Wie die Ungleichheit der Vermögen den Konsum beeinflusst

Wenn politische Entscheidungsträger etwas Geld in die Wirtschaft injizieren – sei es durch eine Steuersenkung, eine Ausweitung eines Sozialversicherungsprogramms wie etwa der Arbeits-losenversicherung oder durch eine Kreditausweitung durch Senkung der Zinssätze – wie bereitwillig wird dieses Geld dann wohl ausgegeben?

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Euro-Banknoten…

Es hängt teilweise davon ab, wer das Geld bekommt. Aber wie sollten die Politiker fest-stellen, welche Haushalte denn nun den größten Teil dieses zusätzlichen Geldes wieder ausgeben werden?

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Die Makroökonomie der Stanley-Cup-Dynastien

Da die NHL-Playoffs um den Stanley Cup gerade beendet wurden, wäre es an der Zeit darüber nachzudenken, wie sich die wirtschaftlichen Bedingungen und Einflüsse in der vergangenen Saison auf den Wettbewerb innerhalb der NHL ausgewirkt haben.

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Bully in der National Hockey League

Vor ein paar Jahren – speziell während der Stanley Cup-Finalserie 2015 zwischen den Chicago Blackhawks und Tampa Bay Lightning – ließ sich ein interessanter Umstand feststellen, der die Wettbewerbslandschaft der Liga beeinflusst haben könnte.

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Monetärer Irrsinn

Es ist buchstäblich quälend peinlich unseren politischen Führer dabei zuzusehen, wie sie versuchen, die Art und Weise, wie wir als kollektive Gesellschaft Steuern auf uns selbst erheben zu überdenken und umstrukturieren.

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Details einer US-Dollar-Banknote

Es erscheint fast so, als würde man einem Familienmitglied zuschauen, das mit einer psychischen Krankheit zu kämpfen hat: Die Dämonen, mit denen gerungen wird, sind imaginär – und doch haben sie irgendwie die greifbare Kraft einer Betonwand.

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Die Entzauberung des Mythos NAIRU

Selbst als er zum gängigen Mainstream wurde, zerbrach der vermeintliche Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und steigenden oder fallenden Inflationsraten vollständig – vor allem in den 1990er Jahren.

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Kurzfristige Phillips-Kurve vor und nach der Expansionspolitik
mit langfristiger Phillips-Kurve (NAIRU)

Die Erwerbslosigkeit fiel im Jahr 2000 auf unter 4 Prozent, ohne dass dadurch die Inflation gestiegen wäre. Und seit dem Beginn der Großen Rezession ist die Kluft zwischen Theorie und Realität nur noch weiter gewachsen…

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Unternehmenskonzentration und stagnierende Löhne

Aus dem NBER Digest: „Zwei Studien deuten darauf hin, dass ein Anstieg der Monopson-Macht der Arbeitgeber mit niedrigeren Löhnen verbunden ist.“

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Unternehmenskonzentration in den USA von 1977-2009

Stagnierende Löhne und ein rückläufiger Anteil des Arbeitseinkommens am BIP in den letzten Jahr-zehnten haben eine Reihe von möglichen Erklärungen hervorgebracht. Dazu gehören Outsourcing, ausländische Konkurrenz, Automatisierung und der Niedergang der Gewerkschaften.

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Oberster Grenz-Einkommenssteuersatz in den USA zwischen 1913 und 2013

Amerika erhebt seit mehr als 50 Jahren die Einkommenssteuern falsch.

Alle Amerikaner, einschließlich der Reichen, wären besser dran, wenn die Spitzensteuersätze wieder in die Eisenhower-Ära zurückgingen, als der oberste Grenzsteuersatz 91 Prozent betrug, so ein neues Arbeitspapier von Fabian Kindermann von der Universität Bonn und Dirk Krueger von der Universität von Pennsylvania.

Die höchste Steuerrate, die alle Bürger einschließlich der Top 1 Prozent der Verdiener, gleich gut stelle, sei „irgendwo zwischen 85 und 90 Prozent“, so Krüger gegenüber der „Huffington Post“. Derzeit wird die Spitzenrate von 39,6 Prozent für Einkommen über $ 406.750 für Einzelpersonen und $ 457.600 für Paare erhoben.

Weniger als 1 Prozent der Amerikaner, oder etwa 1,3 Millionen Menschen, erreichen überhaupt diese oberste Gruppe der Top-Verdiener.

Quelle

Die Lehren aus einer Roboter-Übernahme in Zeitlupe

Die Baumwollernte wird heute von Maschinen dominiert. Aber bis es soweit war, hat es Jahrzehnte gedauert.

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Eine Baumwoll-Erntemaschine von John Deere bei der Arbeit in den USA

Aus der Kabine eines hochmodernen Cotton-Ernters Marke John Deere erscheint das Pflücken von Baumwolle heute als der einfachste Job der Welt. Man tuckert mit vier oder fünf Meilen pro Stunde herum und sieht zu, wie die leuchtend gelben Finger der riesigen Maschine acht Reihen von Kapseln gleichzeitig verschlingen.

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Makroskop: Der kranke Mann Europas wird gesund, der Rest bekommt Fieber

Fieberthermometer

…Die Übertragung des merkantilistischen Modells auf die gesamte EU (insbesondere die Eurozone) wird auf Dauer nicht nachhaltig sein können. Zunächst macht sich Europa damit abhängig von der Nachfrage in der übrigen Welt.

Zweitens wird der Euro bei gravierenden Überschüssen und restriktiverer Geldpolitik so stark aufwerten, dass jeglicher Wettbewerbsvorteil, der durch Lohnzurückhaltung erreicht wurde, zunichte gemacht wird.

Drittens hat Europa einen Exportanteil von 15 % und es ist ebenso unwahrscheinlich wie irrational, diesen Anteil signifikant steigern zu wollen; die Welt ist kein großer und integrierter Markt, sondern besteht aus mehreren, recht geschlossenen Volkswirtschaften.

Viertens, und das ist mindestens ebenso wichtig, stellt sich beim Merkantilismus natürlich auch eine moralische Frage, weshalb die einen immer auf Kosten der anderen die Überschüsse fahren müssen, anstatt sich einem fairen und ausgeglichenen Handel zu widmen.

aus Der kranke Mann Europas wird gesund, der Rest bekommt Fieber

42 Milliardäre vs. 3,7 Milliarden sonstiger Menschen

Laut Oxfams von der Credit Suisse erstellten Daten-Analyse (die ich Ende letzten Jahres auf andere Weise unter die Lupe genommen hatte) besitzen jetzt 42 Milliardäre das gleiche Vermögen wie die unteren – 3,7 Milliarden – der Weltbevölkerung.

Zusammen haben diese 3,7 Milliarden Menschen nur die Hälfte von einem Prozent (0,53 Prozent) des Weltvermögens, eine Zahl, die auf gerade einmal ein Prozent (0,96 Prozent) steigt, wenn die Nettoverschuldung ausgeschlossen wird.

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Thomas Piketty: Soziale Ungleichheit weltweit gewachsen

Der französische Starökonom Thomas Piketty prangert laut einem ZEIT-Artikel diesen Trend auch in Deutschland an.

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Thomas Piketty 2014 in Paris

Mitschuldig seien auch die Privatisierungen durch den Staat, von denen fast ausschließlich nur die bereits Begüterten profitiert hätten. Für die untere Hälfte der Verdiener dagegen lägen die Löhne inflationsbereinigt heute unter denen von vor zwanzig Jahren.

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