L.A. Dodgers: Kaderumbruch durch Free Agency?

Nach dem Ausscheiden in den Playoffs gegen die St. Louis Cardinals beginnen in Los Angeles nun allmählich die Vorbereitungen auf die neue Saison.

Insgesamt zwölf Spieler wurden zum Ende der Spielzeit zu sogenannten Free Agents:
die Pitcher Chris Capuano, Carlos Marmol, Ricky Nolasco, Brian Wilson, J.P. Howell und Edinson Volquez, die Infielder Mark Ellis, Jerry Hairston, Nick Punto, Juan Uribe und Michael Young sowie Outfielder Skip Schumaker.

Juan Uribe von den Los Angeles Dodgers

Als Free Agents gelten Spieler, deren Verträge nach Beendigung der Baseball-Saison auslaufen. In der Regel steht es ihnen nun frei, mit anderen Clubs über neue Kontrakte zu verhandeln.

Bei den obengenannten Akteuren handelt es sich um „restricted“ Free Agents, für die nach dem Ablauf ihrer Verträge noch besondere Regelungen gelten.
Sollten diese Spieler bei einem anderen Verein unterschreiben, so steht dem abgebenden Verein eine „compensation“ (Entschädigung) zu, in der Regel in Form von „Draft Picks“, die der neue Verein an den alten Club abtreten muss.
Um dieses Recht in Anspruch nehmen zu können, muss der abgebende Verein dem Spieler allerdings zuerst ein neues Vertragsangebot (eine sogenannte „qualifying offer“) vorlegen. Dieses Angebot ist für jede Spielzeit genau geregelt, in diesem Jahr betrug es 14,1 Millionen Dollar für eine Laufzeit von einer Saison.
Verzichtet er darauf, wird der Spieler zu einen „unrestricted“ Free Agent, der ohne Einschränkungen mit anderen Clubs verhandeln darf.

Zur Abgabe dieser qualifying offers gibt es jedes Jahr eine bestimmte Frist, für 2013 ist sie am Montag abgelaufen.

Die Dodgers haben keinem der oben genannten Spieler ein solches Vertragsangebot gemacht, so dass alle nun bei einem beliebigen anderen Verein unterzeichnen können (übrigens auch beim abgebenden Club!).

Allerdings gibt es Gerüchte, dass die Südkalifornier zumindest bei Nolasco, Punto, Ellis, Uribe und Wilson an einer Weiterverpflichtung interessiert wären, wohl abhängig davon, wie man sich hinsichtlich Bezahlung und zeitlicher Kontraktlänge einigen kann.

Ricky Nolasco soll wohl weiterhin die Rolle des vierten Starters in der Pitching-Rotation ausfüllen, während Nick Punto als vielseitig einsetzbarer Ersatzmann fürs Infield hoch gehandelt wird.
Die Weiterverpflichtung von Veteran Mark Ellis ist angeblich als Absicherung geplant, falls der für die zweite Base eingekaufte Kubaner Alexander Guerrero noch nicht die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

Brian Wilson imponierte in seiner Rolle als Setupman aus dem Bullpen, während Juan Uribe im Herbst seiner Karriere nochmal eine eindrucksvolle Saison an der Dritten Base spielte, eine Position, für die zudem nur wenige andere Free Agents auf dem Markt sind.

Während man mit Coach Don Mattingly schon frühzeitig nach dem Saisonende über eine Verlängerung seines Engagements handelseinig wurde, beginnt nun für die obigen Spieler die heiße Phase des Pokerns um neue Vereinbarungen und Verträge.

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