Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 6

Fortsetzung von Teil 5:

Um den Prozess ganz klar zu überschauen, wollen wir einmal annehmen, alle Löhne und Gehälter würden bargeldlos gezahlt. Außerdem wollen wir noch unterstellen, alle Unternehmer seien Bankschuldner. Das ist eine Versuchsanordnung, die den Überblick ungemein erleichtert und das Wesentliche scharf hervortreten lässt.

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Die Gesamtbilanz aller Banken – wir können uns auch eine Universalbank vorstellen – zeigt am Tage vor dem Monatsletzten folgendes Bild:

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USA: Illegale Einwanderer zahlen einen höheren Steueranteil von ihren Einkommen als die 1%-Top-Verdiener

Unbefugte Zuwanderer bezahlen einen größeren Anteil ihres Einkommens für bundes-staatliche und lokale Steuern als die Top-Verdiener in den Vereinigten Staaten, und eine entsprechende Immigrationsreform könnte die staatlichen und lokalen Finanzen im ganzen Land verbessern, so ein neuer Bericht des Instituts für Besteuerung und Wirtschaftspolitik (ITEP).

Die Ergebnisse des ITEP sind besonders aktuell und wichtig, da sich eine wachsende Anzahl von US-Bundesstaaten mit erheblichen Haushaltsdefiziten konfrontiert sehen, und die Trump-Administration Änderungen bei der Einwanderungspolitik beabsichtigt, die die staatlichen und lokalen Steuereinnahmen beeinflussen könnten.

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Warum man niemals ein Angebots- und Nachfrage-Diagramm auf die Arbeitsmärkte anwenden sollte

Ein Standard-Angebots(Supply=S)- und Nachfrage(Demand=D)-Diagramm für einen beliebigen Arbeitsmarkt könnte so aussehen:

Gleichgewichtspreis
Ein in der Volkswirtschaftslehre übliches Marktdiagramm

Es ist dabei üblich, W (= die Lohnhöhe) auf der Preisachse und N (= Anzahl der Arbeiter) auf der Mengenachse zu verwenden. Das Gleichgewicht soll an dem Punkt auf der Achse W auftreten, wo die gelieferte Menge gleich der geforderten Menge ist.

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35 Jahre falscher Wirtschaftspolitik anhand einer Grafik erklärt


Seit 1982 blieben die Löhne in Deutschland fast durchweg hinter der Produktivität zurück, die Auswirkungen der Agenda 2010 verstärkten diesen Trend später noch. Keine Bundes-regierung hat seitdem aktiv gegen diese Entwicklung gearbeitet. Schon unter Helmut Kohl (Kabinette Kohl I bis V) ging es vielmehr hauptsächlich darum, mit den Gewerkschaften möglichst „moderate“ Lohnsteigerungen auszuhandeln bzw. die „Produktivität für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu reservieren“.

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Milton Friedmans größte Idee wird endlich zu Grabe getragen

Wenn Sie falsch liegen, liegen Sie falsch, egal wie berühmt und respektiert Sie als Wissenschaftler sein mögen.

President Ronald Reagan and Nancy Reagan in The East Room Congratulating Milton Friedman Receiving The Presidential Medal of Freedom
1988: Milton Friedman und der damalige US-Präsident Ronald Reagan

Albert Einstein machte bei der Quantenmechanik Fehler. Linus Pauling irrte sich bei der Struktur der DNA. Und Milton Friedman lag mit seiner Hypothese permanenter Einkommen daneben. Doch im Gegensatz zu den ersten beiden Beispielen, in denen die Wissenschaftler recht schnell die Fehler erkannten, sind die Ökonomen zumeist bis heute noch nicht mit der Realität in Berührung gekommen.

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Wilhelm Lautenbach: Kapitalbildung und Sparen – Teil 5

Fortsetzung von Teil 4:

Das Unternehmereinkommen wird in seiner Höhe tatsächlich durch die drei Faktoren: Eigenverbrauch der Unternehmer, Neuinvestition und Ersparnis der Nichtunternehmer bestimmt.

