History: Die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen an die Gewerkschaften – Teil 1: Festlegung der Lohnsätze und Arbeitszeiten

Zum 10-jährigen Bestehen dieses Blogs möchte ich gern eine kleine Artikel-Serie über die eigentlichen Aufgaben der Gewerkschaften wiederholen, und damit auch einige der Hauptliegen meiner Publikationen:

Hamburg 1. Mai 2014 01
Tag der Arbeit 1. Mai 2014 – Ver.di-Demonstration in Hamburg

Eine schon vor Jahren vom IWF vorgestellte Studie thematisierte den sinkenden Einfluss der Gewerkschaften in den Industrieländern und analysierte ihre Schwächen bei den Versuchen, eine gerechtere Einkommensverteilung zu erreichen.

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Dieser Beitrag altert nicht: Die Belohnungen fürs harte Arbeiten sind zu mächtig für Keynes‘ Visionen

Der berühmte Ökonom John Maynard Keynes lag schon richtig mit seiner Annahme, dass es uns heute besser geht als den Menschen in seiner Epoche, doch nur auf Kosten unserer Freizeit.

Keynes 1933
John Maynard Keynes im Jahre 1933

Lange Arbeitszeiten zahlen sich in finanzieller Hinsicht aus, bedeuten aber auch, dass wir weniger Zeit für sonstige Beschäftigungen haben.

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Nicht zu vergessen: Eine Parabel für die neue Dekade

„Eines Abends an einem Dezembertag 2022 sind mehrere Observatorien des Inter-nationalen Asteroidenwarnnetzwerks verblüfft, als sie eine Ansammlung sich nähernder Asteroiden von massiven Dimensionen entdecken. In den nächsten Wochen bestätigen andere Observatorien den Befund.

Planetoid crashing into primordial Earth
Darstellung eines Einschlags eines sehr großen Asteroiden auf die Erde.

Eine sorgfältige digitale Analyse zeigt eine 97%ige Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit unserem Planeten Erde am 24. Dezember 2032 – fast genau zehn Jahre in der Zukunft.

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Update: Vergleich der Einkommen von Vätern und Söhnen in den USA

Im Rahmen seiner Analyse der veränderten Haushaltsstrukturen in den Vereinigten Staaten stellte Steven Ruggles schon vor Jahren u. a. mit diesem Chart eine Zusammen-stellung von Daten über die relativen Einkommen von jungen Männern vor.

Median-Lohneinkommen als Prozentsatz des mittleren Lohneinkommens im Vergleich zur vorherigen Generation (25 Jahre vorher): US-Männer im Alter von 25 bis 29

Median-Lohneinkommen als Prozentsatz des mittleren Lohneinkommens im Vergleich zur vorherigen Generation (25 Jahre vorher): US-Männer im Alter von 25 bis 29

Ruggles fand heraus, dass bei einem Vergleich der Löhne der 25 bis 29-Jährigen mit den Löhnen ihrer Väter vor 25 Jahren (als die Väter im gleichen Alter waren) die relativen Einkommen im Jahr 1958 ihren Höhepunkt erreichten, als junge Männer etwa viermal so viel verdienten wie ihre Väter ein Vierteljahrhundert zuvor.

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Immer wieder: NICHT in Infrastruktur, Kultur und Wissen zu investieren IST die Belastung, die wir zukünftigen Generationen auferlegen

Wenn wir den meisten Politikern glauben sollten, würden wir dabei dem falschen Eindruck unterliegen, dass eine Regierung, die heute nicht investiert zukünftigen Generationen damit einen Gefallen tut.

Autobahn A3-am Elzer Berg bei Limburg
Bauarbeiten auf der Autobahn A3 am Elzer Berg bei Limburg

Das Hinterlassen von unterentwickelten Kommunikationssystemen, schrumpfenden Straßen- und Verkehrsnetzen, verschlechterten Bildungs- und öffentlichen Gesundheitssystemen, erodierenden kulturellen Institutionen, stagnierenden Entwicklungen in Wissenschaft und Technik und so weiter werden die zukünftigen Generationen angeblich von jeder Belastung freihalten, die ihnen sonst auferlegt werden müsste.

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Die Einschränkungen des neoklassischen Grenzproduktes am Beispiel des Abstiegs des FC Schalke 04

Der vierte Abstieg meines Lieblingsklubs Schalke 04 in die 2. Bundesliga war im Sommer 2021 nicht nur ein sportliches und finanzielles Desaster, sondern auch ein Lehrstück über die (Nicht-)Funktions-weise der Mainstream-Ökonomie.

Schalke 04 Fans 677
Knappen-Fans in der Veltins-Arena

So beispielsweise bezogen auf die Idee, dass die Löhne und Gehälter immer dem Grenzprodukt der Arbeit entsprechen würden.

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Inflation, Löhne und Gewinne

Die Inflation läuft weiterhin heiß – und jetzt heizt sich endlich auch die Debatte über die Inflation auf.

Inflation data
Consumer Price Indices in den USA

Auf der einen Seite der Debatte stehen Mainstream-Ökonomen und Lobbyisten für das Großkapital, die Menschen, deren einfaches Mantra nach Lydia DePillis[1] lautet: „Angebot und Nachfrage, Economics 101.“

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Schon vor Jahren festgestellt: Der Irrweg der Strukturreformen

Solche Reformen machen Arbeit billiger und das bedeutet, dass Investitionen in moderne Prozesstechnologien weniger lohnend werden.

In unserer Panelanalyse von 20 Ländern über den Zeitraum von 44 Jahren ermittelten wir, dass ein um 1 Prozent niedrigerer Lohnanstieg mittelfristig das Wachstum der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde um 0,3 – 0,5 Prozent reduzieren wird.

Wo immer Sie in der Vergangenheit auf der Angebotsseite Arbeitsmarktreformen hatten, sehen Sie das gleiche Muster: Die Wachstumsraten der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde sinken. Im Gegenzug steigt der Arbeitsaufwand. Wenn Sie weniger Roboter kaufen, brauchen Sie natürlich mehr Hände. Leider gibt es bei einem geringen Wachstum der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde am Ende weniger nationales Einkommen, welches zwischen Kapital, Arbeit und Regierung aufgeteilt wird.

Ein gutes Beispiel sind die Niederlande. Die Niederlande begannen in den frühen 1980er Jahren mit einer Politik sehr moderater Lohnforderungen („loonmatiging“). Seit 1985 liegen die Wachstumsraten der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde deutlich unter dem EU-Durchschnitt.

Die politischen Konsequenzen liegen auf der Hand: Es gibt kaum Raum für Reallohnerhöhungen, insbesondere für gering qualifizierte Arbeitskräfte, und es besteht anhaltender Druck, die öffentlichen Ausgaben und den Wohlfahrtsstaat zurückzu-fahren. Mittlerweile ist dies ein fruchtbarer Nährboden für Populismus, während die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften nachlässt.
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aus Do Structural Reforms Of Labour Markets Impair Innovation? von Alfred Kleinknecht