Russell Martin ist heiß darauf, sich mit einem Comeback-Jahr einen World Series Ring zu verdienen

Es existiert sicherlich eine Parallele zur Matt-Kemp-Geschichte und eine Hoffnung auf etwas von derselben Magie. Zugegeben, Russell Martin hat diese Geschichte nicht genau verfolgt und spielte 2018 fast so weit von Los Angeles entfernt, wie jemand in der Major League nur spielen kann.

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Russell Martin 2016 noch im Trikot der Toronto Blue Jays

Aber genau wie Kemp im Jahr zuvor ist Martin jetzt wieder dort, wo er seine Karriere begonnen hat. Die Dodgers haben ihn in einem Trade aus Toronto erworben und wetten nun darauf, dass er etwas von dem zurückgewinnen kann, was ihn zeitweise zu einem der besten Offensiv-Catcher im Baseball gemacht hatte.

Die sicherere Sache dabei ist die, dass die Dodgers mit ihm einen Verteidiger und einen Gamecaller erworben haben, der zusammen mit Austin Barnes die Dodgers als eine der besten defensiven Mannschaften hinter der Platte bestätigen könnte.

„Es gibt etwas Besonderes dabei diese Dodger-Uniform anzuziehen, die eine gewisse Magie in dir hervorbringen kann und ich hoffe, dass ich dieses Jahr davon profitieren kann“, so Martin bei seiner Vorstellung. „Das Team ist einfach großartig. Ich möchte nur ein Teil davon sein und schlicht gewinnen.“

Die Zeit wird zeigen, wie Martins Rolle bei der 2019er Ausgabe der Südkalifornier ausfallen wird. Er erklärte sich auch bereit dazu, in dieser Saison ein wenig im Infield zu spielen, ja sogar auch im Outfield falls notwendig. Martin, ein Gold-Glove-Catcher für die Dodgers im Jahr 2007 – seiner zweiten Spielzeit in den Big Leagues – absolvierte in der vergangenen Saison 21 Spiele an der Third Base, drei auf Shortstop und eines im linken Feld. In 71 Begegnungen kniete er wie gewohnt hinter dem Homeplate.

Da Yasmani Grandal einem Deal mit Milwaukee zugestimmt hatte war es kein Geheimnis, dass die Dodgers auf der Suche nach jemandem waren, der besser zu Austin Barnes passen würde. Jetzt besitzen sie zwei Spieler, deren Zuverlässigkeit hinter der Maske unbestritten sein dürfte. Laut Statcorner belegte Barnes beim framing runs above average (FRAA oder RAA) den dritten Platz mit einem Wert von 9,5. Martin war 12. mit 5,0.

„Sowohl bei Austin als auch bei Russell gefällt uns, was sie hinter der Platte leisten, sei es in Bezug auf ihre Ballannahme, ihre Spielsteuerung, die Arbeit, die sie für die sorgfältige Vorbereitung auf ein Spiel einsetzen, und wir sind überzeugt, dass sie beide hervorragende Helfer für unsere Pitcher darstellen.“ so der president of baseball operations Andrew Friedman.

„Ich denke, im Laufe der Zeit habe ich mein ganzes Spiel ein wenig aufpoliert“, sagte Martin. „Ich schätze schon, dass ich beim Fangen wahrscheinlich besser geworden und ein paar Tricks hinter der Platte gelernt habe, wenn es ums Blockieren geht. Aber insgesamt glaube ich, dass es um das Verständnis darum geht, wie man einen Pitching-Staff managt und aus jedem einzelnen Pitcher das Beste herausholt. Ich habe das Gefühl, dass eine meiner Stärken schon immer die Kontrolle des Spiels war.“

Sein Schlagdurchschnitt von .194 und eine OPS von .693 im Jahr 2018 bedeuteten jeweils Karrieretiefs. Doch Martin ist der Ansicht, sich mit besonderem Training in diesem Bereich während der Saisonpause zu verbessern. Er wird am Opening-Day 36 Jahre alt sein und mit einer höheren Motivation spielen, sagte er.

„Ich war schon immer ein Konkurrenz-Typ. Mein ganzes Leben habe ich am liebsten mit anderen gemessen. Ich möchte nicht dass dies mein letztes Jahr ist. Ich komme aus einer Saison, in der ich das Gefühl hatte, einfach schlecht gewesen zu sein, besonders offensiv. Ich versuche jetzt ein Comeback-Jahr und brauche dafür eine Veränderung. Ich habe noch nie eine Meisterschaft gewonnen, und ich habe immer noch Hunger danach.

Ich bin schon ein paar Mal in die Nähe gekommen, aber ich war noch nie beim großen Tanz dabei, und das motiviert mich noch einmal. Es wäre definitiv schön, endlich einen Ring zu gewinnen. Ich weiß, dass das Team von LA letztes Jahr sehr nah dran gewesen ist, und sie haben auch noch Hunger danach. Das ist sehr aufregend für mich und hilft mir definitiv, im Kraftraum ein wenig härter reinzuhauen, und besorgt mir etwas mehr Benzin in den Tank.“

Friedman wurde gefragt, ob die Verpflichtung von Martin die Dodgers auf dieser Position komplett gemacht habe. „Wir mögen das Team, das wir gerade haben, doch das bedeutet nicht, dass wir uns nicht auf Möglichkeiten konzentrieren es weiter zu verbessern. Und ob dies vor Beginn der Saison oder während der Saison erfolgt, kann man jetzt noch nicht abschließend sagen. Aber das ist absolut unsere Denkweise, wie jedes Jahr halt.“

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