Die unbegrenzte finanzielle Leistungsfähigkeit währungs-emittierender Regierungen

Die politischen Reaktionen auf die COVID-19-Pandemie, ähnlich wie die politischen Reaktionen auf die globale Finanzkrise und die große Rezession vor einem Jahrzehnt enthalten für jeden, der sie lernen möchte einige klare makroökonomische Lehren:

United states currency
Währung der Vereinigten Staaten von Amerika

1. Eine währungsausgebende Regierung sieht sich keinen Einnahmenbeschränkungen gegenüber.
2. Eine währungsausgebende Regierung bestimmt die Bedingungen, zu denen sie Schulden emittiert.

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Erhöhen Unternehmenssteuersenkungen das Wachstum der Wirtschaft?

Die Frage, ob Unternehmenssteuersenkungen das Wirt-schaftswachstum ankurbeln, beschäftigt die Forschung seit langem. Sie spielt auch in aktuellen wirtschaftspolitischen Debatten eine gewichtige Rolle.

Mainz.BioNTechSE.20200731
Firmensitz von BioNTech, einem deutschen Unternehmen

Zum einen in der Frage, wie das Wirtschaftswachstum nach der COVID-19-Pandemie erhöht werden kann: Hier fordern Parteien in mehreren europäischen Ländern Steuersenkungen für Unternehmen – wie etwa die FDP im aktuellen Wahlkampf zu den im September anstehenden Bundestagswahlen in Deutschland.

Zum anderen ist die Frage nach den Wachstumseffekten von Unter-nehmenssteuern auch in der aktuellen Debatte um die Einführung einer Mindeststeuer für multinationale Unternehmen von Bedeutung:

Während VertreterInnen der US-Regierung argumentieren, die Wachstumseffekte von vorangegangenen Steuersenkungen seien ohnehin oft übertrieben dargestellt worden, hält die andere Seite dem entgegen, dass eine Mindeststeuer sich negativ auf Wachstum und Beschäftigung auswirken werde.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die prominente Rolle, die Unter-nehmenssteuersenkungen in wirtschaftspolitischen Debatten um eine Steigerung des Wirtschaftswachstums immer wieder spielen, überzogen ist.

Senkungen der Unternehmenssteuern mögen in den letzten Jahrzehnten den internationalen Steuerwettbewerb stimuliert haben, das Wirtschafts-wachstum aber eher nicht.

aus Ökonomenstimme: Erhöhen Unternehmenssteuersenkungen das Wirtschaftswachstum?

Aus „J. M. Keynes, 1933 – Eine monetäre Theorie der Produktion“

Meiner Meinung nach liegt der Hauptgrund warum das Problem der Krisen ungelöst ist, oder jedenfalls warum diese Theorie so unbefriedigend ist in dem Mangel an etwas, was man eine monetäre Produktionstheorie nennen könnte.

Currency, Money,before Euro
Verschiedene Geldscheine und -münzen

Die Unterscheidung, die normalerweise zwischen einer Tauschwirtschaft und einer Geldwirtschaft getroffen wird hängt von der Verwendung des Geldes als zweckdienliches Mittel zum Tausch ab – als ein Instrument von großer Bequemlichkeit, aber vorübergehend und neutral in seiner Wirkung.

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Baumwolle und die Sklaverei in Antebellum Amerika

Die Sklaverei war für den Baumwollboom der Vereinigten Staaten notwendig, weil das Produktivitätsniveau nicht hoch genug ausfiel, um freie Arbeitskräfte anzuziehen.

Cotton pickers and overseer around 1850
Baumwollpflückende Sklaven und berittener Aufseher, Südstaaten der USA ca. 1850

Die vorherrschende Ansicht unter Wirtschaftshistorikern ist, dass die amerikanische Sklaverei ein unnötiges Übel war: nichts Gutes kam damit herum für die Entwicklung der Vereinigten Staaten nach der Unabhängigkeit.

