Bis vor zwei Jahren wurde die Greenford-U-Bahn-Station in West-London bei starkem Regen überflutet. Die Bahngleise sind oberirdisch, aber die Fahrkartenschalter wurde oft überschwemmt. Die Sandsäcke säumen noch immer die Korridore.
Fahrkartenschalter in der Greenford-U-Bahn-Station in West-London 2008
Doch im Oktober 2023 zog eine neue Familie in der Nähe ein, fest entschlossen, das Wasser zu stop-pen. Die Familienmitglieder bauten ihr Haus von Grund auf aus lokalem Holz und zu ungewöhnlichen Zeiten, schliefen den ganzen Tag und arbeiteten nur bei Tagesanbruch und in der Abenddämmerung. Sie ließen sogar ihre kleinen Kinder mitarbeiten.
Die neuen Nachbarn waren Biber.
In West-London erhielten Naturschützer eine staatliche Lizenz, um eine fünfköpfige Biberfamilie in ei-nem 20 Hektar großen Stadtpark in der Nähe der U-Bahn-Station Greenford anzusiedeln. Früher war das ein Golfplatz, durch den ein Bach floss.
Innerhalb weniger Wochen stauten die Biber den Bach auf und schufen einen Teich, der Wasser spei-chert und verhindert, dass es in die Stadt überläuft. Sie leiteten auch den Abfluss des Baches in kleinere Nebenflüsse um und schufen so ein Feuchtgebiet, das starken Niederschlag besser absorbiert – was das Risiko von Überschwemmungen flussabwärts verringerte…
Die Biber haben es der Stadt auch ermöglicht, teure Pläne für das Erbauen eines Stausees und eines Deichs aufzugeben.
