Die L. A. Dodgers konzentrieren sich 2018 ganz auf einen einzigen weiteren Sieg…

Das Management des Clubs ist derzeit offenbar sehr zufrieden mit dem Status Quo, brachte Talente aus der eigenen Organisation hinauf zu den Profis und vermied bisher teure Blockbuster-Deals.

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Das Dodger Stadium in Erwartung der neuen Spielzeit

Das Ziel der Südkalifornier für das Jahr 2018 ist eigentlich simpel, aber nicht unbedingt einfach zu erreichen: Gewinne ein Spiel mehr als in der letzten Saison.

Der Beinahe-Erfolg von 2017 hat jedoch nicht dazu verleitet, für ein „letztes Stück des Puzzles“ auf dem reichhaltigen Free-Agent-Markt viel Geld locker zu machen. Das Management möchte zwar gern mit Yu Darvish erneut unterschreiben, gleichzeitig will es aber noch mehr unter der Gehaltsobergrenze der MLB (Major League Baseball luxury tax) bleiben, eine geschäftliche Entscheidung, um entsprechende Gehaltsstrafen der Liga zu vermeiden und mehr finanzielle Flexibilität in den kommenden Jahren zu ermöglichen.

Also, wenn die Dodgers nicht plötzlich die Verträge von Logan Forsythe, Yasmani Grandal oder Hyun-Jin Ryu verschieben können, wartet Darvish vielleicht auf nichts, wenn er auf die Dodgers hofft. „Es würde einige Hürden für uns geben, wenn wir zu diesem Zeitpunkt signifikante Verträge neu abschließen würden“, so General Manager Farhan Zaidi.

Die Spieleragenten können noch so oft auf dem Markt die Werbetrommel rühren, doch die National League Champions bleiben einfach auf ihrer Linie, auch wenn das Fenster der Clayton Kershaw Ära sich schließen könnte, da er aus seinem $ 215 Millionen Vertrag nach dieser Saison aussteigen könnte.

Abgesehen von dem Trade der Großverdiener Adrian Gonzalez, Brandon McCarthy, Scott Kazmir und Infielder Charlie Culberson für das wesentlich geringere Salär von Rückkehrer Matt Kemp haben die Dodgers in dieser Offseason die Füße stillgehalten und entschuldigen sich dafür auch nicht.

„Selbst auf der Pressekonferenz unmittelbar nach der Saison sagten wir, dass uns unsere Truppe so gefällt und wir nur selektiv tätig werden würden, und im Großen und Ganzen haben wir nun die gleiche Mannschaft“, führte Zaidi weiter aus. „Wir gehen jetzt davon aus, mit diesem Kader in die Saison zu gehen. Mit der Leistung des letzten Jahres haben wir allen Grund, auch im Jahr 2018 einen Erfolg zu erwarten.“

Die Dodgers sahen, wie die San Francisco Giants Evan Longoria und Andrew McCutchen holten. Los Angeles hat zwar Gerüchten zufolge versucht, Giancarlo Stanton oder Christian Yelich aus dem Miami-Schlussverkauf zu verpflichten, doch beide Spieler landeten letztlich anderswo und die Marlins erhielten für sie im Gegenzug bündelweise junge Talente.

Aber seit Andrew Friedman das Amt des Präsidenten für Baseball-Operationen übernommen hat, gehören teure Einkäufe nicht mehr unbedingt in das Playbook der Dodgers. Die größten Ausgaben unter Friedman kamen im letzten Winter, als er die Schlüsselspieler Kenley Jansen, Justin Turner und Rich Hill neu verpflichtete. Friedman hat bisher noch keinen neunstelligen Vertrag unterschrieben, und sehr wahrscheinlich wird er das so schnell auch nicht ändern.

Diese Organisation hat es sich stattdessen zur Aufgabe gemacht, aus dem Pool der eigenen Talente den Profikader von innen her aufzufrischen, und der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht – wie etwa bei den beiden NL Rookie of the Year Award-Gewinnern Corey Seager und Cody Bellinger. Weiterhin beruht er darauf, die bislang Übersehenen zu entdecken, wie Alex Wood, Chris Taylor und Brandon Morrow. Ebenso ist man auch bereit, junge vielversprechende Aspiranten wie Bellinger, Julio Urias und Walker Buehler zu pushen.

Selbst ohne viel getan zu haben, steht ein hochkarätiger Kader für den Beginn der Saison bereit. Die Dodgers verpassten einen Ring nur um einen einzigen Sieg. Die 29 anderen Teams der Major League Baseball starten das Spring Training dagegen mit sehr viel mehr Problemen.

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