{"id":21085013,"date":"2023-01-27T07:00:58","date_gmt":"2023-01-27T06:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=21085013"},"modified":"2026-03-26T10:18:11","modified_gmt":"2026-03-26T09:18:11","slug":"aktualisiert-wie-die-welteliten-uns-verraten-werden-lehren-aus-der-roemischen-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/aktualisiert-wie-die-welteliten-uns-verraten-werden-lehren-aus-der-roemischen-geschichte\/","title":{"rendered":"Aktualisiert: Wie die Welteliten uns verraten werden &#8211; Lehren aus der r\u00f6mischen Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Je mehr man sich mit der <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/de-reditu-suo-ein-roemischer-patrizier-berichtet-ueber-den-untergang-seines-reiches\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Geschichte des R\u00f6mischen Reiches<\/a> besch\u00e4ftigt, desto mehr kann man die Gemeinsamkeiten mit unserer heutigen Welt erkennen. <\/p>\n<p><center><a title=\"John William Waterhouse\n [Public domain], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:John_William_Waterhouse_-_The_Favorites_of_the_Emperor_Honorius_-_1883.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"John William Waterhouse - The Favorites of the Emperor Honorius - 1883\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/0\/0a\/John_William_Waterhouse_-_The_Favorites_of_the_Emperor_Honorius_-_1883.jpg\"><\/a><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flavius_Honorius\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Kaiser Honorius<\/a> erf\u00e4hrt vom Fall Roms<\/em><\/center><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wiederholt sich die Geschichte nicht immer, aber es ist beeindruckend zu bemerken, dass die r\u00f6mischen Eliten mit Beginn des Zerfalls des westlichen Reiches das Volk verlassen haben um sich an sicheren Orten Festungen zu bauen. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Etwas \u00c4hnliches k\u00f6nnte sich in unserer Zeit abzeichnen und unsere Eliten k\u00f6nnten beschlie\u00dfen sichere Zufluchtsorte zu suchen w\u00e4hrend sie uns ertrinken, verhungern oder verbrennen lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rutilius_Claudius_Namatianus\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Rutilius Namatianus<\/a> ist heute bekannt f\u00fcr sein &#8222;De Reditu Suo&#8220; (\u00dcber seine R\u00fcckkehr). Es ist ein langes Gedicht, in dem er von seiner Reise entlang der italienischen K\u00fcste um 416 n. Chr. w\u00e4hrend der letzten Jahrzehnte des Westr\u00f6mischen Reiches erz\u00e4hlt. Wir lesen darin einen erschreckenden Bericht \u00fcber den anhaltenden Zusammenbruch: verlassene St\u00e4dte, \u00d6dland, zerst\u00f6rte Stra\u00dfen und mehr.<\/p>\n<p> Aber wer war Rutilius Namatianus und was tat er? Ein Patrizier, ein m\u00e4chtiger Mann, ein reicher Mann, aber auch ein L\u00fcgner und ein Verr\u00e4ter. Er rannte aus Rom weg und nahm wahrscheinlich Gold, Sklaven und Truppen mit, um sich eine Feste in S\u00fcdfrankreich aufzubauen, wo er einige Besitzt\u00fcmer hatte. <\/p>\n<p>Dabei \u00fcberlie\u00df er das Volk von Rom sich selbst. Das Volk, das er als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4fekt_(R%C3%B6misches_Reich)\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">praefectus urbi<\/a> verteidigen musste, als der Pr\u00e4fekt von Rom, der Delegierte des Kaisers selbst.<\/p>\n<p> Namatianus tat nichts Schlimmeres als andere reiche und m\u00e4chtige R\u00f6mer. Kaiser Honorius selbst war ebenfalls aus Rom geflohen und hatte sich in Ravenna niedergelassen, gesch\u00fctzt von den S\u00fcmpfen rund um die Stadt und mit Schiffen, die bereit waren ihn in Byzanz in Sicherheit zu bringen falls es wirklich schlimm werden sollte. <\/p>\n<p>Als Rom im Jahr 410 n. Chr. von den Westgoten belagert und eingenommen wurde, tat Honorius nichts und k\u00fcmmerte sich lieber um seine H\u00fchner (eine Legende, die aber sicherlich Elemente der Wahrheit enth\u00e4lt).