Die Ökonomie (Wirtschaftswissenschaft) ist die Lehre von der Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen.
1. Eine solide Mehrheit der Ökonomen ist inzwischen der Meinung, dass selbst in einem kapitalistischen System Vollbeschäftigung durch ein Ausgabenprogramm der Regierung gesichert werden kann, sofern ein entsprechender Plan vorliegt um alle existierenden Arbeitskräfte in eine Tätigkeit zu bringen.
Wir alle kennen die Bilder von Schlamm und Tod in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Doch erst im vergangenen Jahr haben viele von uns Fotos von der Influenzapandemie gesehen, die im letzten Kriegsjahr und bis 1919 wütete.
Notfall-Krankenhaus des US-Militärs in Kansas 1918 oder 1919
Als Vorahnung unserer eigenen Zeit zeigen sie Stationen voller kranker und sterbender Patienten mit maskierten Krankenschwestern, Polizisten und normalen Bürgern sowie sogar schon Anti-Masken-Demonstranten.
Um den wichtigsten Fakt des Zustandes der Weltwirtschaft von 1870 begreifen zu können muss man sich klarmachen, dass sie damals weit mehr ihrer Vergangenheit aus dem Mittelalter entsprach als ihrer Zukunft.
Maschine zur Verlegung des Transatlantischen Telegraphenkabels (ca. 1866)
Also weit weniger unserer Zeit und vor allem der unserer Nachkommen glich, völlig unabhängig davon, welchen übergeordneten Begriff diese dafür verwenden werden, um unsere von fossilen Brennstoffen, Maschinenbau und der Digitalisierung geprägte Ära zu beschreiben.
Riccardo Bellofiore, Professor an der Universität von Bergamo, erklärt wie der Manage-mentkapitalismus der Nachkriegszeit in den 1970er Jahren in eine Rentabilitätskrise geriet und sich anschließend in eine neue Phase verwandelte, in der sich die Rolle der Banken änderte, Haushalte zu Nettokreditnehmern und Unternehmen zu Netto-kreditgebern wurden.
Bellofiore schlägt vor, die Erkenntnisse der Hypothese der finanziellen Instabilität von Hyman Minsky zu überarbeiten und sie mit der keynesianischen Theorie des Währungs-kreislaufs zu kombinieren, um zu erklären, wie sich die Quelle von Risiko und Instabilität in der modernen Wirtschaft von Unternehmen zu traumatisierten Arbeitnehmern und verschuldeten Verbrauchern verlagert hat.
Unter den neuen Umständen reichen herkömmliche politische Instrumente nicht aus, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Regierungen sollten Programme staatlicher Investitionen in Betracht ziehen, um Stabilität zu gewährleisten und produktives Kapital für die Zukunft aufzubauen.
Um die bevorstehenden Inflationsraten besser verstehen zu können, sollten man überlegen warum Geldmengenaggregate wie M2 bis dato so rasch angestiegen sind.
Wie teuer wird ein Platz am Strand nach der Corona-Pandemie?
Es scheint nicht so, dass die Notenbanken die Erfahrungen der 1970er Jahre unbedingt noch einmal erleben möchten. Fakt ist eher, dass viele Unternehmen Kredite aufgenommen haben solange sie noch konnten, weil sie befürchten müssen im Zuge der anhaltenden Pandemie in Geldnot zu geraten.
Ausbrüche von Infektionskrankheiten rücken insbesondere das menschliche Verhalten und die politischen Reaktionen in den Mittelpunkt, weil Gesellschaften dadurch akuten Zwängen und Unsicherheiten ausgesetzt sind.
Ölgemälde von Rita Greer: Die Große Plage von 1665
Johannes Schmidt (Hochschule Karlsruhe) – Vor welchen wirtschaftspolitischen Fehlern kann uns die Saldenmechanik bewahren?
Bedia Sahin (Europäischen Akademie der Arbeit Frankfurt, EADA) – Buchungsmechanik und Kausalität in der Zahlungsbilanz.
Erhard Glötzl – Das Fundamentalparadoxon der Geldwirtschaft als Ursache für die Ohnmacht der Schuldner. Warum es immer wieder zu (griechischen) Schuldentragödien kommt.
Die Idee, dass sich jede Volkswirtschaft von einer Rezession erholen kann, solange wir Steuern senken, Regulierungen abbauen und Zinssätze reduzieren, hätte längst den Weg des iPod gehen sollen, aber aus irgendeinem Grund verweilt sie immer noch in den Elfen-beintürmen der Universität von Chicago, konservativen Denkfabriken und all jenen, die völlig von der Realität losgelöst sind. Bis jetzt.
Eine geringe soziale Mobilität nach oben beeinträchtigt unsere Fähigkeit, in einer fairen und meritokratischen Gesellschaft zu leben.
Jack Halliday wurde 1976 in eine Arbeiterfamilie in Texas geboren. Jack wuchs als eines von fünf Kindern auf, als Sohn eines Verkäufers, und besaß daher nicht viel. Als guter Junge half er aus und arbeitete als Gepäckträger in Teilzeit, um der Familie zu helfen über die Runden zu kommen.
Die Covid-19-Pandemie wird die Staatsverschuldung weltweit auf ein Niveau erhöhen, welches zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht wurde. Doch gibt die steigende Staatsverschuldung wirklich Anlass zur Sorge? Neue ökonomische Ideen und Theorien deuten zumindest vorerst nicht darauf hin.