L. A. Dodgers: Auch die Boston Red Sox sollen „Signs“ gestohlen haben

Die Boston Red Sox werden jetzt wohl als ein weiteres Team entlarvt, das möglicherweise ebenfalls Catcher-Zeichen gestohlen hat.

Fenway from Legend's Box
Der Fenway Park in Boston

Der Betrugsskandal, der die Major League Baseball (und die Dodgers) in dieser Offseason erschütterte, nimmt weiter zu. Ursprünglich wurde gegen die Houston Astros ermittelt, weil sie Kameras und Monitore verwendet hatten um Zeichen von anderen Teams zu stehlen. Und jetzt geraten auch die Red Sox wegen den gleichen Taktiken unter Beschuss.

Laut diesen Berichten haben die Red Sox in den letzten Jahren Strategien zum Stehlen von Zeichen angewendet, die zumindest sehr fragwürdig erscheinen. Dieses System bestand daraus, gestohlene Zeichen über einen Monitor an die Baserunner weiterzuleiten, und unterschied sich so von der Astros-Methode.

Alex Cora, der jetzige Manager der Red Sox ist nun im Zentrum der Kontroversen über beide World Series-Clubs, in denen er Team-Mitglied war. Cora arbeitete als Bench-Coach der Astros während der 2017er World Series gegen die Dodgers und managte die Red Sox in der World Series 2018 – wieder gegen die Dodgers.

Die Major League Baseball gab im Anschluss an diese Nachricht folgende Erklärung ab:

In einem Memorandum an die Clubs vom 15. September 2017 machte der Commissioner deutlich, wie ernst er künftige Verstöße gegen die Bestimmungen zur Verwendung elektronischer Geräte oder die unangemessene Nutzung des Video-Wiedergaberaums nehmen werde. Angesichts dieser Anschuldigungen wird die MLB eine Untersuchung in dieser Angelegenheit einleiten.

Das von den Red Sox angeblich verwendete System hätte Zeichen an einen Baserunner gesendet, der sie dann an den Schlagmann weiterleitete. Es wurde berichtet, dass die Zeichen über die Körpersprache oder bestimmte Aktionen der Runner gesendet wurden, die vor dem Spiel besprochen wurden. Ein Läufer, der mit einem oder zwei Füßen auf die Base tritt, gilt als ein Beispiel für die Weitergabe dieser Informationen.

Unabhängig davon, wie es letztlich ausgeführt wurde, ist dieses System ein wenig anders als das von Houston verwendete. Boston übermittelte die Nachricht über Spieler auf dem Spielfeld, während die Astros eine Kamera im Centerfield benutzten und die Infos direkt an den Schlagmann weitergeleitet wurden, indem man auf einen Mülleimer schlug. Unabhängig davon ist doch recht einfach zu erkennen, wie falsch beide Teams mit diesen Aktionen lagen.

Wenn man sich an das Jahr 2017 erinnert, wurden die Red Sox damals dafür bestraft weil sie Apple-Uhren zum Stehlen von Zeichen verwendet hatten. Während der Diebstahl von Zeichen an sich nicht illegal ist, gilt der Einsatz elektronischer Mittel im Baseball mit Sicherheit als nicht gestattet.

Immer interessanter wird daher auch das Ausmaß der Strafen, mit denen die MLB letztlich die Houston Astros (und jetzt möglicherweise auch die Red Sox) belegen könnte. Und natürlich inwieweit die Dodgers von diesen Aktionen betroffen wären oder sogar profitieren könnten. Für den Sport an sich ist dieser Skandal inzwischen allerdings ein absolutes Desaster.

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