<\/p>\n<p>Wenn Sie die Chroniken des fr\u00fchen 5. Jahrhunderts nach Christus lesen, erhalten Sie den Eindruck eines totalen Chaos, mit barbarischen Armeen, die durch Europa ziehen, und wenigen (wenn \u00fcberhaupt) r\u00f6mischen Adligen und Kommandeuren, die versuchen das Imperium zu verteidigen. Die meisten von ihnen schienen zu man\u00f6vrieren, um Orte zu finden an denen sie Sicherheit f\u00fcr sich selbst suchten. <\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was das endg\u00fcltige Schicksal von Rutilius Namatianus war, aber da er die Zeit hatte sein Gedicht zu Ende zu bringen k\u00f6nnen wir uns vorstellen, dass er sich in S\u00fcdfrankreich eine Festung bauen lie\u00df und seine Nachkommen Feudalherren geworden sein k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Aber nicht jeder hat es geschafft. Zum Beispiel versuchte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paulinus_von_Pella\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Paulinus von Pella<\/a>, ein anderer reicher R\u00f6mer und Zeitgenosse des Namatianus verzweifelt seinen Besitz in Europa zu behalten, und betrachtete sich schlie\u00dflich als gl\u00fccklich, dass er bis ins hohe Alter \u00fcberleben konnte.<\/p>\n<p> Wir sehen hier ein Muster: Als die reichen R\u00f6mer sahen, dass die Dinge wirklich au\u00dfer Kontrolle gerieten versuchten sie sich selbst zu retten, und bestritten gleichzeitig, dass die Dinge so schlimm waren wie sie aussahen. Wir k\u00f6nnen das deutlich in Namatianus&#8216; Gedicht lesen: Er deutete nie an, dass Rom zum Scheitern verurteilt war. H\u00f6chstens, so schrieb er, war es ein vor\u00fcbergehender R\u00fcckschlag und bald werde Rom wieder gro\u00dfartig sein.<\/p>\n<p> Nat\u00fcrlich muss sich die Geschichte nicht wiederholen obwohl wir wissen, dass sie sich oft reimt. Aber die \u00c4hnlichkeiten der letzten Jahrzehnte des Westr\u00f6mischen Reiches mit unserer Zeit beginnen besorgniserregend zu werden. <\/p>\n<p>Die meisten unserer Eliten rennen noch nicht davon, aber einige scheinen dar\u00fcber nachzudenken (siehe <a href=\"\/\/climateandcapitalism.com\/2018\/08\/05\/eternity-nature-society-and-the-absurd-fantasies-of-the-rich\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">diesen Artikel von Kurt Cobb<\/a>). Und einige beginnen <a href=\"https:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/americas\/super-rich-buying-apocalypse-safe-bunkers-protection-natural-disasters-nuclear-attack-kansas-us-a7833641.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">raffinierte Luxusbunker zu bauen<\/a>, in denen sie Zuflucht suchen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re durchaus m\u00f6glich, dass die dystopische Bedrohung eines m\u00f6glichen Atomkrieges als Folge des russisch-ukrainischen Konflikts eine solche Entwicklung noch einmal beschleunigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p> Am eindrucksvollsten ist dabei die ver\u00e4nderte Einstellung: Solange Probleme wie der Klimawandel nur kosmetische Ver\u00e4nderungen erforderten, wurden sie offen diskutiert und die Regierungen verpflichtet, etwas zu tun um sie zu l\u00f6sen. Jetzt, da die Probleme als unl\u00f6sbar angesehen werden, werden sie <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=tSvlDwAAQBAJ&#038;pg=PT15&#038;lpg=PT15&#038;dq=klimawandel+ignorieren+ugo+bardi&#038;source=bl&#038;ots=zImxwJzeJa&#038;sig=ACfU3U0h3kD0DNmC07hFhx-spH2Ph0bfOA&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;ved=2ahUKEwjIg7LR-ej4AhWDj4kEHZHTCPUQ6AF6BAgCEAM#v=onepage&#038;q=klimawandel%20ignorieren%20ugo%20bardi&#038;f=false\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">ignoriert<\/a>. <\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderung ist besonders beeindruckend f\u00fcr jene Regionen, in denen die Klimabedrohung zeitlich n\u00e4her r\u00fcckt. Die Eliten der <a href=\"https:\/\/www.resilience.org\/stories\/2018-02-22\/islands-not-sinking-climate-change-demonstrated-to-be-a-hoax\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Malediven<\/a> und der <a href=\"https:\/\/countercurrents.org\/2018\/06\/the-betrayal-of-a-nation-how-the-kiribati-people-will-be-left-to-drown\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Kiribati-Inseln<\/a> haben reagiert, indem sie die Gefahr geleugnet haben, w\u00e4hrend sie