{"id":2343606,"date":"2015-12-01T10:06:55","date_gmt":"2015-12-01T09:06:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=2343606"},"modified":"2015-12-01T10:06:55","modified_gmt":"2015-12-01T09:06:55","slug":"die-staerken-und-schwaechen-des-fc-schalke-04","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/die-staerken-und-schwaechen-des-fc-schalke-04\/","title":{"rendered":"Die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des FC Schalke 04"},"content":{"rendered":"<p>Die beiden Spiele der letzten Woche zeigten mal wieder symptomatisch, wo es bei dem Gelsenkirchener Bundesligisten momentan hakt und gegen welche Gegner er seine St\u00e4rken ausspielen kann.<\/p>\n<p><Center><a title=\"BayArena in Leverkusen von \u0410\u043b\u0435\u043a\u0441\u0430\u043d\u0434\u0440 \u041e\u0441\u0438\u043f\u043e\u0432 from Ukraine (20120920_22_07_19__MG_9998) [CC BY-SA 2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ABayArena_2012_(4).jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"312\" alt=\"BayArena 2012 (4)\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/6\/6d\/BayArena_2012_%284%29.jpg\/512px-BayArena_2012_%284%29.jpg\"\/><\/a><\/Center><\/p>\n<p>In der Europa-Liga am Donnerstag konnte sich die Mannschaft von Trainer Andr\u00e8 Breitenreiter gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, mit einer unterdurchschnittlichen Leistung doch noch einen engen 1:0-Erfolg einfahren zu k\u00f6nnen. Gegen ein ausgesprochen defensiv agierendes Nikosia rannten die Schalker lange ideenlos an und wurden immer nerv\u00f6ser, je l\u00e4nger sich kein Torerfolg einstellen wollte.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Das gipfelte dann darin, dass man den Zyprioten zwei Riesenchancen gestattete, deren gr\u00f6\u00dfte Keeper F\u00e4hrmann nur mit einem sensationellen Reflex vereiteln konnte. Nicht auszudenken, w\u00e4re APOEL damit noch in F\u00fchrung gegangen. Denn die Blau-Wei\u00dfen waren in dieser zweiten H\u00e4lfte immer schw\u00e4cher geworden, ihre Bem\u00fchungen wirkten immer fahriger, ihr Kombinationsspiel brach f\u00f6rmlich in sich zusammen.<\/p>\n<p>Ein sp\u00e4ter Treffer von Eric-Maxim Choupo-Moting erl\u00f6ste dann Trainer, Mannschaft und Fans und sorgte zudem daf\u00fcr, dass der S04 im internationalen Wettbewerb \u00fcber den Winter kommen kann. Immerhin etwas nach einer der schlechtesten Vorstellungen in der noch kurzen Breitenreiter-\u00c4ra. <\/p>\n<p>Die Zyprioten brauchten dagegen lange nichts anderes zu tun, als so manch andere Mannschaften Auf Schalke bereits vor ihnen: tief gestaffelt erwarteten sie die Angriffsbem\u00fchungen der Gelsenkirchener, der sprichw\u00f6rtliche Mannschaftsbus wurde vor das eigene Tor geschoben.<\/p>\n<p>Erschreckend wirkte dabei aber auch die Einfallslosigkeit der Schalker, und obwohl Johannes Geis wieder dabei war (die mit dem Leverkusen-Spiel abgelaufene Rotsperre galt nur f\u00fcr Bundesliga und DFB-Pokal), wirkte das Spiel der Blauen langsam, pomadig, uninspiriert und vor allem nicht kombinationssicher. Es gelang auch nicht, die h\u00f6chstens besseres Zweitligaformat verk\u00f6rpernden Zyprioten mit schnellen Tempowechseln &#8222;auseinander&#8220; zu spielen.<\/p>\n<p>Die alte Schalker Krankheit eben, die auch diese junge Mannschaft offenbar noch nicht abstellen kann: gegen stark defensive Gegner selbst das Spiel zu machen f\u00e4llt unheimlich schwer. Ein Grund f\u00fcr diese Schw\u00e4che d\u00fcrfte auch in der Zusammensetzung des Mittelfelds zu finden sein. Geis, Leon Goretzka, Pierre-Emile Hojbjerg, Leroy San\u00e8 und Max Meyer sind sicherlich alles vielversprechende Talente, die auch jetzt schon mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten aufwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was ihnen allerdings fehlt, ist schlicht die Erfahrung, die sie aber aufgrund ihres Alters noch gar nicht besitzen k\u00f6nnen. Das Wissen, wie man einen solchen Gegner richtig &#8222;bearbeitet&#8220;, wie man ihn m\u00fcde spielt, wie man ihn mit sicheren Kombinationen immer wieder laufen l\u00e4sst, um ihn irgendwann zu Fehlern und Unkonzentriertheiten zu zwingen. <\/p>\n<p>In Leverkusen war das wie schon gegen die Bayern anders, eine starke eigene Defensive und