To Remember: Die Geschichte wiederholt sich doch, nur die Ökonomen lernen offenbar nichts daraus

Es lief alles ganz hervorragend für die Reichen, die jeden Kredit bekamen, den sie dazu benötigten, um das Wirtschaftssystem nach den napoleonischen Kriegen zwischen rigider Deflation und monetärer Orthodoxie einzuklemmen: es war dagegen stets der kleine Mann, der weiterhin litt, und der in allen Ländern und zu allen Zeiten des neunzehnten Jahrhunderts leichteren Zugang zu Krediten und eine andere Finanzpolitik forderte.

E. J. Hobsbawm, in seinem Buch „The Age of Revolution 1789 – 1848“, S. 39

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Die schwersten Konsequenzen [der ersten kapitalistischen Wirtschafts-krisen] waren sozialer Art: die Umstellung auf die neue Ökonomie schuf Elend und Unzufriedenheit, und damit die Materialien für eine soziale Revolution.

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Wie Milton Friedman die Vorherrschaft der Weißen für die Privatisierung der Bildung ausnutzte

Die „freie Schulwahl“ in den USA zielte darauf ab, die Wahl einer gleichberechtigten, integrierten Bildung für schwarze Familien zu blockieren.

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Porträt von Milton Friedman, 2004

Dieses Paper führt die Ursprünge der heutigen Kampagnen für Schulgutscheine und andere Formen der öffentlichen Finanzierung privater Bildung auf die Bemühungen von Milton Friedman ab 1955 zurück.

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#LearnMMT – Teil 3: ‎Drei wesentliche Funktionen des Modern Money‎

Um zu verstehen, wie die moderne Geldwirtschaft funktioniert, müssen wir einen Schritt in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung machen. Dabei hat ein modernes Geldsystem drei wesentliche Merkmale:

– Einen variablen Wechselkurs, der die Geldpolitik von der Notwendigkeit befreit, um Devisenreserven zu kämpfen.
– Eine Regierung, die ein souveränes Monopol über die Bereitstellung ihrer eigenen Fiat-Währung hat.
– Unter einem Fiat-Währungssystem hat die von der Regierung definierte Geldeinheit keinen inneren Wert.

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Der Wettbewerb der Nationen – immer noch ein Abwertungs-Wettlauf?

Einen besonderen Stellenwert in der Folge der weltweiten Globalisierung und besonders der Finanz- und Eurokrise nimmt offenbar immer noch der Begriff des Wettbewerbs der Nationen ein.


Wird in der Politik über Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung dieser Krisenzustände diskutiert, so wird häufig die Forderung erhoben, die verschuldeten Länder müssten „wettbewerbsfähiger“ werden, um in der Konkurrenz zu anderen Staaten bestehen oder sich gar verbessern zu können.

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In memoriam David Graeber: Wie Geld geschaffen wird…

Alles, was wir wissen, ist nicht nur falsch – es ist schlicht verkehrt herum. Wenn Banken Kredite vergeben, schaffen sie Geld.

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Nahaufnahme eines US-Dollar-Scheines

Denn Geld ist eigentlich nur ein IOU (Schuldschein). Die Rolle der Zentral-bank besteht letztlich darin eine Rechtsordnung zu garantieren, die den Banken das ausschließliche Recht einräumt, Schuldscheine bestimmter Art zu schaffen, welche von der Regierung durch ihre Bereitschaft, sie als Steuern anzunehmen als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt werden.

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Märkte sind immer Geschöpfe staatlicher Regierungen

Dabei geht es nicht nur um Märkte, die ein System erzwungener Eigentumsrechte erfordern, welches zumindest in rudimentärer Form eine Regierung voraussetzt.

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Markthalle im Covent Garden, London

In monetären Volkswirtschaften benötigen funktionierende Märkte auch eine lebensfähige Währung, die im Gegenzug allgemein akzeptiert wird.

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Immer noch aktuell: Der Kredit, das unbekannte Wesen

Angesichts der von der Politik offenbar immer noch missverstandenen Bedeutung von Sparen und Verschuldung kann man nicht oft genug auf eine der leider nur wenig bekannten makroökonomischen Grundregeln hinweisen:

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Euro-Banknoten

Niemand muss sparen, damit andere einen Kredit erhalten; aber jemand muss einen Kredit aufnehmen, damit andere sparen können.

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Bank of England: Money creation in the modern economy

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‎Das Gebäude der Bank of England an der Lombard Street in London

Die Realität, wie Geld heute geschaffen wird, unterscheidet sich von der Beschreibung in einigen Wirtschaftslehrbüchern:
• Anstatt dass die Banken Einlagen erhalten, wenn die Haushalte sparen und sie diese dann ausleihen, entstehen durch Bankkredite Einlagen.
• In normalen Zeiten legt die Zentralbank weder die Geldmenge fest, die im Umlauf ist, noch wird das Zentralbankgeld in mehr Kredite und Einlagen „multipliziert“…

Der größte Teil des Geldes wird nicht von den Druckmaschinen der Bank von England, sondern von den Geschäftsbanken selbst erzeugt: Banken schaffen Geld, wenn sie jemandem in der Wirtschaft Geld leihen oder Vermögenswerte von Verbrauchern kaufen.

Und im Gegensatz zu den Darstellungen in einigen Lehrbüchern kontrolliert die Bank von England keineswegs direkt die Geldbasis oder die verschiedenen Geldmengenaggregate.

aus Bank of England’s Monetary Analysis Directorate

#LearnMMT – Teil 2: Die Geschichte des modernen Geldes

Zwischen 1870 und 1914 gab es einen globalen festen Wechselkurs. Währungen waren an Gold gebunden, was bedeutete, dass der Wert einer lokalen Währung zu einem bestimm-ten Wechselkurs zu Goldunzen festgelegt wurde.

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Einige zum Transport oder zur Lagerung ausgerichtete Gold-Barren

Dies wurde als Goldstandard bezeichnet. Dieser ermöglichte eine uneingeschränkte Kapitalmobilität sowie eine globale Stabilität in Währungen und Handel. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der Goldstandard jedoch aufgegeben.

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Heute wichtiger denn je: Die Märkte funktionieren nicht überall

Wenn wir bei allem was wir tun über den Preis dieser Transaktion feilschen müssten, würde wahr-scheinlich vieles nicht gemacht werden.

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Corona-Testcenter der Nationalgarde in den Vereinigten Staaten –
nicht unbedingt das Paradebeispiel eines funktionierenden Marktes

Der amerikanische Ökonom Tyler Cowen hat auf seinem Blog eine laufende Serie von Posts mit dem Titel „Markets in Everything“. Auch andere Wirtschaftswissenschaftler und Journalisten haben diese Phrase übernommen, mit gutem Grund – handelt es sich dabei doch um eine eindrucksvolle und kraftvolle Idee, die als eine der Grundlagen der westlichen politischen Ökonomie im späten 20. Jahrhundert angesehen wird.

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