
To be continued…
Die Ökonomie (Wirtschaftswissenschaft) ist die Lehre von der Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen.
Die Art und Weise wie ein Problem gesehen wird kann bestimmen, wie oder sogar ob es überhaupt gelöst wird.
Als der französische Ingenieur Ferdinand de Lesseps für den Bau des Panamakanals ausgewählt wurde, betrachtete er dies als ein weiteres Ausschachtungsproblem, wie er es schon beim Suezkanal angetroffen hatte. Doch Ägypten war eher flach und Panama besaß einen Berg.
Unter den vielen Folgen der Covid-19-Pandemie und den Maßnahmen zu ihrer Bekämp-fung gab es auch eine Epidemie von Whataboutism.
Ausgangspunkt ist dabei die Behauptung „Wir haben die gesamte Wirtschaft gesperrt um die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 zu verringern, aber wir tolerieren eine vergleichs-weise große Zahl der Todesfälle durch X“.
Vor ein paar Jahren gab Robert Lucas in einem Vortrag über die US-Rezession einen Überblick darüber, was die New Classical School of Macroeconomics heute über die jüngsten Abschwünge in der US-Wirtschaft und ihre Zukunftsaussichten denkt.

Lucas zeigte zunächst auf, dass das reale US-BIP seit 1870 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 3 Prozent gewachsen ist, mit einem starken Rückgang während der Depression der 1930er Jahre und einer etwas kleineren Verringerung in der jüngsten Rezession.
Vor fast genau sieben Jahren mein erster eigener Beitrag zum Thema Makroökonomie:
Ich versuche einmal, den Zusammenhang der Agenda 2010 zu dem entscheidenden Geburtsfehler der Eurozone entsprechend meinem Kenntnisstand etwas aufzudröseln…

Wenn Deutschland diese Reformen als ein Land mit einer eigenen Währung beschlossen hätte, so bliebe uns tatsächlich heute in der Beurteilung der Richtigkeit eigentlich nur die Diskussion darüber, ob für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hauptsächlich der Binnenmarkt oder der Export wichtiger ist.
Donald Trump und die Republikaner im Kongress lieben es Staatshilfen der Regierung zu dämonisieren, von denen allerdings ihre eigenen Unterstützer abhängig sind und die zunehmend von Steuerzahlern in den „Blauen“ Staaten finanziert werden.
Das Bundesprogramm Temporary Assistance for Needy Families – was wir früher schlicht als „Wohlfahrt“ bezeichneten – bietet weniger als einem Prozent der Amerikaner Bargeldhilfe. Die Trump-Regierung schlägt jedoch vor, viele Sozialprogramme unter einer neuen Agentur zusammenzufassen, deren Titel das Wort „Wohlfahrt“ enthält.
Das viel verzweigte U-Bahn-System in New York City war ein wichtiger Verbreiter – wenn nicht das Hauptübertragungsvehikel – der Coronavirus-Infektion während des ersten Ausbruchs der massiven Epidemie, die im März 2020 in der ganzen Stadt zu beobachten war.
Der zeitnahe Shutdown der Subway in Manhattan – bis Ende März über 90 Prozent der Fahrten – korreliert stark mit der erheblichen Verlängerung der Verdopplungszeit neuer Fälle in diesem Bezirk.
Aufzeichnungen von Drehkreuzeinträgen in U-Bahn-Stationen, übertragen auf die Karten auf Postleitzahlebene der gemeldeten Inzidenz von Coronaviren stimmen stark mit der durch U-Bahnen erleichterten Ausbreitung der Pandemie überein.
Lokale Zuglinien scheinen dabei eine höhere Neigung zur Übertragung von Infektionen zu haben als Expresslinien. Die reziproke Infektionsüberlagerung durch mehrere Linien scheint die beste Erklärung für die Entstehung eines einzelnen Hotspots in Midtown West in Manhattan zu sein. Busknotenpunkte könnten als sekundäre Übertragungswege zur Peripherie der Stadt gedient haben.
(Eigene Übersetzung eines Blogbeitrages des amerikanischen Ökonomen Tyler Cowen)
Wir alle wissen, was ein „Minsky-Moment“ ist. Oder sollten es nach der Katastrophe der Großen Rezession eigentlich wissen.
Zwar ist die Wirtschaftswissenschaft seit diesen dunklen Jahren vor etwas mehr als einem Jahrzehnt so gut wie unverändert geblieben, doch das Grollen an den Rändern dieser Disziplin wurde lauter und einige haben es sich daraufhin zur Aufgabe gemacht, die Fakten unideologisch zu betrachten.
Haushaltsdefizite sind eine natürliche Folge übermäßiger privater Ersparnisse.

Trotz der Sparmaßnahmen der Fiskalbehörden auf der ganzen Welt weisen die öffentlichen Finanzsalden fast immer und überall Defizite auf. Dies ist kein Zufall: Die fundamentale makroökonomische Identität besagt, dass die übermäßige Ersparnis des Privatsektors der Nettokreditvergabe plus dem Finanzdefizit des öffentlichen Sektors entspricht.
Um die Makroökonomie verständlicher zu machen kann man eine Analogie zwischen Hund und Knochen verwenden und so demonstrieren, dass die Makroökonomie nicht einfach nur gleichbedeutend ist mit der „Addition“ der Mikroökonomie.
Als Beispiel sei folgendes Beispiel angenommen: In einer Hunde- und Knochenökonomie versuchen zehn Hunde wiederholt neun im Hof vergrabene Knochen zu finden. In jeder Runde geht mindestens ein Hund leer aus. Dieses Ergebnis ist nicht wirklich wünschens-wert – eine Gesellschaft mit mehr als 10% ‚Hundeknochenarmut‘ und ewiger Hunde-arbeitslosigkeit erscheint alles andere als zufriedenstellend!