Das Ende einer Negativserie: S04 gewinnt nun auch wieder gegen Werder Bremen

Mehr als zwei Jahre hat es gedauert: genau seit dem 16.09.2017 waren die Schalker gegen Bremen sieg- und punktlos, jetzt hat auch dieser unglückliche Lauf eine Ende. Mit 2:1 nahm der S04 endlich wieder alle Punkte aus dem Weserstadion mit. Und das keinesfalls unverdient!

Weserstadion panorama
Panorama des Bremer Weserstadions

Denn Blau-Weiß besann sich von Anfang an auf die neu gewonnenen Stärken in dieser Saison: ein unglaublich intensives Pressing weit in der gegnerischen Hälfte ließ Werder nur wenig Platz zur Entfaltung und eine gut gestaffelte Abwehr um die beiden starken Innenverteidiger Kabak und Nastasic gestattete der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt lediglich einen Torschuss in Halbzeit Eins.

Schalke machte es etwas besser und kam dank Caligiuris Pfostenknaller nach 25 Minuten zur bis dahin besten Chance vor dem Pausentee. Folgerichtig war die S04-Führung durch Amine Harit dann auch nicht ganz unverdient. Wobei die Frage, ob der marokkanische Nationalspieler das Leder tatsächlich so ins lange Eck schlenzen wollte eher nebensächlich erscheint.

Auch nach der Unterbrechung präsentierte sich die Elf von Chefcoach David Wagner weiterhin galliger, kompakter und auch aufgeweckter als der SV Werder. Leidtragender dieser Schalker Tugenden war dann Sebastian Langkamp, der sich von Benito Raman den Ball abluchsen ließ, den dieser durch die Beine von Bremens Keeper Pavlenka im Gehäuse der Nordlichter versenkte.

In der Folge zeigten die Gelsenkirchener eine weitere neu erarbeitete Stärke, die nach einem kurzen Aufflackern der Werder-Offensive gut zwanzig Minuten lang imponieren konnte. Man ließ die Bremer einfach nicht mehr vor das eigene Tor kommen. Erst der Anschlusstreffer von Yuya Osako brachte die stabile S04-Defensive etwas aus dem Tritt, doch das Schluss-Halali der Hausherren blieb bis auf eine Chance von Milot Rashica in der Nachspielzeit weitestgehend aus.

Die Knappen präsentierten sich taktisch und spielerisch verbessert und bestachen durch Kompaktheit und Einsatzfreude. Im Gegensatz zum 3:3 auf heimischem Rasen gegen Fortuna Düsseldorf waren sie zudem in der Lage einen Vorsprung erfolgreich über die Zeit zu bringen, was vor allem an dem erfolgreichen Comeback von Matija Nastasic als etatmäßigem Innenverteidiger gelegen haben dürfte.

Man sieht also recht gut, wie die von David Wagner angestoßenen Veränderungen Schritt für Schritt vorangehen. Zudem sind die Spieler mit viel Eifer und Willen bei der Sache, was sich nicht nur in der höheren Anzahl an Sprints und den mehr gelaufenen Kilometern pro Begegnung ausdrückt. Manche Akteure wie etwa Omar Mascarell oder Bastian Oczipka sind im Vergleich zur Vorsaison kaum wiederzuerkennen, Amine Harit wird immer mehr zu einem Ausnahmespieler und Stürmer Benito Raman dürfte endlich im Ruhrgebiet angekommen sein.

Nun naht Freitagabend ausgerechnet „Favoriten-Schreck“ Union Berlin, mit zuletzt fünf Punkte-Dreiern in Folge ein eher undankbarer Gegner um die etwas maue Heimbilanz (erst 2 Siege im Gegensatz zu 4 Erfolgen auf fremder Wiese) zu verbessern. Doch nach den bisherigen Ergebnissen der „Eisernen“ dürfte es unwahrscheinlich sein, dass ausgerechnet Taktikfuchs David Wagner die Hauptstädter unterschätzen wird. Trotzdem sollte schon ein Sieg her, um weiter in Schlagdistanz zu den Europapokal-Rängen zu bleiben.

Keine unbedingt leichte Aufgabe…

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