
Seit 1982 blieben die Löhne in Deutschland fast durchweg hinter der Produktivität zurück, die Auswirkungen der Agenda 2010 verstärkten diesen Trend später noch. Keine Bundes-regierung hat seitdem aktiv gegen diese Entwicklung gearbeitet.
Der Begriff wird vor allem in ökonomischen Zusammenhängen gebraucht und ist eine Bezeichnung für eine strenge staatliche Haushaltspolitik, die einen ausgeglichenen Staatshaushalt und eine Verringerung der Staatsschulden (Austeritätspolitik, restriktive Fiskalpolitik, Sparpolitik) anstrebt.
Zu vielen konservativen und neoliberalen Politikern und Ökonomen scheint heute erneut ein Gespenst in den Vereinigten Staaten und Europa umzugehen – Regierungen verfolgen keynesianische Ideen, um eine Politik der Erhöhung der effektiven Nachfrage und der Förderung der Beschäftigung zu erreichen.

Zu den beliebtesten Argumenten, um diese „Keynesophobics“ zu bekämpfen, gehören das Argument des „Vertrauens“ (siehe auch Die unsägliche Vertrauens-Fee) sowie die Lehre von den „Soliden Finanzen“.
Wir haben es mit einem in hohem Grade selbstwidersprüchlichen Handeln der Vermögensbesitzer zu tun, nicht nur der Superreichen, sondern auch der zahlreichen Anleger in der Mittelschicht. Die Anleger glauben, ein Naturrecht auf Gewinne zu haben.

Sie geben sich der egozentrischen Illusion absoluten Reichtums hin, während sie mit ihrem faktischen Handeln beziehungsweise mit den kollektiven Folgen dieses Handelns die Bedingungen für die Produktion realen Reichtums zerstören.
Die „freie Schulwahl“ in den USA zielte darauf ab, die Wahl einer gleichberechtigten, integrierten Bildung für schwarze Familien zu blockieren.

Dieses Paper führt die Ursprünge der heutigen Kampagnen für Schulgutscheine und andere Formen der öffentlichen Finanzierung privater Bildung auf die Bemühungen von Milton Friedman ab 1955 zurück.
Alle Gesprächspartner kennen unsere Forderungen: Keine Steuererhöhungen und kein Aufweichen der Schuldenbremse ?❌.
Die Freien Demokraten stehen für solide zukunftsfähige Finanzen.☝️
?Via @RND_de : https://t.co/Wwu25NdlC2 pic.twitter.com/Yr7B3uwrNX— Volker Wissing (@Wissing) October 10, 2021
In der heutigen Zeit mit ihren übertriebenen Inflationswarnungen kann ein Blick in die Geschichte durchaus lehrreich sein. Daher noch einmal dieser Beitrag über das Ende des Römischen Reiches und welche Rolle die Inflation dabei tatsächlich gespielt hat:

Neue Daten enthüllen die verborgenen Mechanismen des Zusammenbruchs des Römischen Reiches. Die Gründe für den Untergang des Weströmischen Reiches waren bisher für die modernen Historiker ebenso wie für die Römer selbst eher rätselhaft geblieben.
Bei der anstehenden Bundestagswahl am 26. September geht es im Prinzip (neben einiger anderer Problemfelder wie Klimakrise, Einwanderung und Corona) um eine Richtungsentscheidung:

Entweder weiter so wie bisher mit allen Fehlern und falschen Paradigmen des neoliberalen Schrumpfkurses oder aber der tatsächliche Aufbruch in eine neue (auch fiskalpolitisch) progressive Zeit.
Die politischen Reaktionen auf die COVID-19-Pandemie, ähnlich wie die politischen Reaktionen auf die globale Finanzkrise und die große Rezession vor einem Jahrzehnt enthalten für jeden, der sie lernen möchte einige klare makroökonomische Lehren:

Es ist erwähnenswert, dass einige OECD-Länder (in erster Linie Deutschland) seit geraumer Zeit Haushaltsüberschüsse und keine Defizite aufweisen.

Die Haushaltsüberschüsse dieser Länder scheinen jedoch in absoluten Zahlen geringer gewesen zu sein als die Haushaltsdefizite anderer Staaten. Außerdem neigen die Länder mit Haushaltsüber-schüssen dazu, externe Überschüsse zu erzielen, die größer sind als ihre überschüssigen privaten Ersparnisse.
Covid-19 hat die angebotsseitige Wirtschaftspolitik zur Strecke gebracht. Es tut mir leid, Friedmanites, doch das ist schlicht die Wahrheit.

Die Idee, dass sich jede Volkswirtschaft von einer Rezession erholen kann, solange wir Steuern senken, Regulierungen abbauen und Zinssätze reduzieren, hätte längst den Weg des iPod gehen sollen, aber aus irgendeinem Grund verweilt sie immer noch in den Elfen-beintürmen der Universität von Chicago, konservativen Denkfabriken und all jenen, die völlig von der Realität losgelöst sind. Bis jetzt.