AUFGENOMMEN VOR PUBLIKUM BEIM BRISTOL FESTIVAL OF ECONOMICS (17. NOVEMBER 2022) Die Holländer waren in den 1600er Jahren so verrückt nach Tulpenzwiebeln, dass viele ruiniert wurden als die überhöhten Preise, die sie für die Pflanzen zahlten zusammenbrachen – das ist die oft wiederholte Geschichte, die später vom schottischen Bestsellerautor Charles Mackay gefördert wurde. Es ist eigentlich eine grobe Übertreibung.
Ökonomie
Die Ökonomie (Wirtschaftswissenschaft) ist die Lehre von der Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen.
Aktualisiert: Wie die Welteliten uns verraten werden – Lehren aus der römischen Geschichte
Je mehr man sich mit der Geschichte des Römischen Reiches beschäftigt, desto mehr kann man die Gemeinsamkeiten mit unserer heutigen Welt erkennen.
Kaiser Honorius erfährt vom Fall Roms
Natürlich wiederholt sich die Geschichte nicht immer, aber es ist beeindruckend zu bemerken, dass die römischen Eliten mit Beginn des Zerfalls des westlichen Reiches das Volk verlassen haben um sich an sicheren Orten Festungen zu bauen.
Das Spiel Monopoly beschreibt die Modern Money Theory
Wenn Sie jemals das Brettspiel Monopoly gespielt haben können Sie verstehen, wie eine währungs-ausgebende Regierung funktioniert und was Defizite tatsächlich bedeuten.
Ein Monopoly-Brett während eines Spiels
Bevor Sie überhaupt mit dem Spiel beginnen können, muss zuerst das Monopoly-Geld ausgegeben werden: $ 1500 pro Spieler.
Immer noch aktuell: Thomas Piketty über die Konzentration der Vermögen in Europa
Der französische Ökonom Thomas Piketty
Worauf geht also diese zum Teil irrationale Verlustangst, dieses Gefühl der Enteignung zurück? Zweifellos auf eine allgemeine Tendenz, für hausgemachte Schwierigkeiten die Verantwort-lichen anderswo zu suchen.
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Das Gefühl der Enteignung scheint mir vor allem daher zu rühren, dass die Vermögen in den reichen Ländern stark konzentriert sind (für große Teile der Bevölkerung ist Kapital ein abstrakter Begriff) und der Prozess der politischen Abspaltung der größten Vermögen bereits in vollem Gange ist.
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Dennoch sind diese europäischen Privatvermögen eine Realität, und wenn die Regierungen der Europäischen Union es beschlie-ßen würden, wäre es durchaus möglich, sie in die Pflicht zu nehmen.Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert (übersetzt von Ilse Utz und Stefan Lorenzer), Beck, München 2014, S. 620
[ÖKO] NOMICS – über die Ökonomie des Klimawandels
Der Klimawandel ist bereits da, und wir sind auf dem Weg zu einer katastrophalen globalen Erwärmung. Die Regierungen haben es versäumt, die Kohlenstoffemissionen einzudämmen und die Produktion fossiler Brennstoffe nimmt weiter zu. Dies ist nicht nur ein politisches Versagen, es ist auch ein Versagen der wirtschaftspolitischen Analyse.
Diejenigen, die am meisten von der Verschmutzung und Zerstörung des Klimas profitieren können haben die Macht dazu, während diejenigen, die am meisten gefährdet sind die geringste Macht haben es zu stoppen. Ökonomen waren maßgeblich an diesem Versagen beteiligt auf die Krise zu reagieren und ihr Ansatz hat zudem entsprechende Maßnahmen untergraben.
In dieser vierteiligen Vortragsreihe führt uns Professorin Juliet Schor durch die Ökonomie des Klimawandels.
Aktuell: Fatale Irrtümer des finanziellen Fundamentalismus – die Illusion der Ricardianischen Äquivalenz
Die abwegige Illusion der Ricardianischen Äquivalenz
Der negative Effekt der überbordenden Belastung im Angesicht der erhöhten Verschul-dung würde, so wird behauptet, die stimulierende Wirkung des Defizits aufheben. Diese drastische (Fehl-)Hypothese entsteht meist durch das Versäumnis, die wirtschaftliche Situation im Detail zu analysieren.
