Learn VWL: Mikroökonomischer Erfolg, Scheitern in der Makroökonomie

Um die Makroökonomie verständlicher zu machen kann man eine Analogie zwischen Hund und Knochen verwenden und so demonstrieren, dass die Makroökonomie nicht einfach nur gleich-bedeutend ist mit der „Addition“ der Mikroökonomie.

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Ein Hund und sein Knochen

Als Beispiel sei folgendes Beispiel angenommen: In einer Hunde- und Knochenökonomie versuchen zehn Hunde wiederholt neun im Hof ​​vergrabene Knochen zu finden. In jeder Runde geht mindestens ein Hund leer aus. Dieses Ergebnis ist nicht wirklich wünschenswert – eine Gesellschaft mit mehr als 10% ‚Hundeknochenarmut‘ und ewiger Hundearbeitslosigkeit erscheint alles andere als zufriedenstellend!

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Immer aktuell: Über die Unterschiede einzel- und gesamt-wirtschaftlicher Zusammenhänge

„Private Laster, öffentliche Vorteile“
Mit diesem Untertitel veröffentlichte der Niederländer Bernard Mandeville bereits 1705 seine viel-diskutierte Streitschrift „The Fable of the Bees: or, Private Vices Publick Benefits“, in der er die provo-zierende These aufstellte, dass nicht die Tugend, sondern das Laster der eigentliche Ursprung des Gemeinwohls sei.

The Fable of the Bees (1705)
„Die Fabel von den Bienen“ von Bernard Mandeville, 1705

Die in diesem Buch erstmals bekannt gewordene Ansicht, dass für Gesamtheiten in der Wirtschaft manchmal etwas ganz anderes gilt als für die einzelnen Teile dieser Gesamtheit, wird noch heute als das Mandeville-Paradox bezeichnet und stellt einen wichtigen Grundsatz der ökonomischen Wissen-schaften dar.

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Worum es bei der MMT wirklich geht

Die MMT ist im Grunde eine Reaktion auf die Art und Weise, wie Geld in der Mainstream-Wirtschafts-theorie beschrieben wird. In dieser wird Geld als etwas angesehen, was die Menschen sparen, indem sie es bei Banken deponieren, und das die Banken wiederum durch die Schaffung von Krediten ver-leihen können.

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Das holografische Band auf einer 5-Euro-Banknote

Die Geldschöpfung durch Banken setzt also voraus, dass Privatpersonen sparen. Aber diese Idee ist völlig falsch, so funktioniert Geld nicht. Was die MMT hervorhebt, ist, dass Geld „ex nihilo“ (aus dem Nichts) geschaffen wird. Die Bank drückt einen Knopf und legt einen Kredit an und schafft damit auch neues Geld.

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Economic History: Deutschland 1999 bis 2004 – Die wahre Story vom „kranken Mann“ Europas

„Vom kranken Mann Europas zum Musterknaben“
Immer wieder, wenn auch nur leise Kritik an der deutschen Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte geäußert wird, wenn wieder einmal jemand den deutschen Exportüberschuss kritisiert und in der deutschen Lohnzurückhaltung einen Hauptgrund für die derzeitige Krise der Euroländer sieht, wird sie hervorgeholt:

Eurozone map-1999
Eurozone (offiziell „Eurogebiet“) 1999/2002

Die Erzählung vom kranken Mann Europas, der sich mit schmerzlichen und einschneidenden Refor-men fit gemacht und nun dadurch die Rolle der „Wachstumslokomotive“ in der Europäischen Union übernommen habe.

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Economic History: Die erste Weltwirtschaftskrise 1857 und ihr schnelles Ende

Über die Ursachen der Wirtschaftskrise von 1857, aus der schließlich die erste echte Krise der Welt-wirtschaft erwuchs, ist im Zuge der Aufarbeitung der globalen Wirtschaftskrise seit 2007 schon einiges geschrieben worden:

1857 panic
Run auf die Seamen’s Savings Bank während der Krise von 1857

Der tickende Zusammenbruch | WOZ Die Wochenzeitung, Weltwirtschaft: Alles ist weg | ZEIT ONLINE oder sehr ausführlich in Die „erste“ Weltwirtschaftskrise 1857-1859 | Texte zur Sozial- und Wirtschafts-geschichte.

