Der Mythos von der Tauschwirtschaft

Der Tausch ist eine sehr frühe Form des Handels. In seiner einfachsten Form werden zwei Güter direkt gegeneinander getauscht.

Bundesarchiv Bild 183-2005-0728-526, Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz

Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz, ca. 1947

So wie auf der Wikipedia-Seite Geschichte des Geldes erklären uns volkswirtschaftliche Lehrbücher fast immer den Beginn der modernen Ökonomie, indem Menschen durch die Einführung von Geld die Tauschwirtschaft in einer arbeitsteiligen Gesellschaft wesentlich vereinfachten.

Geld ist entscheidend wichtig für das Funktionieren einer Marktwirtschaft. Stellen Sie sich vor, wie das Leben ohne Geld wäre. Die Alternative zur Geldwirtschaft ist Tausch, Menschen, die Güter und Dienstleistungen direkt, ohne Umweg über das Medium Geld, gegen andere Güter und Dienstleistungen tauschen. (Economics von Case, Fair, Gärtner und Heather 1996)

Doch stimmt das so überhaupt?

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Saldenmechanik – erklärende und vertiefende Beispiele

Wie in dem Beitrag Volkswirtschaftliche Saldenmechanik ja bereits angesprochen, soll es in diesem Artikel vor allem um Beispiele zum besseren Verständnis der Saldenmechanik gehen.

Sparparadoxon
Saldenmechanik und Sparparadoxon: Wenn alle sparen, steht sofort die Wirtschaft still
Grafik: Wolfgang Waldner

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Volkswirtschaftliche Saldenmechanik – vergessene Grundlage der Geldtheorie

In den Beiträgen über den Ökonomen Wilhelm Lautenbach und Sparen und Investieren habe ich ja bereits versucht, die grundsätzlichen Gegensätze zwischen den einzel- und gesamtwirtschaftlichen Bedeutungen dieser Begriffe darzustellen.

Eine Volkswirtschaft kann nicht sparen
Eine Volkswirtschaft kann nicht sparen – Grafik: Wolfgang Waldner

Dabei fiel auch der Begriff der „volkswirtschaftlichen Saldenmechanik“, der zufolge Geldschulden und Geldvermögen immer exakt gleich sind, weil die Ersparnisse des einen die Schulden des anderen sind. Mit dieser auf Anhieb doch sehr paradox anmutenden Behauptung will ich mich nun in diesem Artikel etwas näher auseinandersetzen.

Saldenmechanik – Beachtung der Gegenbuchung
Die Grundlage für die Saldenmechanik ist die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR). Diese stellt vereinfacht gesagt die Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dar. Die VGR besteht dabei aus reinen Buchhaltungs- identitäten, die ohne Berücksichtigung menschlichen Verhaltens allgemeingültig sind. Diese Zusammenhänge bildet auch die Saldenmechanik ab, die die Volkswirtschaftslehre damit auf ein Fundament logischen gesamtwirtschaftlichen Denkens stellt.

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Sparen und Investieren – Versuch einer Richtigstellung

In dem Artikel über den deutschen Ökonomen Wilhelm Lautenbach hatte ich ja bereits ausgeführt, dass dieser „deutsche Keynes“ unter anderem auch die Vorstellung „Nur Gespartes könne investiert werden“ als fehlerhaftes Dogma der klassischen Volkswirtschaftslehre entschlüsselt hatte.

Infografik: Europas Unternehmen investieren seit der Krise weniger | Statista
Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Wie aber funktioniert dann dieser zentrale Zusammenhang wirklich? Wie kann es sein, dass z. B. die Sparanstrengungen der EU-Staaten nicht zu neuen Investitionen führen, sondern tatsächlich das Wachstum verringern, wie in obiger Grafik nachgewiesen?

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Wilhelm Lautenbach – der „deutsche Keynes“

„Wilhelm Lautenbach (* 26. August 1891 in Zwinge; † 24. Mai 1948 in Davos) war Referent für Finanzfragen im Reichswirtschaftsministerium in den 1930er Jahren, wo er sich vornehmlich mit Währungsfragen, der deutschen Bankenkrise, den Auswirkungen der Reparationszahlungen und der damals vorherrschenden Massenarbeitslosigkeit beschäftigte.

