Kreditmechanik: Ein Vorläufer der aktuellen Debatte um die Geldmenge

Die Kreditmechanik und verwandte Ansätze wurden bekanntlich in den 1920er und 1960er Jahren von einer Gruppe deutscher Währungsökonomen entwickelt. In diesem Beitrag wird die Analyse der Kreditmechanik im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die Geldmenge bewertet.

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Eingang der Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main

Diese Theorie bezieht sich dabei auf eine einseitige, bankzentrierte Sicht der Geld-schöpfung, die heute häufig in der Geldtheorie anzutreffen ist. Da die alten Standard-Lehrbuchmodelle der Geldschöpfung inzwischen als diskreditiert angesehen werden müssen, plädieren die Autoren für einen allgemeineren Ansatz der Geldmengentheorie unter Einbeziehung der Kreditmechanik.

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Moderner Monetärer Realismus

Kenneth Rogoffs Kritik an der Modern Monetary Theory (MMT) geht davon aus, dass MMT-Befürworter sich nicht für Haushaltsdefizite oder die Unabhängigkeit der US-Notenbank interessieren. Diese Annahmen gehen jedoch weit am Ziel vorbei, und Rogoff selbst unterminiert zudem seine eigenen Argumente.

American Dollars
Bündel amerikanischer Dollar-Banknoten

Ist die Modern Monetary Theory ein potenzieller Segen für die Wirtschaftspolitik oder, wie Kenneth Rogoff behauptete, eine Bedrohung für das „gesamte globale Finanzsystem“ und die nächste Frontlinie des „Kampfes für die Unabhängigkeit der Zentralbank“?

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Einführung in das MMT Macroeconomics Textbook 2019

Eine kurze Einführung in die Features des neuen Modern Monetary Theory (MMT)-Lehrbuchs „Macroe-conomics“, welches von Macmillan veröffentlicht und von William Mitchell, L. Randall Wray und Martin Watts geschrieben wurde.

Weitere Informationen zum Buch: Macroeconomics Textbook

Blogbeiträge zum Thema Modern Monetary Theory von Bill Mitchell.

Daniel Kahneman: „Die Leute wollen nicht glücklich sein“

Der große utilitaristische Philosoph Jeremy Bentham argumentierte bekanntermaßen: „Das größte Glück der größten Zahl ist der Maßstab für Recht und Unrecht.“ Dieses Prinzip war auf seine Art revolutionär. Es behandelte die Menschen als gleichwertig.

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Der israelisch-US-amerikanische Psychologe Daniel Kahneman 2004

Es betonte nicht das glückliche Geschick eines Geschlechts über ein anderes oder einer Rasse oder Religion über eine andere oder das Glück der Adligen gegenüber den Bürgern. Es berücksichtigte das Glück der Armen, Gefangenen und Sklaven. Es stellte sich jedoch auch eine Reihe tieferer Fragen, wie etwa jene, was die Menschen wirklich glücklich macht.

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Löhne senken – immer noch die falsche Medizin

Selbst der Vorsitzende der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (ja, derjenige, der alljährlich die Gewinner des „Sveriges-Riksbank-Preises für Wirtschafts-wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel“ vorstellt) verbreitete schon vor Jahren die Behauptung, dass das Beschäftigungsniveau auf lange Sicht ein Ergebnis der eigenen rationalen intertemporalen Entscheidungen der Menschen sei und dass die Frage, wieviel gearbeitet wird im Grunde eine Sache von Anreizen darstelle.

Irgendwie klingt dieses Argument reichlich bekannt. Bei der Verleihung des „Nobel-preises“ im Jahr 2011 erklärte Thomas Sargent, dass die Arbeitnehmer auf niedrige Arbeitslosenentschädigungen vorbereitet sein sollten, um die richtigen Anreize für die Jobsuche zu erhalten. Der schwedische rechte Finanzminister begrüßte damals die Aussage von Sargent und erklärte, dass dies eine „gesunde Warnung“ für diejenigen sei, die die Entschädigung erhöhen wollten.

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Robert Solow: Gespräche mit Ökonomen

Angenommen, jemand sitzt da, wo Sie gerade sitzen und verkündet mir, dass er Napoleon Bonaparte sei. Das Letzte, was ich mit ihm machen wollte, wäre sich in eine technische Diskussion über Kavallerietaktiken während der Schlacht bei Austerlitz verwickeln zu lassen.

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Kavallerie auf dem Schlachtfeld von Austerlitz (Reenactment 2015)

Wenn ich das tue, werde ich stillschweigend mit in das Spiel verwickelt, dass er Napoleon wäre. Nun, Bob Lucas und Tom Sargent möchten nichts lieber als in technische Diskussionen hineingezogen zu werden, denn dann hat man bereits stillschweigend ihre fundamentalen Annahmen akzeptiert.

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Kurt Tucholsky 1931 – „Kurzer Abriß der Nationalökonomie“ Zitate Teil 4

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Kurt Tucholsky-Tafel in der Bundesallee 79 in Berlin

Wenn die Unternehmer alles Geld im Ausland untergebracht haben, nennt man dieses den Ernst der Lage. Geordnete Staatswesen werden mit einer solchen Lage leicht fertig; das ist bei ihnen nicht so wie in den kleinen Raubstaaten, wo Scharen von Briganten die notleidende Bevölkerung aussaugen.

aus Sudelblog.de – Kurzer Abriß der Nationalökonomie