
Skizze des deutschen Autors Kurt Tucholsky von 1907
Einmal waren wir beide gleich.
Beide: Proleten im deutschen Kaiserreich.
Beide in derselben Luft,
beide in gleicher verschwitzter Kluft;
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Einmal waren wir beide gleich.
Beide: Proleten im deutschen Kaiserreich.
Beide in derselben Luft,
beide in gleicher verschwitzter Kluft;
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Das ist schon beeindruckend: seit 10 Spielen ist der FC Schalke 04 nun wett- bewerbsübergreifend in Serie ungeschlagen. Acht Siege und zwei Remis, nur Tabellenführer RB Leipzig hat da momentan besseres zu bieten (Elf Begegnungen ohne Niederlage).
Diese neu gewonnene Stärke der Blau-Weißen bekamen am Samstag auch die Werkskicker vom VfL Wolfsburg schmerzhaft zu spüren. Denn das eigene Pressing der VW-Städter prallte wirkungslos an der deckungsgleichen Taktik der Schalker ab.
Man kann Paul Krugman in dieser Hinsicht eigentlich nicht oft genug zitieren. Auch Ekkhart Schlicht hat in einem Blogbeitrag vor kurzem wieder daraufhin gewiesen:

Der Sachverhalt ist einfach aber wichtig. Nach der Einführung des Euro haben sich Ungleichgewichte gebildet, die mit der Überflutung der Peripherie mit Kapitalzuflüssen einhergingen. Diese Ungleichgewichte sind durch eine extrem schmerzhafte und sehr kostspielige Deflation unter Kontrolle gebracht worden.
Sein [Adam Smiths] Werk lebt weiter, hinausgetragen in die Welt von Jüngern wie Gregory Mankiw, Autor des Lehrbuchs Principles of Economics, der Bibel von Erstsemestern rund um den Globus. Erstes Kapitel: „Smith erläutert, wie die ›unsichtbare Hand des Markts‹ den Egoismus des Einzelnen in wachsenden Wohlstand für die Allgemeinheit transformiert.“ Amen.

…
Wie ist das zum Beispiel mit der unsichtbaren Hand? Generationen von Volkswirten haben dazu dieselbe Passage aus dem Wohlstand der Nationen zitiert. Irgendwann wirkte es, als sei das Konzept der Dreh-und Angelpunkt in Smiths Denken.
Die Dodgers werden in 2017 einen beispiellosen fünften aufeinanderfolgenden National League West Titel anstreben, doch trotz ihrer Eliminierung durch die Chicago Cubs Ende Oktober erwarten die Fans eigentlich nichts weniger als die erste World Series seit 1988.
In der Offseason auf dem Weg dahin müssen sie sich aber zunächst auf die Weiter- verpflichtung der beiden wichtigsten Free Agents Kenley Jansen und Justin Turner konzentrieren, oder eben auf die nicht gerade einfache Aufgabe, die beiden als Closer und an der Third Base adäquat zu ersetzen.
Die von Eurostat am 20.10.2016 veröffentlichten Daten (EU28 Leistungsbilanzüberschuss von 13,5 Mrd. €) zeigen eindeutig, dass die EU28 auch im August 2016 einen erheblichen Leistungs-bilanzüberschuss verzeichneten, nach einem Überschuss von 11,3 Mrd. Euro im Juli.

Das August-Resultat belief sich auf einen Zuwachs von 5,3 Mrd € im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Der Netto-Waren- und Dienstleistungshandel blieb dabei mehr oder weniger ausgeglichen.
Na ja, langsam habe ich mich damit abgefunden, dass bei der Altersangabe ab sofort eine 5 vorne stehen wird. Hatte ja auch ein ganzes Jahr Zeit zur Vorbereitung…

Denn heute ist es soweit, auch ich bin jetzt ein halbes Jahrhundert alt. Die Feierlichkeiten sind längst geplant, doch die Vorbereitungen benötigen halt trotzdem etwas Zeit.
Daher wird diese Woche der übliche Bericht über den FC Schalke 04 leider ausfallen müssen. Besonders schade, da das System von Trainer Weinzierl nun Früchte trägt und die Blauen mit den beiden Heimerfolgen über Krasnodar in der Euro-League und Werder Bremen jetzt seit neun Spielen ungeschlagen sind.
Über den S04 geht es hier erst nach der Länderspielpause weiter, die ansonsten gewohnte Anzahl an Beiträgen erscheint sehr wahrscheinlich schon früher wieder.
„Die Notwendigkeit zum Haushaltsausgleich ist ein Aberglaube…ein Mythos. Es ist wie eine religiöse Lehre, die dazu verwendet wird, um Menschen an eine bestimmte Sache glauben zu lassen.“ (Paul Samuelson)
Wahlkampfzeiten dienen oft als eine Erinnerung daran, wie schwierig es eigentlich ist, die durch populäre Illusionen getrübte öffentliche Debatte zu durchdringen. Versucht man es trotzdem – und das gilt dann für alle, die die vorherrschenden neoliberalen Dogmen zerstreuen wollen – so wird man feststellen, dass sich die öffentliche Wahrnehmung wenn überhaupt anscheinend nur quälend langsam verändert.
Balliol Croft, Cambridge 27. ii. 1906
Mein lieber Bowley…
Ich weiß, dass ich in den späteren Jahren meiner Arbeit das wachsende Gefühl hatte, dass ein gutes mathematisches Theorem, welches sich mit ökonomischen Hypothesen beschäftigte, selten auch gute Wirtschafts- wissenschaften darstellte.
Und so begann ich mehr und mehr nach folgenden Regeln zu arbeiten:
(1) Verwende die Mathematik nur als ein Hilfsmittel, anstatt sie zum Motor der Forschungsarbeit zu machen. (2) Halte dich daran, bis du fertig sind. (3) Übersetze alles in lesbare Sprache. (4) Veranschauliche dann anhand von Beispielen, die im wirklichen Leben wichtig sind. (5) Verbrenne die Mathematik. (6) Wenn du Punkt 4 nicht erfolgreich abschließen kannst, verbrenne alles ab 3. Diesen Schritt habe ich in letzter Zeit sehr oft ausgeführt…Mit leeren Händen
Dein Alfred Marshall
(eigene Übersetzung aus einem Blogbeitrag des schwedischen Ökonomen und Wirtschaftshistorikers Lars Syll)
Update vom 04.11.2016:
Ein aktueller Bezug gefällig? Bitteschön: nach der vernichtenden Kritik von Norbert Häring an dem Jahresgutachten 2016 der sogenannten 5 „Wirtschaftsweisen“ dünkt es mir, als hätten sich diese „Weisen“ (zumindest die vier neoliberalen davon) vor der Veröffentlichung auch besser an Punkt 6 der Empfehlung von Alfred Marshall halten sollen…
Drei Minuten war das Spiel am Samstag zwischen dem BVB und Schalke 04 alt, da schaltete der Deutsch-Bosnier Sead Kolasinac zum ersten Mal den Derby-Modus ein.
Mit einer „Monstergrätsche“ räumte er an der Außenlinie den Dortmunder Christian Pulisic so heftig ab, dass dieser in der Werbebande landete. Doch Schiedsrichter Dr. Felix Brych und mit ihm alle Blau-Weißen sahen zuerst einen Kontakt gegen den Ball und werteten die Aktion nicht als Foulspiel.