S04: Der Komplettabsturz beim FC Bayern…

Eigentlich findet man immer noch keine Worte zu so einem Debakel zum Start der neuen Saison. Sicherlich, als der Spielplan bekannt wurde war gleichzeitig klar, dass ein Auftakt bei den Münchener Bayern die maximale Strafe für den FC Schalke 04 sein würde.

Und als die Triple-Sieger gar einer Verlegung vom Freitag (traditionell der Übertragungs-termin des Eröffnungsspiels im ZDF) auf einen späteren Zeitpunkt nicht zustimmten, war im Prinzip auch jegliche (in der Theorie) vorhandene Außenseiterchance dahin.

Denn die Mannschaft von Erfolgscoach Hansi Flick zeigte sich hungrig und hoch motiviert und ließ es sich nicht nehmen, die Blauen und vor allem die Taktik von Trainer David Wagner so richtig auseinanderzunehmen. Apropos Übungsleiter: meiner Ansicht nach war diese Begegnung der absolute Offenbarungseid für diesen.

Erschien es schon fragwürdig von Anfang an gegen die pfeilschnellen Außen Serge Gnabry und Leroy Sanè auf einer Linie und sehr hoch zu verteidigen, umso unverständlicher war es diese Taktik nicht spätestens in der Halbzeitpause zu korrigieren. „Dank“ dieses Fehlers des Trainers brach Schalke in der Folgezeit völlig auseinander und ermöglichte den Bayern so einen Rekordsieg zur Saisoneröffnung.

In einer ersten Reaktion nach dem Spiel schrieb ich: Wenn irgendwer bei Schalke noch Eier hat, müsste er Wagner direkt jetzt vor laufender Kamera feuern… Im Prinzip stehe ich auch jetzt noch zu dieser Aussage, auch wenn damit die gesamte Vorbereitung natürlich im Eimer wäre.

Sinnvollerweise hätte man sich gleich bei Bekanntgabe der Auftaktbegegnungen auswärts in Bayern, Leipzig und Dortmund vom Trainer trennen sollen, nicht nur mit dem Hinweis auf dessen langer Sieglos-Serie sondern auch um einem neuen Übungsleiter einen möglichst einfachen Neustart zu ermöglichen.

So steht man nun wieder einmal vor einem Scherbenhaufen, der sich selbst bei einem Erfolg gegen Bremen kaum noch ohne Nebenwirkungen zusammenkehren lässt. Dazu beigetragen hat übrigens auch der Vorstand um Alexander Jobst und Jochen Schneider:

Nicht nur dass man ohne Rücksicht auf irgendwelche Corona-Regeln maskenlos zusammenhockte wie die Bayern-Bosse, viel schlimmer war das plötzliche Auftauchen von Ex-Clubchef Clemens Tönnies, der wie selbstverständlich in den Reihen der S04-Verantwortlichen Platz nahm als wäre nichts geschehen.

Einfach nur ein Totalversagen auf allen Ebenen. Für die weitere Saison lässt das nichts Gutes erahnen…

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