Inflation in der Eurozone sinkt auf 1,1 Prozent

Wie das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) mitteilte, ist die Inflation in der Eurozone im September auf 1,1 Prozent gesunken, den niedrigsten Wert seit Februar 2010 (Eurostat: Inflation in the euro area – Statistics Explained).

Euro area annual inflation and its main components (%),
September 2010 – September 2013, Source: Eurostat


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OECD Economic Outlook – Interaktive Grafik

Die OECD (= Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat Ende Mai ihren neuesten Wirtschaftsausblick für 2014 veröffentlicht.
Da das in Form einer in Webblogs integrierbaren interaktiven Grafik erfolgte, will ich diese Möglichkeit dann natürlich auch gleich nutzen.
Erstes Fazit: ein interessantes „Tool“, das auch einige erstaunliche Vergleiche möglich macht.

So weist z. B. André Kühnlenz auf seiner sehr empfehlenswerten Website www.weitwinkelsubjektiv.com darauf hin, dass Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss 2012 mit 7,1 % des BIP dreimal so hoch war wie der Chinas mit 2,4 %…

Zusammenhang von Löhnen, Produktivität, Lohnstückkosten und Inflation

Nach der allgemeinen Meinung sind ja die Löhne in Deutschland und anderen Industrieländern schon immer zu hoch und müssen im Vergleich z. B. zu China noch erheblich sinken, damit unsere Wirtschaft „wettbewerbsfähig“ gegenüber diesen Ländern bleiben kann.

Lohnstückkosten und Inflation

Zusammenhang zwischen Lohn- und Preisentwicklung (Flassbeck 2012)
mit freundlicher Genehmigung von diekriseverstehen.net
Grafik ursprünglich aus Flassbeck, H. (2012): Zehn Mythen der Krise, Berlin.

Genau darum seien ja auch dorthin die ganzen Unternehmen gegangen, trotz teilweise mieser Infrastruktur, Sprachproblemen und der riesigen geographischen Entfernung. Das einzige Mittel dagegen sei dann eben eine Anpassung der Löhne nach unten, so wie Deutschland das ja auch schon vorgemacht habe.

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Leistungsbilanz und Kapitalbilanz – wer dominiert?

Eine der umstrittenen Fragen der verschiedenen Schulen der Volkswirtschaftslehre ist die nach der Dominanz von Kapital- oder Leistungsbilanz.

Cumulative Current Account Balance
Leistungsbilanz (Kumulierte Leistungsbilanzsalden 1980 bis 2008):
grün = positiv, rot = negativ, grau = keine Daten

Bei wikipedia liest sich das in etwa so:
Betrachtet man die Problematik der Kausalität dieser beiden wichtigen ökonomischen Kenngrößen im Sinne einer Beziehung von Ursache und Wirkung, so stellen sich zwei mögliche Sichtweisen dar:
Exporterfolge führen zu einer negativen Kapitalbilanz, niedrigen Nettoinvestitionen und daraus folgend zu schwachem Wachstum.
Oder entgegengesetzt:
Der Abzug von Kapital führt zu geringer Inlandsnachfrage und zugleich erhöhter Auslandsnachfrage. Der Absatz folgt der Nachfrage und erzeugt damit Exportüberschüsse. Die Nettoinvestitionen bleiben gering, ebenso wie das Wachstum…
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Warum sollte die Inflation in der EURO-Zone in die Lohnerhöhungen mit einfließen?

Nun, um diese Frage wirklich richtig beantworten zu können, müsste man ganz weit zurück gehen und sich die entscheidenden Fragen stellen:

Europäische Wirtschafts- und Währungsunion-2013
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU 2013)

Warum treten Länder eigentlich einer Währungsunion bei? Aufgrund politischer Entwicklungen, wie es so gern kolportiert wird? Oder weil man den Bürgern das Geldwechseln ersparen möchte? Oder weshalb sonst?

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