
Eine Regierung, die einen Überschuss erzielt, liquidiert buchstäblich entweder ihr eigenes Land oder ein anderes, in welches sie Kredite vergeben oder investiert hat.
Tweet von Chris Cook, Direktor des Nordic Enterprise Trust
Die Globalisierung ist der Vorgang der zunehmenden weltweiten Verflechtung in vielen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.).

Eine Regierung, die einen Überschuss erzielt, liquidiert buchstäblich entweder ihr eigenes Land oder ein anderes, in welches sie Kredite vergeben oder investiert hat.
Tweet von Chris Cook, Direktor des Nordic Enterprise Trust
Vor fast genau sieben Jahren mein erster eigener Beitrag zum Thema Makroökonomie:
Ich versuche einmal, den Zusammenhang der Agenda 2010 zu dem entscheidenden Geburtsfehler der Eurozone entsprechend meinem Kenntnisstand etwas aufzudröseln…

Wenn Deutschland diese Reformen als ein Land mit einer eigenen Währung beschlossen hätte, so bliebe uns tatsächlich heute in der Beurteilung der Richtigkeit eigentlich nur die Diskussion darüber, ob für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hauptsächlich der Binnenmarkt oder der Export wichtiger ist.
Obwohl Napoleon Bonaparte zum Soldaten erzogen wurde, entwickelte er ein gutes Gespür für ökonomische Realitäten wie das Schicksal der Familien, den Unterbau der Kultur und die Stärken und Schwächen eines Staates.

Im Allgemeinen stellte er sich trotz des Drangs zur Regulierung auf die Seite des freien Unternehmertums, der offenen Konkurrenz und des Privateigentums. Er widmete den sozialistischen Plänen von Charles Fourier und anderen für die gemeinschaftliche Produktion von Gütern und die gerechte Verteilung des Produkts wenig Aufmerksamkeit.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts (nach dem menschlichen Kalender) wurden die Linien gezogen: Die beiden größten Wirbeltiergruppen auf der Erde standen sich kampfbereit gegenüber.

Auf der einen Seite der Homo Sapiens, der letzte Überlebende der Gattung Hominini, ein zweibeiniger Primat mit bemerkenswerten technischen Fähigkeiten. Auf der anderen Seite die 89 Arten der Cetacea-Ordnung, die den Menschen als „Wale“ bekannt sind, große Wassertiere, die die maritime Nahrungskette dominierten.
Wenn ärmere Staaten der Inflation zum Opfer fallen, bedeutet das keinesfalls, dass sie „zu sozialistisch“ sind.

Die zunehmende Popularität der Modern Monetary Theory (MMT) hat unweigerlich zu Missverständnissen geführt. Kritiker aus dem gesamten politischen Spektrum behaupten oft, dass MMTler wollen, dass souveräne Regierungen „nur Geld drucken“, ohne sich um die Staatsverschuldung oder, wie es etwa Max B. Sawicky anmerkt die Inflation Sorgen zu machen.

So schlau wie die deutschen Kaufleute sind ihre Kollegen jenseits der Grenzen noch alle Tage. Es setzt also überall jener blödsinnige Kampf ein, der darin besteht, einen Gegner niederzuknüppeln, der bei vernünftigem Wirtschaftssystem ein Bundesgenosse sein könnte. Die Engländer preisen rein englische Waren an, die Amerikaner rein amerikanische, und das Wirtschaftsinteresse tritt als Patriotismus verkleidet auf. Eine schäbige Verkleidung, ein jämmerlicher Maskenball.
Der Aufstieg des Populismus vollzieht sich vor dem Hintergrund makroökonomischer Trends.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lohnquote, also der Anteil der Erwerbseinkommen am volkswirtschaftlichen Gesamteinkommen, in den entwickelten Volkswirtschaften deutlich verringert.
Folglich erhöhte sich die Ungleichheit zwischen Kapital- und Erwerbseinkommen. Triebkräfte dieser Ungleichentwicklung waren vor allem die Internationalisierung des Handels, mit der Niedriglohnarbeit in weniger entwickelte Länder verlagert wurde, sowie der technologische Wandel, der vornehmlich die Kapitalproduktivität erhöht hat.
Gleichzeitig nahm die Ungleichheit innerhalb der Gruppe der Erwerbstätigen zu. Die Nachfrage nach hochqualifizierter Arbeit stieg, während weniger qualifizierte Arbeitnehmer*innen Jobverluste und Lohneinbußen hinnehmen mussten.
…Das Problem ist vielmehr, dass die Europäer und insbesondere die Deutschen mit ihrer ruinösen Besessenheit gegen die Staatsverschuldung sich selbst schlecht behandeln. Und die Kosten dieser Besessenheit hat die Welt als Ganzes zu tragen.

…Obwohl zugleich hier [in den USA] als auch in Europa der Verschuldungs-alarmismus herrschte wurde schließlich klar, dass es einen entscheidenden Unterschied in der zugrunde liegenden Motivation gab. Unsere Defizit-Falken waren in der Tat Heuchler, die plötzlich jedes Interesse an der Verschuldung verloren, sobald ein Republikaner im Weißen Haus saß. Die Deutschen aber meinten es tatsächlich ernst.
Nach der (in Amerika) lange gefeierten Theorie der „unsichtbaren Hand“ sollte der private Handel nun damit beschäftigt sein, unsere Anstrengungen und Ressourcen auf die Dinge auszurichten, die wir wirklich benötigen, um als kollektive Gesellschaft erfolgreich zu sein.

Stattdessen scheint uns die „unsichtbare Hand“ absichtlich genau in die entgegengesetzte Richtung zu führen. Wie kann das sein? Hat sich etwas grundlegendes geändert, wodurch der Mechanismus der amerikanischen Wirtschaft nicht nur blind, sondern auch rück-sichtslos gesteuert wird?
Gang für Gang mit frischen Produkten, billigem Fleisch und zuckerhaltigem Getreide – eine köstliche Verkörperung des Kapitalismus und des freien Marktes, oder?

Nicht ganz. Der Supermarkt war in der Tat der Endpunkt des Kampfes der US-Regierung um die landwirtschaftliche Fülle gegen die UdSSR. Unsere Agrarpolitik war darauf ausgerichtet zu dominieren, nicht unbedingt zu ernähren – und wir leben immer noch mit den Konsequenzen.
aus einem Freakonomics-Podcast