gleichzeitig das was sie besitzen verkauft haben und sich bereit gemacht haben in h\u00f6her gelegene Gebiete zu ziehen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen hier vorsichtig sein: Es gibt heute keine Verschw\u00f6rung (wie es auch zu Zeiten der R\u00f6mer nicht der Fall war) von Menschen, die sich in einem geheimen Raum versammeln, um \u00fcber das Schicksal der Menschheit zu entscheiden. Vielmehr besteht eine Konvergenz der Interessen. <\/p>\n<p>Menschen, die wohlhabend genug sind um sich einen \u00dcberlebensbunker zu kaufen k\u00f6nnten sich dazu entschlie\u00dfen, und an diesem Punkt ist es in ihrem besten Interesse, die Bedrohungen herunterzuspielen und ihre Fluchtstrategie so geheim wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<p> Es ist eine ganz andere Einstellung als die der Mittelschicht. Wir (ich gehe davon aus, dass die meisten Leser dieses Blogs Mittelschichtler sind) verf\u00fcgen nicht \u00fcber die n\u00f6tige finanzielle Schlagkraft, um als Feudalherren in den Ruinen einer zusammengebrochenen Zivilisation eine Zukunft zu planen. <\/p>\n<p>Aus diesem Grund f\u00fchren einige von uns <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katastrophismus\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">katastrophistische<\/a> Blogs wie zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.resilience.org\/resilience-author\/ugo-bardi\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">der von Ugo Bardi<\/a>. Blogs k\u00f6nnen uns kaum vor dem Zusammenbruch retten, aber zumindest sind sie ein effizientes Kommunikationsmittel, und vielleicht ist es das was wir brauchen um f\u00fcr die Zukunft zu planen.<\/p>\n<p> Zur\u00fcck zur r\u00f6mischen Geschichte: Was geschah mit den R\u00f6mern, die nicht davonlaufen und ihre Schl\u00f6sser erreichen konnten? Wir wissen, dass nicht alle \u00fcberlebt haben, aber einige haben es doch geschafft. W\u00e4hrend die Institutionen und der Staat zusammenbrachen, entstanden belastbare Gemeinschaften, oft in Form von Kl\u00f6stern oder weltlichen Gemeinschaften die um &#8222;Aufseher&#8220; (Bisch\u00f6fe) herum gegr\u00fcndet wurden.<\/p>\n<p> K\u00f6nnen wir uns so etwas f\u00fcr unsere Zukunft vorstellen? Ja, es ist eine Idee, die sich in verschiedenen Formen entwickelt, zum Beispiel in <a href=\"https:\/\/transitionnetwork.org\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">\u00dcbergangsst\u00e4dten<\/a>. Bisher ist es nur eine embryonale Idee, aber sie kann zusammen mit neuen Ideen dar\u00fcber, wie Menschen mit dem \u00d6kosystem in Beziehung treten k\u00f6nnen zu etwas Wichtigem werden. <\/p>\n<p>Schlie\u00dflich haben die R\u00f6mer eine neue Religion entwickelt, um mit dem Zusammenbruch ihrer Gesellschaft fertig zu werden. Und wie gesagt, die Geschichte wiederholt sich nie genau, aber sie reimt sich zumindest.<\/p>\n<p>Einige weitere Details \u00fcber die Erfahrung des alten Roms mit dem Zusammenbruch: Was war der Ursprung des Zusammenbruchs im 5. Jahrhundert? Wir m\u00fcssen zum &#8222;Peak Empire&#8220; zur\u00fcckkehren, als die R\u00f6mer an die Grenzen ihrer Expansion stie\u00dfen. <\/p>\n<p>Es war im Jahr 9 n. Chr. als drei r\u00f6mische Legionen von den Germanen in den W\u00e4ldern von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Varusschlacht\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Teutoburg<\/a> niedergemetzelt wurden. Ihr Kommandeur, Publius Quinctilius Varus, beging Selbstmord.<\/p>\n<p> Wie konnte es sein, dass die R\u00f6mer, keine Dummk\u00f6pfe in milit\u00e4rischen Angelegenheiten, drei ihrer Legionen munter in einen dichten Wald marschierten, wo eine gro\u00dfe Anzahl deutscher Krieger darauf wartete, sie in St\u00fccke zu schneiden? Die einzig m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung ist, dass <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wie-in-einem-entfernten-spiegel-zwei-jahrtausende-nach-den-germanicus-feldzuegen\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Varus verraten wurde<\/a>: Jemand wollte seinen Kopf rollen sehen, und das passierte auch. <\/p>\n<p>Es ist bemerkenswert, wie schnell und effektiv der damalige Kaiser <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Augustus\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Octavianus (Augustus)<\/a> die Niederlage zu seinem pers\u00f6nlichen politischen Vorteil ausnutzte. <\/p>\n<p>Er verbreitete das Ger\u00fccht, er sei so traurig \u00fcber diese Nachricht, dass er nachts in seinem Palast spazieren gehen und murmeln w\u00fcrde, vielleicht in der Hoffnung von den G\u00f6ttern geh\u00f6rt zu werden: &#8222;Varus, Varus, gib mir meine Legionen zur\u00fcck!