Schalke 04: 0:5 gegen Bayern und Hoffenheim, aber trotzdem auf dem richtigen Weg?

Nur kurz, da diese Woche im Renovierungs- und Schulstress: Sowohl zu Hause gegen München (0:3) als auch in Sinsheim (0:2) gelingt dem S04 kein eigener Treffer. Und gleichwohl hat mir das Auftreten der Blauen in beiden Spielen mehr imponiert als in den meisten Begegnungen vorher.

2011-08-27 Hoffenheim1 (6093610870)
Rhein-Neckar-Arena in Hoffenheim

Kurios, oder? Doch die Einstellung der Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco stimmte beide Male, man gab trotz eines Rückstandes nicht auf, kämpfte und spielte sich zurück ins Geschehen und erarbeitete sich auch wieder eigene Torchancen – die man allerdings alle vergab.

Und das ist dann auch das größte Manko an der ganzen Geschichte, denn ohne den Ball im Netz des Gegners kann man nun mal nicht gewinnen. Alte Fußballerweisheit, vom FC Schalke 04 neu aufgelegt. Seien es Leon Goretzka, Yevhen Konoplyanka oder Guido Burgstaller gegen die Bayern oder der ukrainische Nationalspieler ganz allein in Hoffenheim: alle erwiesen sich als Chancentod, als es darum ging, etwas Zählbares aus diesen Partien mitzunehmen.

Ansonsten agierten die Schalker über weite Strecken wohl so, wie sich das ihr Übungsleiter wünschen würde. Halbwegs gefestigt in der Abwehr um deren Kopf und Anführer Naldo, zielstrebig und bemüht über den bemerkenswert gut aufgelegten Youngster Weston McKennie, wieder Goretzka und vor allem den quirligen Franzosen Amine Harit im Spiel nach vorne. Tedescos System beginnt zu greifen, zumindest ist es schon jetzt deutlich besser erkennbar als das in der letzten Saison. Doch letztlich blieb alles noch brotlose Kunst, da die Abschlüsse erfolglos waren.

Über den umstrittenen Hand-Elfer für Bayern und den Lattentreffer von Konoplyanka in Sinsheim will ich hier gar nicht groß lamentieren, solche Dinge passieren eben, wenn es nicht richtig rund läuft. Es kommt nun erst recht darauf an, sich davon nicht zu sehr beeindrucken zu lassen, die positiven Seiten der beiden Niederlagen aufzuzeigen und so weiterzumachen. Die beiden Alpenkicker Burgstaller und Breel Embolo sollten am Freitag gegen Leverkusen wieder fit sein, um für Tore zu sorgen, ebenso Goretzka und hoffentlich auch die verletzten Bastian Oczipka und Nabil Bentaleb.

Denn jetzt kann es keine Ausreden mehr geben, nun müssen Punkte her. Die Bayer-Werksmannschaft, nach der Länderspielpause die Hertha aus Berlin, dann Mainz 05 und Wolfsburg: im Oktober geht es darum, die Weichen richtig zu stellen, um an den internationalen Wettbewerben dranzubleiben. Denn sonst sind Champions League oder auch nur Europa League schnell wieder Makulatur.

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