Über die angebliche Wirtschaftskompetenz der FDP…


Aua, das ist so daneben und unbefleckt von ökonomischem Sachverstand dass es schon wehtut.

Weiterlesen…

Immer noch hochaktuell: Der Mythos von der Tauschwirtschaft

Der Tausch ist eine sehr frühe Form des Handels. In seiner einfachsten Form werden zwei Güter direkt gegeneinander getauscht.

Bundesarchiv Bild 183-2005-0728-526, Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz
Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz, ca. 1947

So wie auf der Wikipedia-Seite Geschichte des Geldes erklären uns volkswirtschaftliche Lehrbücher fast immer den Beginn der modernen Ökonomie, indem Menschen durch die Einführung von Geld die Tauschwirtschaft in einer arbeitsteiligen Gesellschaft wesentlich vereinfachten.

Weiterlesen…

Überwindung des absoluten und komparativen Vorteils

Das Motiv, welches uns dazu bringt eine Ware zu importieren, ist die Entdeckung ihrer relativen Billigkeit im Ausland: Es ist der Vergleich des Preises im Ausland mit seinem Preis bei uns zu Hause.

David Ricardo in Princibles of Political Economy and Taxation

Ricardo-Plaque (14956935826)
Gedenktafel für David Ricardo

David Ricardo deutete in seinem berühmten Zahlenbeispiel in Kapitel 7 der Principles an, dass es für Portugal vorteilhaft wäre, von 100 Mann hergestelltes englisches Tuch zu importieren, obwohl es vor Ort mit der Arbeit von nur 90 portugiesischen Männern produziert werden könnte.

Weiterlesen…

#LearnMMT – Teil 1: Einführung in die Modern Money Theory

Dies ist eine Reihe von Beiträgen, die erklären wie das moderne monetäre „Fiat“-System funktioniert. Wir werden uns bemühen, die Mechanik des modernen Geldes einfach und verständlich zu verdeutlichen.

El economista Randall Wray 02 (cropped)
L. Randall Wray, einer der führenden Vertreter der MMT

Dabei wird der gesamte Inhalt nicht auf einer Theorie sondern nur auf Fakten beruhen. Machen Sie bitte nicht den Fehler, diese Beiträge für einen normalen Ökonomie-Blog zu halten.

Weiterlesen…

Stephanie Kelton: Der große Mythos der Staatsverschuldung

‎Die Staatsdefizite haben einen schlechten Ruf bekommen, sagt die Ökonomin Stephanie Kelton. In diesem bahnbrechenden Vortrag plädiert sie dafür, die Staatsausgaben nicht mehr als einen Weg zu beängstigenden Schuldenbergen zu betrachten, sondern als finanziellen Beitrag zu den Dingen, die wichtig sind – wie Gesundheitsversorgung, Bildung, Infrastruktur und darüber hinaus. „Wir haben die Ressourcen, die wir brauchen um mit der Reparatur unserer kaputten Systeme zu beginnen“, so Kelton. „Aber wir müssen daran glauben, dass es möglich ist.“‎

Aktuelles Update: Der reale innere Wert einer Währung und dessen Konsequenzen für die Politik

Bei der anstehenden Bundestagswahl am 26. September geht es im Prinzip (neben einiger anderer Problemfelder wie Klimakrise, Einwanderung und Corona) um eine Richtungsentscheidung:

Konstanz (5033092277)
5-Euro-Banknoten

Entweder weiter so wie bisher mit allen Fehlern und falschen Paradigmen des neoliberalen Schrumpfkurses oder aber der tatsächliche Aufbruch in eine neue (auch fiskalpolitisch) progressive Zeit.

Weiterlesen

Joan Robinson über die Destruktivität des Freihandels

Joan Robinson in ihrer 1977 erschienenen Arbeit „What has become of employment policy?“ über die Destruktivität des Freihandels und wie er zu einer Divergenz in der ökonomischen Entwicklung der Staaten führt:

Deutscher Außenhandel (absolut)
Gesamtentwicklung des deutschen Außenhandels ab 1950

Relevanter Text mit hervorgehobenen Highlights:

Der Klassenkrieg war nicht das einzige Element des Laster im System des freien Marktes, das das Zeitalter des Wachstums störte. Es gab auch die Probleme, die durch die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung zwischen verschiedenen kapitalistischen Nationen und die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Industrieländern und den Primär-produzenten, insbesondere in der Dritten Welt, verursacht wurden.

Weiterlesen…

Der wirtschaftliche Abstieg Portugals im 19. Jahrhundert

Monumento a los Descubrimientos, Lisboa, Portugal, 2012-05-12, DD 13
Denkmal der Entdeckungen in Lissabon

‎Noch 1750 hatte Portugal eine deutlich höhere Pro-Kopf-Produktion als Frankreich oder Spanien. Doch nur ein Jahrhundert später war Portugal das ärmste Land Westeuropas.

In diesem Artikel zeigen wir, dass die Entdeckung riesiger Mengen an Gold in Brasilien im achtzehnten Jahrhundert eine Schlüsselrolle für die langfristige Entwicklung der portugiesischen Wirtschaft spielte.

Wir konzentrieren uns auf den Fluch der wirtschaftlichen Ressourcen: den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors der handelbaren Güter, der sich im Anstieg der Preise für nicht handelbare Güter im Verhältnis zu den handelbaren Importen manifestierte.

Anhand von Originalpreisdaten aus Archiven für vier portugiesische Regionen zwischen 1650 und 1800 zeigen wir, dass im achtzehnten Jahrhundert eine reale Wechselkursaufwertung von etwa 30 Prozent auftrat, was zu einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Industrie führte, von dem sich das Land erst wesentlich später erholte.‎

The Cross of Gold: Brazilian treasure and the decline of Portugal

Noch immer aktuell: der enge Zusammenhang zwischen den Lohnstückkosten und der Inflation

Im internationalen Vergleich der Volkswirtschaften sind nicht die tatsächlichen Löhne, sondern die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten (d. h. die Löhne im Verhältnis zur Produktivität) die entscheidenden Faktoren.

Lohnstückkosten und Inflation

Zusammenhang zwischen Lohnstückkosten- und Preisentwicklung (Flassbeck 2012)

Und seit 60 bis 70 Jahren gibt es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Lohnstück-kostenwachstum und der Inflationsrate (der allerdings ebenso lange von Neoliberalen, Monetaristen, Österreichern, aber auch vielen Keynesianern beharrlich ignoriert wird).

Weiterlesen…

Deutschlands „Job-Wunder“: Nur ein Teilzeitwunder!


Diese Notwendigkeit zeigt die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland seit den 1990er Jahren: Während die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Zeitraum insgesamt deutlich anstieg, ging die Zahl der gesamtwirtschaftlich geleisteten Arbeitsstunden zurück.

Weiterlesen…