Die Austerität gegenüber Griechenland wird weitergehen

Der alte Witz, der eine kritische Wahrheit vermittelt, ist das Plakat mit der Aufschrift „Die täglichen Auspeitschungen werden weitergehen, bis sich die Moral hier verbessert.“

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Obdachlose in Athen 2021

Die Troika begreift die Ironie des Plakates nicht, denn sie denkt, dass die Antwort auf die durch die Austerität verursachten Albtraumprobleme der Eurozone noch mehr Austerität darstellt. Das jüngste Beispiel sind drei IWF-Geschichten, die alle gleichzeitig abliefen.

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S04 kann Ko Itakura nicht weiter verpflichten

Eine sportlich wie finanziell offenbar sehr schwierige und quälende Entscheidung der Schalker Verantwortlichen, die aber letztlich nur zeigt, wie angeschlagen der Verein nach den desaströsen Jahren vor und während des Bundesliga-Abstiegs immer noch ist.

Auf der einen Seite ist es zwar sehr schmerzlich, wenn man einen der wichtigsten Spieler der AufsteiGEr-Mannschaft nicht vertraglich an sich binden kann, gleichzeitig aber steht ein solches Handeln auch für den gewaltigen Paradigmen-Wandel, den der Klub durchgemacht hat.

Die Generation Tönnies/Heldt/Heidel hätte einen solchen 6-Millionen-Deal mit Manchester City ohne Bauchschmerzen als eine weitere (wirtschaftlich nicht haltbare) Wette auf die Zukunft locker durchgewunken, heute müssen Rouven Schröder und Co. richtigerweise erst einmal rechnen und den recht klammen Gesamtetat im Auge behalten.

Eine neue Zeit auch für die Schalker Fans, die aus der Vergangenheit ein ganz anderes Gehabe gewöhnt waren. Bitter, aber wohl unvermeidlich wenn man nicht wieder in alte unseriöse Verhaltensweisen zurückfallen will.

#LearnMMT – Teil 7: Über die Bilanzierung der öffentlichen Haushaltsdefizite

Mainstream Econ 101
Stellen Sie sich vor, Sie und ich sind die einzigen Menschen in einer Wirtschafts-gemeinschaft. Nehmen wir an, wir verwenden Muscheln als Währung und handeln mit niemandem außer untereinander.

Sectoral Financial Balances in U.S. Economy
‎Sektorale Finanzsalden in der US-Wirtschaft 1990-2012‎

Wenn wir also Handel treiben, tauschen wir Waren und Dienstleistungen gegeneinander gegen die Menge an Muscheln aus, die diese Waren und Dienstleistungen wert sind.

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‎Bush-Ausrutscher: Ehemaliger Präsident nennt Irak-Invasion „ungerechtfertigt“

Das Ergebnis besteht in der Abwesenheit von Gewaltenteilung […] und der Entscheidung eines Mannes, einen brutalen Krieg ohne jede Rechtfertigung zu führen im Irak, ich meine in der Ukraine. Na gut, wie auch immer.

(George W. Bush, ehem. US-Präsident und Hauptverantwortlicher für den völkerrechts-widrigen Angriffskrieg auf den Irak 2003 – Rede am George W. Bush Institut in Dallas, YouTube Kanal von The Telegraph, Rede vom 18.5.2022)

Ohne Worte…

Ein paar Tage Erholung in Greetsiel…

Es wird endlich mal wieder Zeit für ein wenig Urlaub. Auch dieses Mal verschlägt es uns mit den Hunden in den malerischen Küstenort Greetsiel.

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Blick auf den historischen Hafen von Greetsiel

Derweil wird hier in dieser Zeit Sendepause herrschen. Meinen Lesern und Leserinnen wünsche ich ebenso einige erholsame Frühlingstage und hoffe sie danach wieder im Blog begrüßen zu dürfen.

S04 unglaublich: der direkte Wiederaufstieg!!

Zum 9. Geburtstag dieses Blogs nur ein kurzer aber ganz besonderer Beitrag, denn schöner kann man so ein Jubiläum ja gar nicht feiern:

Schon vor Jahren festgestellt: Der Irrweg der Strukturreformen

Solche Reformen machen Arbeit billiger und das bedeutet, dass Investitionen in moderne Prozesstechnologien weniger lohnend werden.

In unserer Panelanalyse von 20 Ländern über den Zeitraum von 44 Jahren ermittelten wir, dass ein um 1 Prozent niedrigerer Lohnanstieg mittelfristig das Wachstum der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde um 0,3 – 0,5 Prozent reduzieren wird.

Wo immer Sie in der Vergangenheit auf der Angebotsseite Arbeitsmarktreformen hatten, sehen Sie das gleiche Muster: Die Wachstumsraten der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde sinken. Im Gegenzug steigt der Arbeitsaufwand. Wenn Sie weniger Roboter kaufen, brauchen Sie natürlich mehr Hände. Leider gibt es bei einem geringen Wachstum der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde am Ende weniger nationales Einkommen, welches zwischen Kapital, Arbeit und Regierung aufgeteilt wird.

Ein gutes Beispiel sind die Niederlande. Die Niederlande begannen in den frühen 1980er Jahren mit einer Politik sehr moderater Lohnforderungen („loonmatiging“). Seit 1985 liegen die Wachstumsraten der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde deutlich unter dem EU-Durchschnitt.

Die politischen Konsequenzen liegen auf der Hand: Es gibt kaum Raum für Reallohnerhöhungen, insbesondere für gering qualifizierte Arbeitskräfte, und es besteht anhaltender Druck, die öffentlichen Ausgaben und den Wohlfahrtsstaat zurückzu-fahren. Mittlerweile ist dies ein fruchtbarer Nährboden für Populismus, während die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften nachlässt.
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aus Do Structural Reforms Of Labour Markets Impair Innovation? von Alfred Kleinknecht