Die Südkalifornier zeigen vielmehr, warum sie die am besten geführte Organisation in diesem Sport sind.
Tarik Skubal vor einem Spiel bei den Los Angeles Angels 2025
Die Dodgers erwarben in einem Tausch am Samstagabend den zweifachen Cy-Young-Sieger Tarik Skubal. Wie erwartet war der Aufschrei von Fans und Medienkommentatoren laut und ungestüm. Die Wut ist seltsam, wenn man bedenkt, dass dieser Trade eigentlich alles bietet, was die Leute am Base-ball lieben.
Es beginnt damit, sich anzuschauen, was die Dodgers in diesem Trade aufgegeben haben. Zyhir Hope war der „Big Fish“ in diesem Deal. Er war der fünftplatzierte Prospect der Dodgers und der 25. in diesem Sport.
Er wurde auch vor einigen Jahren von den Dodgers im Michael-Busch-Trade mit den Chicago Cubs verpflichtet. Sie verwandelten Busch, der keinen Platz im Kader hatte, in ein Talent mit einem teuren Preisschild. Die Dodgers entwickelten danach Zephyr Hope ebenfalls zu jemandem, der in einem großen Trade ein zentrales Element sein könnte.
Dasselbe geschah mit River Ryan. Die Dodgers holten ihn in einem Deal für Matt Beaty von den Padres. Es war damals ein kleines Geschäft. Nun, einige Jahre später, haben die Dodgers Ryan ebenfalls zu einem interessanten Element gemacht. Die Tigers wollten ihn trotz seiner Verletzungsgeschichte mit im Paket haben. Das zeigt, wie gut die Dodgers ihn entwickelt haben.
Der dritte und letzte Teil des Deals ist Brady Smith. Die Dodgers wählten Smith in der dritten Runde des MLB Draft 2023. Er war in den Minor Leagues okay, weshalb die Dodgers ihn in den Deal aufgenommen haben. Genau wie Hope und Ryan ist er jemand, für den die Organisation durch interne Entwicklung Wert aufgebaut hat.
Die Dodgers erhielten Skubal durch kluge Aktionen, nicht durch Geld
Entgegen vieler Behauptung haben die Dodgers Skubal nicht übernommen, weil sie am meisten Geld haben. Sie holten ihn wegen kluger, kleinerer Trades und eines herausragenden Entwicklungssystems.
Die Dodgers haben keine Millionen Dollar ausgegeben, um Hope oder Ryan durch jene Deals zu holen. Sie identifizierten die Spieler, die sie wollten, und führten den Trade durch. Jede Organisation, unab-hängig vom Markt, hat die Möglichkeit, so zu arbeiten.
In den kommenden Tagen wird viel darüber gesprochen, dass Baseball tot sei, und wohl auch über den bevorstehenden Lockout. Die Verpflichtung von Skubal durch die Dodgers sollte nicht Teil dieser Gespräche sein. Sie verwandelten unbekannte Talente, die in kleineren Deals erworben wurden, in Mittelpunkte für einen riesigen Handel. So macht ein gutes Front-Office Geschäfte.
Die Dodgers ruinieren keineswegs den Baseball. Sie liefern die Blaupause für den Erfolg. Und wenn andere Organisationen aufgehört hätten zu jammern und es ihnen gleichgemacht hätten, würde es vielleicht keinen Lockout geben.
