Keine Radsport-Weltmeisterschaft bei Eurosport

So wie es aussieht, zeigt der Spartensender Eurosport leider keine Bilder von der diesjährigen Radsport-WM (22. bis 29. September) in Verona.

Keine Radsport-WM bei Eurosport

Der Radsportweltverband UCI hatte die Übertragungsrechte für dieses Jahr an die Schweizer Agentur Infront vergeben, mit der Eurosport sich aber offenbar nicht über Live-Bilder einigen konnte.

Wer trotzdem auf dem Laufenden bleiben will, ist entweder auf das Schweizer Fernsehen (sofern man es überhaupt empfängt) oder auf das Internet angewiesen.

Auch die Öffentlich-Rechtlichen halten sich extrem zurück, anstelle von Live-Übertragungen gibt es wohl nur Zusammenfassungen in den bekannten Sportsendungen (siehe Straßen-WM: Keine Live-Bilder im deutschen TV – ARD: «Zuschauer kein großes Interesse»).

Auf Facebook äußert sich Eurosport dazu so:

In diesem Jahr bereitet uns als paneuropäischen Sender allerdings die Strategie des Rechtehalters, der die Programmrechte auf einer nationalen und nicht auf einer europaweiten Basis vermarktet, Probleme. Am Ende haben wir leider keine Einigung mit dem Rechtehalter erzielt und können die UCI WM deshalb leider nicht für die vielen Radsportfans übertragen.

Einerseits ist es natürlich sehr schade, dass Eurosport die Weltmeisterschaft nicht live übertragen kann, doch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Sender in diesem Jahr schon sehr viel Radsport (neben den drei großen Rundfahrten auch sehr viele kleinere Events z. B. in Norwegen oder England) gezeigt hat.

Wenn man also einen Schuldigen suchen will, so sollte man sich dabei auf die Rolle der UCI bei der Rechte-Vergabe beschränken.
Es kann nicht sein, dass man im Bestreben, so viel wie möglich damit zu verdienen, die besonderen Strukturen eines europäisch orientierten und ausgerichteten Senders einfach außer acht läßt.

Schon gar nicht auf dem Rücken der Zuschauer und Fans. Soweit ich weiß, ist es doch eines der Ziele der UCI, für die Weiterentwicklung und -verbreitung des Radsports zu sorgen.

Mit dieser Entscheidung hat man offenbar dem eigenen Bestreben in dieser Richtung einen echten Bärendienst erwiesen.

Schade eigentlich und der gemeinsamen Sache von UCI, Eurosport und Fans sicherlich nicht dienlich.

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