Warum sollte die Inflation in der EURO-Zone in die Lohn-erhöhungen mit einfließen?

Nun, um diese Frage wirklich richtig beantworten zu können, müsste man ganz weit zurückgehen und sich die entscheidenden Fragen stellen:

Europäische Wirtschafts- und Währungsunion-2013
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU 2013)

Warum treten Länder eigentlich einer Währungsunion bei? Aufgrund politischer Entwicklungen, wie es so gern kolportiert wird? Oder weil man den Bürgern das Geldwechseln ersparen möchte? Oder wes-halb sonst?

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Der Zusammenhang zwischen der Eurokrise und der Agenda 2010

Mein erster eigener Beitrag zum Thema Makroökonomie:

Ich versuche einmal, den Zusammenhang der Agenda 2010 zu dem entscheidenden Geburtsfehler der Eurozone entsprechend meinem Kenntnisstand etwas aufzudröseln…

Ausgewählte Leistungsbilanzsalden relativ zum BIP in der Eurozone (1997-2010)
Ausgewählte Leistungsbilanzsalden relativ zum BIP in der Eurozone (1997-2010)

Wenn Deutschland diese Reformen als ein Land mit einer eigenen Währung beschlossen hätte, so bliebe uns tatsächlich heute in der Beurteilung der Richtigkeit eigentlich nur die Diskussion darüber, ob für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hauptsächlich der Binnenmarkt oder der Export wichtiger ist.

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Aufruf: Europa geht anders

Dieser Aufruf dürfte diejenigen interessieren, die die Eurozone noch nicht ganz abgeschrieben haben. Da die dort publizierten Inhalte zu einem Großteil auch meiner Ansicht zum Stand der Dinge in der Eurokrise entsprechen, habe ich den Aufruf bereits unterzeichnet…

Zitat aus dem Aufruf:
Aufruf: Europa geht anders!
Demokratie und Soziale Sicherheit in Europa statt weiterer Sozialabbau durch „Wettbewerbspakt“!

Europa kommt nicht aus der Krise. Die Menschen in Europa befinden sich in der Mitte eines verlorenen Jahrzehnts. Mit jedem Jahr seit Krisenbeginn verschlechtern sich die Nachrichten. Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union erreicht Rekordniveaus: 26 Millionen Menschen haben keinen Arbeitsplatz, rund 10 Millionen mehr als vor der Finanzkrise. Monat für Monat steigt die Zahl der Erwerbslosen um fast 200.000.

In Spanien und Griechenland beträgt die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen bereits fast 60 Prozent. In den meisten Ländern sinken seit Jahren die Reallöhne. In Zahlen lässt sich das damit verbundene menschliche Elend nicht fassen: In Athen sind hunderttausende Menschen auf Suppenküchen angewiesen, in Spanien kommt es trotz leerstehender Wohnungen zu massenhaften Zwangsräumungen. Heizen können sich viele Menschen im Winter nicht mehr leisten. Das sind Verhältnisse, die in Europa als längst überwunden galten!

Die Krise, die Europa erfasst hat, kam nicht überraschend. Sie ist das Ergebnis einer neoliberalen Politik, die auf den Wettbewerb der Staaten, Marktgläubigkeit und eine weitgehend unregulierte Finanzindustrie setzte. Das Vertrauen auf die Überlegenheit der Märkte hat sich als kolossaler Irrtum erwiesen. Die kontinuierliche Umverteilung von unten nach oben hat in eine Sackgasse geführt. Angewachsen sind riesige Privatvermögen einerseits und (Einkommens-)Armut, ungesicherte Arbeitsverhältnisse, Ausbeutung und wachsende Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite.

Ich möchte diesen Aufruf hier ausdrücklich empfehlen und weise noch einmal darauf hin, dass ich ihn selbst auch unterstütze…