Das Sparparadoxon war bis zur industriellen Revolution die eigentliche Regel
Wenn man in der Geschichte weiter (als allgemein üblich) zurückblickt, kann man fest-stellen, dass die wirtschaftliche Stagnation aufgrund eines Mangels an Kreditnehmern für Tausende von Jahren vor der industriellen Revolution in den 1760er Jahren als die Norm angesehen werden kann.

Bild 1: Das Wirtschaftswachstum wurde erst nach der industriellen Revolution
zu einer allgemeinen Regel
Wie in Bild 1 gezeigt, fiel das Wirtschaftswachstum in den Jahrhunderten davor ver-schwindend gering aus. Wahrscheinlich gab es trotzdem viele Individuen, die in dieser Zeit des Nullwachstums versuchten zu sparen, da die Menschen sich schon immer Sorgen über eine ungewisse Zukunft gemacht haben.
Nicht zu vergessen: Eine Parabel für die neue Dekade
„Eines Abends an einem Dezembertag 2022 sind mehrere Observatorien des Inter-nationalen Asteroidenwarnnetzwerks verblüfft, als sie eine Ansammlung sich nähernder Asteroiden von massiven Dimensionen entdecken. In den nächsten Wochen bestätigen andere Observatorien den Befund.
Darstellung eines Einschlags eines sehr großen Asteroiden auf die Erde.
Eine sorgfältige digitale Analyse zeigt eine 97%ige Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit unserem Planeten Erde am 24. Dezember 2032 – fast genau zehn Jahre in der Zukunft.
Ben Bernanke: Um einer Bank einen Kredit zu gewähren, verwenden wir einfach den Computer
Auf die Frage, ob es sich um Steuergelder handelt, die die Fed verausgabt antwortete Ben Bernanke, der ehemalige US-Notenbankchef:
„Es handelt sich nicht um Steuergelder. Die Banken haben Konten bei der Fed, ähnlich wie Sie ein Konto bei einer Geschäftsbank haben. Also, um Kredite an eine Bank zu vergeben, verwenden wir einfach den Computer, um das Konto, welches die Bank bei der Fed hat entsprechend zu erweitern. Es ähnelt viel mehr dem Drucken von Geld als einem Kredit.“
Europas (und Deutschlands) alte wohlhabende Menschen…
Was für ein Armutszeugnis, wenn eine der reichsten Regionen überhaupt in der saturierten Gerontokratie versinkt, aber gleichzeitig möchte dass der Rest der Welt eine Party schmeisst und sich ordentlich verschuldet, damit zu Hause endlich mal wieder was los ist.
Stilisierter Euro-Geldbeutel
Jedoch bitte nur als Gäste, bleiben soll keiner, sonst könnte ja der Nachmittagsschlaf im Abend(schlummer)land durch spielende Kinder mit falscher Hautfarbe im Kurpark gestört werden.
Die Leitlinien unserer Politik entsprechen den Interessen alter wohlhabender Menschen, die das was sie haben zusammenhalten möchten, aber jedes Risiko für dessen Mehrung scheuen und denen die nachfolgenden Altersgruppen eigentlich herzlich egal sind. Letzte Generationen werden da nur als Störenfriede betrachtet, denen man mit aller Härte begegnen muss.
Diese alten wohlhabenden Menschen verstehen aber nicht, dass sie für ihre Ersparnisse nur etwas bekommen, wenn jemand Schulden macht und etwas “unternimmt”, also Kredite in der Hoffnung aufnimmt, dass er mit ihnen mehr verdienen kann als er dafür zahlen muss. Auch dem Klimawandel wird letztlich nur so begegnet werden können, ohne weite Teile der Bevölkerung ins Chaos zu stürzen.
Eine kleine Polemik zur aktuellen wirtschaftspolitischen Situation…