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Learn VWL: Sparen als Voraussetzung für Investition und Wachstum?

Dem Drängen auf die Schaffung von Anreizen für den Einzelnen mehr zu sparen, wird allgemein nach-gesagt die Investitionen und das Wirtschaftswachstum zu stimulieren. Dabei scheint man von der Annahme einer unveränderten volkswirtschaftlichen Gesamtleistung auszugehen, so dass das, was nicht verzehrt wird zwangsläufig und automatisch zur Kapitalbildung verwendet wird.

Dollar symbol
Dollar-Symbol

Auch hier ist eigentlich das genaue Gegenteil der Fall. In einer Geldwirtschaft bedeutet für die meisten Menschen der Versuch, mehr zu sparen gleichzeitig die Entscheidung dafür, weniger auszugeben.

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Die Tauschlüge: Wie der Kapitalismus die Wirtschafts-geschichte neu schrieb

Einer der Gründungsmythen der modernen Ökonomie ist die Behauptung, dass sich Geld als Tausch-mittel speziell entwickelt hat, um die Grenzen des Tauschhandels zu überwinden.

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Sechsspaltige sumerische Wirtschaftstafel, in der verschiedene Mengen
an Gerste, Mehl, Brot und Bier erwähnt werden

Es ist eine alte Idee, die mindestens bis zu Aristoteles zurückreicht, aber in jüngerer Zeit wurde sie von Adam Smith verfochten und ist überall zu einem Glaubensartikel geworden, von College-Lehrbüchern bis hin zu den intellektuellen Elitekreisen der Wissenschaft.

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Heiner Flassbeck: Herr Klingbeil will sparen…

…Für eine Besserung im neuen Jahr gibt es keinerlei Indikation. Die vorliegenden Prognosen, die für 2026 eine Belebung versprechen, sind alle Schall und Rauch.


Entwicklung des BIP von 2005 bis 2025

Der Bundesfinanzminister müsste folglich sagen, wir werden genau dann sparen, wenn die Wirtschaft wieder läuft, weil die Unternehmen sich verschulden und investieren. Um dahin zu kommen, muss man aber erst Bedingungen schaffen, die dafür sorgen, dass die Unternehmen investieren.

Diese Bedingungen kann nur der Staat schaffen, da wir nicht mehr – wie in den vergangenen 25 Jahren – auf das Ausland als Schuldner setzen können. Folglich muss sich – exakt gegen die Intuition der schwäbischen Hausfrau – der Staat noch mehr verschulden, bevor es überhaupt eine Chance gibt.

Heiner Flassbeck – Herr Klingbeil will sparen…

Economic History: Thomas Piketty – Die Kernschmelze der nordatlantischen Sozialdemokratien

Der französische Ökonom Thomas Piketty von der Paris School of Economics untersuchte schon vor Jahren die Entwicklung der Vermögen in den großen Demokratien an den nordatlantischen Küsten über die letzten Jahrhunderte. Er ermittelte dabei fünf markante Fakten:

2008 Top1percentUSA
Anteil der wohlhabendsten 1% am Gesamteinkommen der Bevölkerung
in den USA vor den Wirtschaftskrisen

• Erstens, der Besitz von privatem Reichtum – mit all seiner Macht, über Ressourcen zu verfügen, zu diktieren, wo und wie Menschen zu funktionieren haben, sowie die Politik zu formen – war immer und stets hoch konzentriert.

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Heiner Flassbeck: Staatsschulden und Finanzierungs-salden

„Die beste und die logisch zwingende Art, den Staat und seinen Schuldenstand mit dem Rest der Volkswirtschaft zu verbinden, sind die Finanzierungssalden.

Welche Linke wollen wir? (31123164757)
Der Ökonom Heiner Flassbeck in Berlin 2018

Sie zeigen quasi auf einen Blick, wie in der gesamten Volkswirtschaft und in der gesamten Welt Ein-nahme und Ausgabendefizite einzelner Sektoren miteinander zusammenhängen.

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