Bundesarchiv Bild 183-T0706-501, berlin, Armenspeisung
Armenspeisung während der Weltwirtschaftskrise 1931 in Berlin

Lautenbach zählte damals zu den führenden deutschen Konjunkturtheoretikern und gilt heute als der bedeutendste unter den Vorläufern des Keynesianismus.

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Leistungsbilanz und Kapitalbilanz – wer dominiert?

Eine der umstrittenen Fragen der verschiedenen Schulen der Volkswirtschaftslehre ist die nach der Dominanz von Kapital- oder Leistungsbilanz.

Cumulative Current Account Balance
Leistungsbilanz (Kumulierte Leistungsbilanzsalden 1980 bis 2008):
grün = positiv, rot = negativ, grau = keine Daten

Bei wikipedia liest sich das in etwa so:
Betrachtet man die Problematik der Kausalität dieser beiden wichtigen ökonomischen Kenngrößen im Sinne einer Beziehung von Ursache und Wirkung, so stellen sich zwei mögliche Sichtweisen dar:
Exporterfolge führen zu einer negativen Kapitalbilanz, niedrigen Nettoinvestitionen und daraus folgend zu schwachem Wachstum.
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Ich blogge, also bin ich…

Hhmm ok, die Überschrift ist nun nicht gerade originell und wohl auch nicht besonders gut. Aber was soll’s, für den ersten Beitrag in meinem Blog reicht es gerade noch. Was aber will ich dann hier demnächst mitteilen?

WordPress 10th anniversary
WordPress-Anstecker

Nun, in erster Linie soll es hier um meine Interessen und Hobbies gehen…
Ich werde also einfach mal alles notieren, was mir dazu so durch den Kopf geht, vielleicht liest es ja dann doch jemand. Und wenn nicht, ist das hier zumindest noch als eine Art Gedankenstütze zu gebrauchen; wie oft wäre man doch froh, wenn man seine Einfälle irgendwie auf’s Papier gebracht hätte.

Ach ja, meine Hobbies…als da wären:

Immer noch der Radsport, allerdings längst nicht mehr so intensiv wie früher, aber ich schaue doch noch nach Möglichkeit häufig die Übertragungen auf Eurosport, aber das Rennrad hängt zur Zeit vor allem am Nagel.

Seit etwa 2010 vor allem die intensive Beschäftigung mit der Ökonomie, Geldtheorie und Volkswirtschaftslehre, vor allem weil ich damals nicht verstehen konnte, wieso die Weltwirtschaftskrise 2007 so unerwartet und unvorhergesehen über uns hereinbrechen konnte, und nur eine Minderheit der Ökonomen davor gewarnt hatte.

Ich habe seitdem eine Menge Beiträge, Artikel und Bücher dazu gelesen und ausgiebig studiert und kann heute sagen, dass ich mir eine eigene Meinung dazu gebildet habe, die das Ergebnis langer Überlegungen darstellt und meiner Ansicht nach in sich logisch und konsistent ist.

Sie beruht vor allem auf den Erkenntnissen der bei uns leider schon lange vergessenen Ökonomen Wilhelm Lautenbach und Wolfgang Stützel zur volkswirtschaftlichen Kredit- bzw. Saldenmechanik, die heute hauptsächlich nur noch von Heiner Flassbeck vertreten wird. Dieser Blog dient aber auch der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Lehren (und Irrlehren) der Ökonomie, ihren Dogmen und Ideologien.

Dabei sollen die einzelnen Beiträge nicht unbedingt immer tagesaktuell sein, sondern eher meine momentanen Gedanken zu den verschiedenen Themen wiederspiegeln. Sie nützen mir daher vor allem selbst als eine Art Online-Tagebuch, in dem es vor allem um die logische Schlüssigkeit verschiedener Argumente geht.

Deshalb werde ich auch hin und wieder Beiträge anderer Blogs kommentieren oder übersetzen, da gerade im Bereich der Ökonomie vieles von anderen bereits aufgegriffen wurde und man das Rad nicht stets neu erfinden muss.

Ich hege zwar nicht die Ansicht, in Wirtschaftsdingen unfehlbar zu sein, doch die in Deutschland weit verbreitete klassische Theorie sowie der darauf basierende Neoliberalismus sind es noch weniger.