ist das Ergebnis einer neoliberalen Politik, die auf den Wettbewerb der Staaten, Marktgläubigkeit und eine weitgehend unregulierte Finanzindustrie setzte. Das Vertrauen auf die Überlegenheit der Märkte hat sich als kolossaler Irrtum erwiesen. Die kontinuierliche Umverteilung von unten nach oben hat in eine Sackgasse geführt. Angewachsen sind riesige Privatvermögen einerseits und (Einkommens-)Armut, ungesicherte Arbeitsverhältnisse, Ausbeutung und wachsende Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite.

Ich möchte diesen Aufruf hier ausdrücklich empfehlen und weise noch einmal darauf hin, dass ich ihn selbst auch unterstütze…

Ich blogge, also bin ich…

Hhmm ok, die Überschrift ist nun nicht gerade originell und wohl auch nicht besonders gut. Aber was soll’s, für den ersten Beitrag in meinem Blog reicht es gerade noch. Was aber will ich dann hier demnächst mitteilen?

WordPress 10th anniversary

Nun, in erster Linie soll es hier um meine Interessen und Hobbies gehen…
Ich werde also einfach mal alles notieren, was mir dazu so durch den Kopf geht, vielleicht liest es ja dann doch jemand. Und wenn nicht, ist das hier zumindest noch als eine Art Gedankenstütze zu gebrauchen; wie oft wäre man doch froh, wenn man seine Einfälle irgendwie auf’s Papier gebracht hätte.

Ach ja, meine Hobbies…als da wären:

Immer noch der Radsport, allerdings längst nicht mehr so intensiv wie früher, aber ich schaue doch noch nach Möglichkeit häufig die Übertragungen auf Eurosport, aber das Rennrad hängt zur Zeit vor allem am Nagel.

Seit etwa 2010 vor allem die intensive Beschäftigung mit der Ökonomie, Geldtheorie und Volkswirtschaftslehre, vor allem weil ich damals nicht verstehen konnte, wieso die Weltwirtschaftskrise 2007 so unerwartet und unvorhergesehen über uns hereinbrechen konnte, und nur eine Minderheit der Ökonomen davor gewarnt hatte.

Ich habe seitdem eine Menge Beiträge, Artikel und Bücher dazu gelesen und ausgiebig studiert und kann heute sagen, dass ich mir eine eigene Meinung dazu gebildet habe, die das Ergebnis langer Überlegungen darstellt und meiner Ansicht nach in sich logisch und konsistent ist.

Sie beruht vor allem auf den Erkenntnissen der bei uns leider schon lange vergessenen Ökonomen Wilhelm Lautenbach und Wolfgang Stützel zur volkswirtschaftlichen Kredit- bzw. Saldenmechanik, die heute hauptsächlich nur noch von Heiner Flassbeck vertreten wird. Dieser Blog dient aber auch der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Lehren (und Irrlehren) der Ökonomie, ihren Dogmen und Ideologien.

Dabei sollen die einzelnen Beiträge nicht unbedingt immer tagesaktuell sein, sondern eher meine momentanen Gedanken zu den verschiedenen Themen wiederspiegeln. Sie nützen mir daher vor allem selbst als eine Art Online-Tagebuch, in dem es vor allem um die logische Schlüssigkeit verschiedener Argumente geht.

Deshalb werde ich auch hin und wieder Beiträge anderer Blogs kommentieren oder übersetzen, da gerade im Bereich der Ökonomie vieles von anderen bereits aufgegriffen wurde und man das Rad nicht stets neu erfinden muss.

Ich hege zwar nicht die Ansicht, in Wirtschaftsdingen unfehlbar zu sein, doch die in Deutschland weit verbreitete klassische Theorie sowie der darauf basierende Neoliberalismus sind es noch weniger.