mehr oder wenige erfolgreiche Konterversuche z\u00e4hlten hier, w\u00e4hrend die &#8222;Pillendreher&#8220; gegen den als schw\u00e4cher eingesch\u00e4tzten Gast \u00e4hnliche Probleme hatten wie wir gegen Nikosia, Ingolstadt, K\u00f6ln oder Darmstadt. <\/p>\n<p>So blieb die erste halbe Stunde in Leverkusen ausgeglichen, da die Bayer-Akteure sich keine echten R\u00e4ume in der Offensive schaffen konnten und der S04 eine konzentrierte und gute Abwehrleistung anbot. Erst danach erarbeiteten sich Karim Bellarabi und Co. ein leichtes \u00dcbergewicht, mit einem Lattenknaller des Deutsch-Marokkaners als H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p>Doch nach der Pause gelang dann aber den Schalkern der erste Streich. Nach f\u00fcnf Minuten traf Eric-Maxim Choupo-Moting mit seinem zweiten Tor der Woche zur etwas \u00fcberraschenden jedoch auch nicht v\u00f6llig unverdienten F\u00fchrung. Die Breitenreiter-Jungs agierten nun cleverer und hatten jetzt ihre beste Phase des ganzen Spiels. W\u00e4hrend sich die Werkstruppe immer nerv\u00f6ser und ideenloser haupts\u00e4chlich mit Einzelaktionen in der Schalker Hintermannschaft verhedderte, verpassten es die Blauen, ihre Konterchancen zu nutzen.   <\/p>\n<p>Da ihnen selbst der letzte Punch nicht mehr gelang, musste den Leverkusenern dann das Gl\u00fcck helfen, eine scharfe Hereingabe des Mexikaners Chicharito Hernandez konnte Ralf F\u00e4hrmann nur noch mit dem Fu\u00df so ungl\u00fccklich erwischen, dass der Ball von Riethers Kopf ins eigene Netz trudelte. F\u00fcr die Schalker besonders \u00e4rgerlich, denn trotz zeitweiliger klarer \u00dcberlegenheit der Bayer-Mannschaft fehlten am Ende nur ein paar Minuten, um mit drei Punkten im Gep\u00e4ck die R\u00fcckreise antreten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>was bleibt nun nach dieser Woche? Nun, vor allem die Feststellung, dass es den Schalkern in Spielen gegen tief gestaffelte und verteidigende Mannschaften eindeutig an Kreativit\u00e4t und Geduld hapert. Das ist aber angesichts eines Mittelfeldes mit Spielern zwischen 19 und 22 Jahren eigentlich kein Wunder. Es w\u00e4re da meines Erachtens noch dringend erforderlich, in der Winterpause ein wenig Erfahrung zu verpflichten. <\/p>\n<p>Auch im Sturm hapert es eindeutig, die Effizienz l\u00e4sst sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Wenigstens hat jetzt Choupo-Moting nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit endlich mal wieder getroffen, doch Huntelaar und vor allem der oft v\u00f6llig indisponiert wirkende Franco di Santo vergeben viel zu viele Chancen. Leroy San\u00e8 erscheint zudem im Moment etwas \u00fcberspielt, seine Schnelligkeit und technische Brillanz verpuffen h\u00e4ufig ohne gr\u00f6\u00dfere Wirkung. <\/p>\n<p>Insgesamt macht sich immer mehr bemerkbar, dass die Personaldecke zu d\u00fcnn ist. Junge Spieler wie San\u00e8, die eigentlich erst an die Bundesliga herangef\u00fchrt werden sollten, sind mangels Alternativen nicht zu ersetzen. Wenigstens kann Johannes Geis nun wieder mitmachen, doch f\u00fcr die Zweigleisigkeit von Bundesliga und Europa-Liga recht das einfach nicht. Im Mittelfeld und Sturm w\u00e4ren noch Verst\u00e4rkungen notwendig, allerdings m\u00fcssten diese auch einige Erfahrung mitbringen. Keine einfache Aufgabe also.<\/p>\n<p>Bis dahin gilt es nun, aus den restlichen Spielen bis zur Winterpause (am Freitag Hannover, danach in Augsburg und zuletzt gegen Hoffenheim) m\u00f6glichst viele Punkte mitzunehmen. Alle drei Gegner sind im unteren Tabellendrittel zuhause, einfacher wird es dadurch trotzdem nicht. <\/p>\n<p>Doch mit ihren St\u00e4rken, einem herausragenden Torwart, einer stabilen Abwehr, einem Mittelfeld mit individuell hochklassig veranlagten Akteuren, die sich aber auch f\u00fcr keine noch so langen Wege nach hinten zu schade sind und einem Sturm, der zumindest nominell Torgefahr ausstrahlt, sollten f\u00fcr die Schalker dabei Erfolge m\u00f6glich sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden Spiele der letzten Woche zeigten mal wieder symptomatisch, wo es bei dem Gelsenkirchener Bundesligisten momentan hakt und gegen welche Gegner er seine St\u00e4rken ausspielen kann. 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