{"id":9729,"date":"2013-10-23T10:03:10","date_gmt":"2013-10-23T08:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=9729"},"modified":"2013-10-23T10:03:10","modified_gmt":"2013-10-23T08:03:10","slug":"chelsea-eine-nummer-zu-gross","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/chelsea-eine-nummer-zu-gross\/","title":{"rendered":"Chelsea eine Nummer zu gro\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Es war alles angerichtet f\u00fcr einen gro\u00dfen Champions-League-Abend:<br \/>\nMit dem Londoner Verein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/FC_Chelsea\" title=\"FC Chelsea \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\"> FC Chelsea<\/a> stand ein w\u00fcrdiger Gegner bereit, die Schalker Mannschaft hatte mit zwei Siegen in den bisherigen Gruppen-Spielen entsprechende Erwartungen geweckt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" alt=\"Champions-League-Abend in der Schalke-Arena\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/schalke\/arena3.jpg\" width=\"403\" \/><\/center><\/p>\n<p>Doch nach f\u00fcnf Minuten war eigentlich schon alles vorbei. Nach einem Eckball und einem Stellungsfehler von Roman Neust\u00e4dter gingen die Engl\u00e4nder fr\u00fchzeitig in F\u00fchrung.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Das taktische Konzept von Schalkes Trainer Jens Keller, Prince Boateng als &#8222;unechten&#8220; St\u00fcrmer vor dem &#8222;Kindergarten&#8220; Clemens, Meyer und Draxler spielen zu lassen, war damit bereits \u00fcberholt.<br \/>\nDieses fr\u00fche Gegentor machte es praktisch unm\u00f6glich, so wie in Basel eher abwartend und vorsichtig zu agieren und auf eigene Chancen zu warten.<\/p>\n<h3>H\u00e4tte Trainer Jens Keller fr\u00fcher reagieren m\u00fcssen?<\/h3>\n<p>Die entscheidende Frage, vor allem auch im Nachhinein gesehen, ist die, ob Keller zu diesem Zeitpunkt bereits h\u00e4tte handeln sollen.<\/p>\n<p>Denn die oben skizzierte Taktik war erkennbar darauf ausgelegt, so lange wie m\u00f6glich kein Gegentor zu kassieren und so immer in der Lage zu bleiben, gegen einen m\u00f6glicherweise feld\u00fcberlegenen FC Chelsea eigene Nadelstiche setzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nNat\u00fcrlich war sie auch aus der Not heraus geboren, da nach dem erneuten l\u00e4ngeren Ausfall von Klaas Jan Huntelaar mit Adam Szalai nur noch ein St\u00fcrmer \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung stand. <\/p>\n<p>Trotzdem h\u00e4tte meiner Ansicht nach Jens Keller sp\u00e4testens bis zur Halbzeit reagieren m\u00fcssen, mit Christian Clemens oder Max Meyer einen Mittelfeldspieler herunternehmen, Szalai als echten St\u00fcrmer bringen und Boateng auf die 10er-Position, f\u00fcr die er ja eigentlich \u00fcberhaupt verpflichtet worden ist, zur\u00fcckziehen sollen.<\/p>\n<p>So hatte man in der Folgezeit den Eindruck, dass das Schalker Mittelfeld trotz ansehnlicher Offensivbem\u00fchungen etwas \u00fcberfordert wirkte (was bei drei so jungen Spielern gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Premier League nun wirklich kein Wunder ist) und Kevin-Prince Boateng oft ziemlich alleingelassen schien. <\/p>\n<p>Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der dabei mutma\u00dft, dass sich der S04 damit eigentlich selber ein St\u00fcck seiner Angriffsst\u00e4rke genommen hatte. Es ist wohl anzunehmen, dass eine fr\u00fchere Umstellung zu konsequenteren Aktionen nach vorn gef\u00fchrt und wesentlich mehr Druck auf die Abwehr der Truppe von Trainer Jose Mourinho entwickelt h\u00e4tte.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" alt=\"Schalke-Trainer Jens Keller\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/schalke\/keller.jpg\" width=\"403\" \/><\/center><\/p>\n<p>Sicherlich darf man nat\u00fcrlich nicht die Risiken einer solch fr\u00fchen Auswechselung au\u00dfer Acht lassen. Von au\u00dfen war nicht erkennbar, wie fit Boateng und Szalai im Moment wirklich sind. H\u00e4tte das Knie des &#8222;Prinzen&#8220; \u00fcberhaupt einen Einsatz \u00fcber die gesamte Spielzeit erlaubt?<br \/>\nEbenso ist nat\u00fcrlich die Frage gestattet, ob Adam Szalai nach Grippe und kr\u00e4ftezehrenden Auftritten als Alleinunterhalter im Schalker Sturm nicht auch bewu\u00dft von Jens Keller geschont wurde.<\/p>\n<p>Richtig ist nat\u00fcrlich auch, dass sich der Schalker Trainer mit einem fr\u00fchen Spielerwechsel selbst einiger noch verbleibender taktischer M\u00f6glichkeiten beraubt h\u00e4tte. <\/p>\n<p>Trotzdem sehe ich es meiner Ansicht nach als einen Fehler an, mit der Einwechselung von Adam Szalai bis zum zweiten Chelsea-Tor zu warten. Das war definitiv zu sp\u00e4t, um noch wirkliche Chancen auf eine Wende entwickeln zu k\u00f6nnen.  <\/p>\n<p>So war es denn auch nur folgerichtig, dass die Schalker Angriffsbem\u00fchungen verpufften und sich den Londonern mit der Zeit weitere M\u00f6glichkeiten zum Kontern anboten, da die Blauen immer weiter offen machen mussten.<\/p>\n<p>Als Fazit kann man nach dieser Niederlage wohl festhalten, dass nicht nur die gr\u00f6\u00dfere individuelle Qualit\u00e4t der Chelsea-Spieler ausschlaggebend war, sondern auch die taktische Reaktion auf das fr\u00fche Gegentor unzureichend bzw. \u00fcberhaupt nicht erfolgte.<br \/>\nSo kommt man nicht umhin, auch Jens Keller eine gewisse Mitschuld am Ausgang dieser Begegnung geben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>Auswirkungen auf das Derby gegen den BVB<\/h3>\n<p>Damit sollte sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Schalke gegen Dortmund am Samstag mit einem &#8222;unechten&#8220; Neuner auflaufen wird, so ziemlich erledigt haben.<br \/>\nDiese Variante sollte wirklich nur den allerletzten &#8222;Notfallplan&#8220; darstellen, wenn es aufgrund von St\u00fcrmermangel gar nicht mehr anders geht.<\/p>\n<p>Ich halte es daher unbedingt f\u00fcr notwendig, dass Boateng und Szalai rechtzeitig zum Derby richtig fit werden m\u00fcssen und auch von Anfang an spielen sollten.<br \/>\nNur so hat Schalke \u00fcberhaupt die Chance auf einen Sieg, denn nach den Ergebnissen in der Champions League halte ich die Dortmunder momentan f\u00fcr leicht favorisiert.<\/p>\n<p>Doch das Ruhrpott-Derby hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze und auch wenn der BVB zur Zeit ohne Zweifel schon weiter ist als Schalke, ist hier allein die Tagesform ausschlaggebend. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war alles angerichtet f\u00fcr einen gro\u00dfen Champions-League-Abend: Mit dem Londoner Verein FC Chelsea stand ein w\u00fcrdiger Gegner bereit, die Schalker Mannschaft hatte mit zwei Siegen in den bisherigen Gruppen-Spielen entsprechende Erwartungen geweckt. 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