&#8220; Wenn es jemals ein virales Mem gab, dann war es eines, das mehr als 2.000 Jahre sp\u00e4ter noch aktuell war!<\/p>\n<p> Vielleicht war Octavianus tats\u00e4chlich Varus in den R\u00fccken gefallen, oder vielleicht hat er einfach dessen Inkompetenz als Milit\u00e4rkommandeur ausgenutzt. Die Katastrophe von Teutoburg hatte jedenfalls die gleichen Auswirkungen wie unsere Anschl\u00e4ge vom 11. September auf die r\u00f6mische Gesellschaft. Sie erschreckte die R\u00f6mer zutiefst. Das besiegelte die Rolle des Kaisers als Besch\u00fctzer des Volkes.<\/p>\n<p> Letztendlich ist Politik meistens ein Schwindel: Menschen zahlen daf\u00fcr &#8222;gesch\u00fctzt&#8220; zu werden. Gegen wen? Wenn es keinen einsatzbereiten Feind gibt muss er in der Regel absichtlich hergestellt werden. F\u00fcr die alten R\u00f6mer war die barbarische Bedrohung (wir w\u00fcrden sie heute als &#8222;Immigranten&#8220; bezeichnen) eine angemessene Ausrede, obwohl sie auch stark \u00fcbertrieben war. Die Probleme des Imperiums waren gr\u00f6\u00dftenteils intern und h\u00e4tten tiefgreifende Reformen erforderlich gemacht. <\/p>\n<p>Stattdessen lehnten die Kaiser &#8211; und die R\u00f6mer selbst &#8211; dies ab und konzentrierten sich nur auf milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen. Es war ein gutes Gesch\u00e4ft Truppen zu halten und Verteidigungsmauern zu errichten. Auch hier sind die \u00c4hnlichkeiten mit unserer Zeit offensichtlich.<\/p>\n<p> In der R\u00f6merzeit bewegten sich die Dinge nur langsam und die Strategie, alle Anstrengungen auf das Milit\u00e4rsystem zu konzentrieren, schien sich zumindest f\u00fcr ein paar Jahrhunderte zu lohnen. Wenn Sie die Erinnerungen von Kaiser <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mark_Aurel\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Marcus Aurelius<\/a> lesen, bekommen Sie den Eindruck einer Person, die wirklich glaubte, dass es seine Pflicht war das Imperium zu verteidigen. <\/p>\n<p>Er konnte nicht verstehen, dass die \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Milit\u00e4rausgaben das Imperium ruinierten; die meisten Reiche in der Geschichte haben sich genau auf diese Weise selbst zerst\u00f6rt. \u00c4hnlichkeiten mit unserer Zeit? Nun ja&#8230;<\/p>\n<p> Die Dinge begannen schlecht zu laufen, nachdem Marcus Aurelius und das Imperium im 3. Jahrhundert n. Chr. fast zusammengebrochen waren. Es gelang zwar, sich wieder zusammenzuraufen, doch eher in einer Form, die mehr an einen Zombie als an das glorreiche Imperium der fr\u00fchen Zeiten erinnerte. <\/p>\n<p>Aber so richtig \u00fcbel wurde es dann mit dem Ende des 4. Jahrhunderts, als die r\u00f6mischen Eliten begannen um ihr Leben zu rennen. Viele von ihnen haben es geschafft, w\u00e4hrend die Armen im Elend zur\u00fcckblieben &#8211; oder noch nicht einmal das. Zwischen 400 und 800 n.Chr. sank die Bev\u00f6lkerung Roms um \u00fcber 90%, haupts\u00e4chlich wegen Hungersn\u00f6ten und den damit verbundenen Seuchen.<\/p>\n<p><em>(Eigene \u00dcbersetzung eines <a href=\"https:\/\/www.resilience.org\/stories\/2018-08-07\/how-the-world-elites-are-going-to-betray-us-lessons-from-roman-history\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Blogbeitrages<\/a> des italienischen Chemie-Professors <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ugo_Bardi\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Ugo Bardi<\/a>)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je mehr man sich mit der Geschichte des R\u00f6mischen Reiches besch\u00e4ftigt, desto mehr kann man die Gemeinsamkeiten mit unserer heutigen Welt erkennen. 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