Economic History: Roland Kaiser über das Versagen der Politik und wie Reiche helfen könnten

„Ich bin ein großer Freund der Sozialen Marktwirtschaft – so wie es die Gründerväter der Bundesre-publik wollten: sozial also groß geschrieben.“ Es bedrücke ihn, „wie heute die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht“. Kaiser: „Da versagt die Politik.“

Kaisermania
Schlagersänger Roland Kaiser bei den Filmnächten am Elbufer 2013

Er jedenfalls mache sich große Sorgen, dass die zunehmende soziale Spaltung das Land gefährdet. Und es ärgere ihn, dass die Politik dagegen ernsthaft nicht handele. So verstehe er nicht, weshalb es in Deutschland keine Vermögensteuer gebe, schließlich gebe es die überall, „bei uns aber nicht, da macht man darum ein Mordsgewese“.

Er selbst, so Kaiser, sei heute „auf der Sonnenseite des Lebens“ – und deshalb auch bereit, mehr Steuern zu bezahlen – „um gute Schulen zu haben, gute Krankenhäuser, funktionierende Feuerwehren“. Denn „mit Steuern kann man steuern, was für eine Gesellschaft man bekommt, ob es gerecht oder ungerecht zugeht.“

Schlagerstar Roland Kaiser politisch und gesellschaftskritisch sehr aktuell im stern vor fast zehn Jahren

Pünktlich zu seinem 74. Geburtstag: Auch wenn man über seine Musik streiten könnte, darf es über diese Aussagen eigentlich keine zwei Meinungen geben. Daher verbeuge ich mich auch heute noch vor ihm und sage: Großen Respekt, Herr Kaiser!

Economic History: Die keynesianische Revolution und die monetaristische Konterrevolution

Die enge Verbindung zwischen Wirtschaftstheorie und politischer Macht wird durch den Aufstieg und Fall der keynesianischen Ökonomie im 20. Jahrhundert deutlich.


Der Vermögensanteil der obersten 1% in den USA zwischen 1930 und 1980

Das Vertrauen, das durch Theorien erzeugt wurde, die das Funktionieren einer Marktwirtschaft verherr-lichten, veranlasste führende Ökonomen kurz vor der Weltwirtschaftskrise von 1929 dauerhaften Wohl-stand vorherzusagen.

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Vergessener Held: Wassili Alexandrowitsch Archipow

Wassili Archipow war während der Kubakrise auf dem sowjetischen, mit nuklearen Torpedos be-stückten U-Boot B-59 (Б-59) der Klasse Projekt 641 stationiert.

Soviet b-59 submarine
Ein Hubschrauber der US Navy umkreist B-59

Am 27. Oktober 1962 drang dieses U-Boot (wahrscheinlich mit Absicht) in die von den USA errichtete Quarantänezone um Kuba ein, woraufhin es von US-amerikanischen Zerstörern in internationalen Gewässern verfolgt und eingekesselt wurde.

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