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‎Über die Verkündigungen neoliberaler Ökonomen…‎

Neoliberale Ökonomen verkünden allen, ob sie es regelmäßig hören wollen oder nicht, dass diejenigen, die reich und mächtig sind, beides verdienen und mehr aufgrund ihrer größeren Intelligenz, ihres Engagements, ihrer Weitsicht und ihres Wettbewerbsgeistes.

Sie bestreiten, dass Vorurteile jeglicher Art, Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Politik usw. bei solchen Bestimmungen eine Rolle spielen. In Anlehnung an den Witz des alten Groucho Marx möchten diese Ökonomen, dass wir eher ihrer Theorie als unseren Augen glauben.

Unsere eigenen Erfahrungen sowohl als „formale“ Wissenschaftler als auch in alltäglichen Interaktionen zwingen uns jeden Tag dazu, uns vielen Fällen zu stellen, in denen diese und viele andere Vorurteile unsere Lebenschancen bestimmen und wer und was wir werden. Was macht das aus neoliberalen Ökonomen?

Bestenfalls idiotische Gelehrte. Im schlimmsten Fall aber vor allem gefährliche Lügner und Propagandisten.

50 Jahre Steuersenkungen für Reiche sind laut Studie nicht nach unten durchgesickert

Steuersenkungen für Reiche werden seit langem von konservativen Gesetzgebern und Ökonomen unterstützt, die argumentieren, dass solche Maßnahmen mittels „trickle down“ letztendlich Arbeits-plätze und Einkommen für alle anderen ankurbeln werden.

President Ronald Reagan addresses the nation from the Oval Office on tax reduction legislation
US-Präsident Ronald Reagan erläuterte in einer Fernsehansprache
im Juli 1981 seine beabsichtigten Steuersenkungen

Doch eine neue Studie der London School of Economics sagt aus, dass ca. 50 Jahre solcher Steuer-senkungen nur einer Gruppe geholfen haben – den Reichen.

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Flugzeugabstürze sind keine „übertriebenen Landungen“: einige Hinweise zur Hyperinflation in Simbabwe

Vítejte v Zimbabwe - panoramio
Grenzübergang nach Simbabwe bei Kazungula, Botswana

Einige Anmerkungen zur jüngeren Geschichte von Simbabwe:

1890/1893 fällt die British South Africa Company in Mashonaland/Matabeleland ein und bildet damit die Grundlage für die Kolonie Südrhodesien. Dies schafft einen Drei-Wege-Konflikt, der die Politik der Region für ein Jahrhundert prägen wird.

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Die falsche Erinnerung an die Weimarer Republik

Die historischen Wurzeln des geldpolitischen Diskurses in Deutschland richtig und historisch korrekt zuordnen:

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Arbeitslosigkeit während der Weimarer Republik

Viele Deutsche stehen der Geldpolitik der EZB der letzten Jahre sehr skeptisch gegenüber. Um diese Skepsis zu erklären, verweisen Experten häufig auf die kollektive Erinnerung an die Hyperinflation in den frühen 1920er Jahren in Deutschland.

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„Wie geht es der Wirtschaft?“

Wenn Sie vor 100 Jahren jemanden gefragt hätten: „Wie geht es der Wirtschaft?“, so hätte er nicht gewusst wovon Sie sprechen. Zu dieser Zeit wurde über Dinge wie Bankenpanik, den nationalen Wohlstand und den Handel gesprochen.

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Arbeitslose Wanderarbeiter entern einen Zug, ca. 1933 in Kanada

Aber laut Zachary Karabell wurde dieses Ding, das wir Wirtschaft nennen – dieses Ding, das wir ständig mit bestimmten Zahlen messen – erst im 20. Jahrhundert wirklich erfunden. Insbesondere um 1930. „Es wurde wegen der Weltwirtschaftskrise erfunden“, so Karabell in seinem Buch „The Leading Indicators“. Er schreibt:

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