Die Volkswirtschaftslehre, auch Nationalökonomie oder Sozialökonomie, kurz VWL, ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft. Sie untersucht Zusammenhänge bei der Erzeugung und Verteilung von Gütern und Produktionsfaktoren.
Die abwegige Illusion der Ricardianischen Äquivalenz
Der negative Effekt der überbordenden Belastung im Angesicht der erhöhten Verschul-dung würde, so wird behauptet, die stimulierende Wirkung des Defizits aufheben. Diese drastische (Fehl-)Hypothese entsteht meist durch das Versäumnis, die wirtschaftliche Situation im Detail zu analysieren.
Wenn man in der Geschichte weiter (als allgemein üblich) zurückblickt, kann man fest-stellen, dass die wirtschaftliche Stagnation aufgrund eines Mangels an Kreditnehmern für Tausende von Jahren vor der industriellen Revolution in den 1760er Jahren als die Norm angesehen werden kann.
Bild 1: Das Wirtschaftswachstum wurde erst nach der industriellen Revolution
zu einer allgemeinen Regel
Wie in Bild 1 gezeigt, fiel das Wirtschaftswachstum in den Jahrhunderten davor ver-schwindend gering aus. Wahrscheinlich gab es trotzdem viele Individuen, die in dieser Zeit des Nullwachstums versuchten zu sparen, da die Menschen sich schon immer Sorgen über eine ungewisse Zukunft gemacht haben.
„Eines Abends an einem Dezembertag 2022 sind mehrere Observatorien des Inter-nationalen Asteroidenwarnnetzwerks verblüfft, als sie eine Ansammlung sich nähernder Asteroiden von massiven Dimensionen entdecken. In den nächsten Wochen bestätigen andere Observatorien den Befund.
Darstellung eines Einschlags eines sehr großen Asteroiden auf die Erde.
Eine sorgfältige digitale Analyse zeigt eine 97%ige Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit unserem Planeten Erde am 24. Dezember 2032 – fast genau zehn Jahre in der Zukunft.
Auf die Frage, ob es sich um Steuergelder handelt, die die Fed verausgabt antwortete Ben Bernanke, der ehemalige US-Notenbankchef:
„Es handelt sich nicht um Steuergelder. Die Banken haben Konten bei der Fed, ähnlich wie Sie ein Konto bei einer Geschäftsbank haben. Also, um Kredite an eine Bank zu vergeben, verwenden wir einfach den Computer, um das Konto, welches die Bank bei der Fed hat entsprechend zu erweitern. Es ähnelt viel mehr dem Drucken von Geld als einem Kredit.“
Bei der Makroökonomie ist das nicht anders. Das grundlegende Modell über Rezessionen und Booms, welches im Eingangsstudium der Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird, beruht auf den Begriffen der aggregierten Nachfrage und des aggregierten Angebots.
Wissenschaftliche Modellierung und eine Systemrisikoanalyse legten vor einiger Zeit den Schluss nahe, dass das galaktische Imperium nach dem Verlust zweier riesiger Todessterne finanziell ruiniert wäre.
Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…
Die Rebellenallianz zerstörte zwei Raumstationen ihrer eingeschworenen Feinde, besiegte deren Imperator Palpatine und löste seine Regierung auf. Das fiktive galaktische Imperium, das von der beliebten Star Wars-Filmreihe ins Leben gerufen wurde, lag nach der Schlacht von Endor am Ende von „Episode VI: Rückkehr der Jedi-Ritter“ vollständig in Trümmern.
Dieses Video der Bank of England erklärt, wie der Großteil des Geldes in der modernen Wirtschaft von den Geschäftsbanken erzeugt wird, indem sie Kredite vergeben.
Die Geldschöpfung unterscheidet sich in der Praxis von einigen weit verbreiteten Miss-verständnissen: Banken agieren nicht einfach als Vermittler und verleihen Einlagen, die Sparer vorher bei ihnen platzierten und sie „multiplizieren“ auch nicht das Geld der Zentralbank um neue Kredite und Spareinlagen zu schaffen.
Die Höhe des in der Wirtschaft geschaffenen Geldes hängt letztendlich von der Geldpolitik der Zentralbank ab. In normalen Zeiten erfolgt dies durch die Festlegung von Zinssätzen. Die Zentralbank kann die Geldmenge auch direkt durch den Kauf von Vermögenswerten beeinflussen.
Arbeitslosigkeit könnte ein fernes Phänomen von gestern sein. Könnte. Wenn nicht die noch immer vorherrschende wirtschafts-feindliche Ideologie des schlanken und sparenden Staates die Zusammenhänge ignorieren würde.
„Die Notwendigkeit zum Haushaltsausgleich ist ein Aberglaube…ein Mythos. Es ist wie eine religiöse Lehre, die dazu verwendet wird, um Menschen an eine bestimmte Sache glauben zu lassen.“ (Paul Samuelson)
Nicht nur Wahlkampfzeiten dienen oft als eine Erinnerung daran, wie schwierig es eigentlich ist, die durch populäre Illusionen getrübte öffentliche Debatte zu durchdringen.