Anteile von Faktorkosten, Abschreibungen und Unternehmergewinn an den abgesetzten Verbrauchsgütern
Zusammenhang zwischen Investition und Produktionsvolumen

Daraus ergibt sich, dass die Unternehmer, wenn sie mehr verbrauchen, mehr verdienen, während die Nichtunternehmer, wenn sie mehr verbrauchen, ihr festgegebenes Einkommen verzehren. Umgekehrt können die Unternehmer auch nicht dadurch, dass sie insgesamt weniger konsumieren, mehr sparen, sondern wenn sie insgesamt weniger konsumieren, vermindert sich ihr Einkommen (bei gegebener Produktion).

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Obama hat die eine ökonomische Krise gelöst. Es war dann die andere, die die Demokraten die Präsidentschaft kostete.

Wie der amerikanische Präsident die Wirtschaft rettete, aber nicht die US-Mittelschicht.

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Präsident Barack Obama während seiner Abschiedsrede an die Nation
vor großen Publikum im McCormick Place in Chicago

Wenn Sie im Januar 2009 in einer Fabrik in Michigan gearbeitet hatten, als Barack Obama das Amt der Präsidentschaft übernahm, kämpften Sie mit zwei verschiedenen Arten der Wirtschaftskrise. Eine war die unmittelbare Bedrohung für Ihren Job. Wenn der verloren ging, waren Sie in Gefahr, das Auto zu verlieren, und das Haus natürlich auch.

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OXI-Blog: Eurozone – kann die überhaupt funktionieren?

When Greece falls

…Es gehört zur politischen Tragik der SPD, dass sie bis heute nicht verstanden hat, dass ausgerechnet Schröders Regierung die aktuelle schwere Krise der Eurozone mit ihrer Politik vorbereitet und verstärkt hat:

Denn entscheidend für die schwere Krise sind die gravierend wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Euro-Ländern [eigene Anmerkung: eher die unterschiedliche Entwicklung der nationalen Lohnstückkosten] – die Politik der Schröder-Regierungen hat diese Unterschiede noch vergrößert.

Insofern ist es absurd, die aufgrund von Lohnzurückhaltung, gar Lohnsenkungen gestiegene Wettbewerbsposition Deutschlands als Erfolg der Regierung Schröder zu verstehen. Im Gegenteil hat sie damit die Zukunft des Euro aufs Spiel gesetzt.

OXI-Blog – Wirtschaft für Gesellschaft

NICHT in Infrastruktur, Kultur und Wissen zu investieren IST die Belastung, die wir zukünftigen Generationen auferlegen

Wenn wir den meisten Politikern glauben sollten, würden wir dabei dem falschen Eindruck unterliegen, dass eine Regierung, die heute nicht investiert, zukünftigen Generationen damit einen Gefallen tut.

A60 Bauarbeiten Mainz 2007
Bauarbeiten an der Bundesautobahn A60 in der Nähe von Mainz

Das Hinterlassen von unterentwickelten Kommunikationssystemen, schrumpfenden Straßen- und Verkehrsnetzen, verschlechterten Bildungs- und öffentlichen Gesundheits-systemen, erodierenden kulturellen Institutionen, stagnierenden Entwicklungen in Wissenschaft und Technik und so weiter werden die zukünftigen Generationen angeblich von jeder Belastung freihalten, die ihnen sonst auferlegt werden müsste.

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Besser tot als schlecht: Statuswettbewerb unter deutschen Jagdfliegern während des Zweiten Weltkriegs

Während des Zweiten Weltkrieges feierte das deutsche Militär öffentlich die Leistungen seiner fliegenden Asse, um ihre Kollegen zu ähnlicher Performance anzuregen.

Bundesarchiv Bild 183-B12018, Geburtstag Theo Osterkamp, Gäste
Die deutschen Fliegerasse Adolf Galland (Mitte links) und Werner Mölders (Mitte rechts) während einer Geburtstagsfeier für ihren Vorgesetzten Generalmajor Theodor Osterkamp (rechts)

Dieser Beitrag verwendet neu gesammelte Daten, um zu zeigen, dass die fliegenden Asse sehr viel besser wurden ohne mehr Risiken einzugehen, wenn ihre ehemaligen Kameraden Aufmerksamkeit erfuhren, während durchschnittliche Piloten nur wenig leistungsfähiger, dafür aber viel häufiger getötet wurden. Insgesamt könnten daher Anreize eher nachteilig wirken, was zu Vorsicht bei denjenigen führen sollte, die heute über Boni und Anreize für Mitarbeiter entscheiden, welche finanzielle Risiken eingehen.

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