L. A. Dodgers Rückblick 2017: Chris Taylor

Trotzdem Chris Taylor 2017 denkbar knapp den Saisonauftakt der Dodgers verpasste, da er bis dahin zumeist lediglich als Ergänzungsspieler von der Bank eingesetzt wurde, entwickelte er sich dennoch zu einem unverzichtbaren Teil des Clubs, der seine ersten World Series Finals seit 29 Jahren erreichte.

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Dodgers-Outfielder Chris Taylor

Was 2017 gut lief:
Obwohl er aufgrund seiner relativen Unerfahrenheit im Outfield am ersten Spieltag nicht dabei war – seine gesamte Profikarriere von 2012-16 spielte er ausschließlich im Infield – kam Taylor im Centerfield auf 47 Spiele und im Leftfield auf 46 Begegnungen für die Südkalifornier in der letzten Saison, dank seiner Geschwindigkeit, die ihm auf beiden Positionen überdurchschnittlich half und seiner Arbeit im Infield.

Nachdem er in seinen ersten fünf Profijahren nur insgesamt 23 Homeruns in den Majors und Minors zusammen verbuchen konnte, explodierte Taylor im Jahr 2017 mit 21 Homeruns in der MLB förmlich und führte die Dodgers zusätzlich auch noch mit 34 Doubles an.

Es war das Ergebnis einer Generalüberholung seiner offensiven Spielweise, die Taylor während der Postseason-Serie der Dodgers zum Gegenstand nationaler Aufmerksamkeit machte, wobei der normalerweise ruhige und bescheidene Taylor seinen Spaß mit der Langeweile immer wieder wiederholter Fragen hatte.

„Ich schätze, in nahezu jedem Interview wurde ich gefragt: Was ist der Unterschied in diesem Jahr? Und jedes Mal habe ich über meinen veränderten Stil geredet. Also hört auf, mir diese Frage zu stellen, bitte!“ so Taylor lachend während der NLCS. Taylors 15 Homeruns als Leadoff-Hitter brachten ihn auf Rang vier für diese Position in der Dodgers-Franchise-Geschichte.

Mit Läufern auf allen Bases erreichte er 2017 phänomenale 6-von-10 mit drei Grand Slams und vier Walks, resultierend in 20 RBIs bei 14 Auftritten am Schlagmal. Taylor führte sein Team zudem mit 17 Stolen Bases an und erreichte zusammen mit Yasiel Puig als erste Dodgers mindestens 15 Homeruns und 15 Stolen Bases in einer Saison seit Matt Kemp mit 39-40 im Jahre 2011.

Er schlug .254 mit acht Extra-Base-Hits in 15 Postseason-Spielen, erzielte 12 Runs und 11 Walks. In den fünf Partien gegen die Chicago Cubs erreichte Taylor 6-von-19 (.316) mit zwei Homeruns, einem Triple, einem Double und fünf Walks und teilte sich mit Justin Turner die Trophäe des NLCS MVP.

Was nicht so gut gelaufen ist:
Zuhause im Dodger Stadium schaffte Taylor 2017 nur einen Schlagdurchschnitt von .237.

Er kriselte sich weiter durch die Saison und schlug im September nur .218, inklusive einer Serie von 55 plate appearances ohne einen einzigen Walk. Und das obwohl Taylor im ganzen Jahr immerhin 50 Freiläufe schaffte, als einer von sechs Dodgers, die mindestens 50 Walks vorweisen konnten.

Nähere Einzelheiten zur Saison 2017:
Alter: 26 Jahre
Statistik: .288, 21 HRs, 17 SBs, 85 Runs, 72 RBIs
Gehalt: unbekannt, wahrscheinlich irgendwo in der Nähe von $ 540.000-550.000, zusammengefasst für seine bisherige Zeit in den Majors.

Sein Spiel des Jahres:
Beim vielleicht verrücktesten Comeback der Südkalifornier führte Taylor eine Rallye beim Stande von 2:8 im achten Inning an. Er doubelte und scorte in diesem Inning, dann schlug er einen Grand Slam im Fünf-Run-Neuntem zum 10:8-Sieg über die Brewers am 3. Juni in Milwaukee. Taylor erreichte 3-von-4 mit drei Runs und einem Walk bei diesem Erfolg.

Status im Kader:
Taylor hat nun zwei Jahre und 31 Tage in der MLB absolviert und erst nach der Saison 2018 die Möglichkeit, sein Gehalt neu auszuhandeln. Sein Vertrag läuft noch bis 2021.

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