Baumwolle und die Sklaverei in Antebellum Amerika

Die Sklaverei war für den Baumwollboom der Vereinigten Staaten notwendig, weil das Produktivitätsniveau nicht hoch genug ausfiel, um freie Arbeitskräfte anzuziehen.

Cotton pickers and overseer around 1850
Baumwollpflückende Sklaven und berittener Aufseher, Südstaaten der USA ca. 1850

Die vorherrschende Ansicht unter Wirtschaftshistorikern ist, dass die amerikanische Sklaverei ein unnötiges Übel war: nichts Gutes kam damit herum für die Entwicklung der Vereinigten Staaten nach der Unabhängigkeit.

Weiterlesen…

Warum Europa nicht nur beim Impfen scheitert, sondern auch sonst immer wieder…

Als die Pandemie in den ersten Monaten des Jahres 2020 Europa erreichte, reagierte jedes Land für sich. Frankreich, Deutschland, Polen und die Tschechische Republik führten rasch Ausfuhrverbote für medizinische Geräte ein.

Belgique - Bruxelles - Schuman - Berlaymont - 01
Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel

Italien, wo der Ausbruch am verheerendsten war, musste daher auf entsprechende Lieferungen aus China setzen. Die Grenzen wurden nacheinander geschlossen.

Weiterlesen…

Flugzeugabstürze sind keine „übertriebenen Landungen“: einige Hinweise zur Hyperinflation in Simbabwe

Vítejte v Zimbabwe - panoramio
Grenzübergang nach Simbabwe bei Kazungula, Botswana

Einige Anmerkungen zur jüngeren Geschichte von Simbabwe:

1890/1893 fällt die British South Africa Company in Mashonaland/Matabeleland ein und bildet damit die Grundlage für die Kolonie Südrhodesien. Dies schafft einen Drei-Wege-Konflikt, der die Politik der Region für ein Jahrhundert prägen wird.

Weiterlesen…

„Wie geht es der Wirtschaft?“

Wenn Sie vor 100 Jahren jemanden gefragt hätten: „Wie geht es der Wirtschaft?“, so hätte er nicht gewusst wovon Sie sprechen. Zu dieser Zeit wurde über Dinge wie Bankenpanik, den nationalen Wohlstand und den Handel gesprochen.

UnemployedMenHopTrain
Arbeitslose Wanderarbeiter entern einen Zug, ca. 1933 in Kanada

Aber laut Zachary Karabell wurde dieses Ding, das wir Wirtschaft nennen – dieses Ding, das wir ständig mit bestimmten Zahlen messen – erst im 20. Jahrhundert wirklich erfunden. Insbesondere um 1930. „Es wurde wegen der Weltwirtschaftskrise erfunden“, so Karabell in seinem Buch „The Leading Indicators“. Er schreibt:

Weiterlesen…

‎Die längst überfällige Revolution des ökonomischen Denkens‎

Professor James Galbraith, University of Texas (8008828507)
James K. Galbraith 2012

Der US-amerikanische Ökonom James K. Galbraith von der University of Texas führt eine umfassende Diskussion über die vielen Möglichkeiten, bei denen die konventionelle Lehre uns im Stich gelassen hat, von der Steuerung der postpandemischen Ökonomie über die Rolle des Finanzwesens bis hin zu den Problemen der Ungleichheit und des Klima-wandels.‎

Ein Transkript des Interviews gibt es hier.

Wie ein nicht existierendes Land die großen Banken zum Narren hielt

Als Investor in Schwellenländern im Südamerika des 19. Jahrhunderts war es schwierig herauszufinden, was damals wirklich geschah.

Bank of Poyais-1 Hard Dollar (1820s) SCAM
„One Dollar“ der Bank von Poyais

Aktuelle Nachrichten hatten bestenfalls eine dreimonatige Reise hinter sich. Selbst bei gutem Wind dauerte die Hin- und Rückfahrt zwischen London und Südamerika sechs Monate.

Weiterlesen…

1870: Der tatsächliche Beginn der Industriellen Revolution?

Um den wichtigsten Fakt des Zustandes der Weltwirtschaft von 1870 begreifen zu können muss man sich klarmachen, dass sie damals weit mehr ihrer Vergangenheit aus dem Mittelalter entsprach als ihrer Zukunft.

Deck of the Great Eastern, the Cable Trough, etc., 1866 MET DP820957
Maschine zur Verlegung des Transatlantischen Telegraphenkabels (ca. 1866)

Also weit weniger unserer Zeit und vor allem der unserer Nachkommen glich, völlig unabhängig davon, welchen übergeordneten Begriff diese dafür verwenden werden, um unsere von fossilen Brennstoffen, Maschinenbau und der Digitalisierung geprägte Ära zu beschreiben.

Weiterlesen…