{"id":21004430,"date":"2022-07-18T09:05:35","date_gmt":"2022-07-18T07:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=21004430"},"modified":"2022-07-18T09:05:35","modified_gmt":"2022-07-18T07:05:35","slug":"joseph-schumpeter-als-frueher-vertreter-der-mmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/joseph-schumpeter-als-frueher-vertreter-der-mmt\/","title":{"rendered":"Joseph Schumpeter als fr\u00fcher Vertreter der MMT"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Offensichtlich ist dieses Ph\u00e4nomen nur dem Geld eigen und hat daher keine Entsprechung in der Welt der realen Waren. Ein Anspruch auf eine gewisse Menge an Schafen beispielsweise erh\u00f6ht eben keineswegs die Gesamtzahl der Schafe.<\/p><\/blockquote>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/larspsyll.files.wordpress.com\/2018\/05\/sch.jpg?w=370&#038;h=270\" \/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<blockquote><p>\nAber eine Bankeinlage, obwohl legal eigentlich nur ein Anspruch auf Geld als gesetzliches Zahlungsmittel, dient in sehr weiten Grenzen den genau gleichen Zwecken, die dieses Geld an sich selbst erf\u00fcllen w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<blockquote><p>\nBanken &#8222;kreieren&#8220; nat\u00fcrlich kein gesetzliches Zahlungsmittel und noch weniger &#8222;erschaffen&#8220; sie Maschinen, Automaten oder Roboter. Sie tun jedoch etwas &#8211; das ist vielleicht im Fall der Ausgabe von Banknoten leichter zu erkennen &#8211; was in seinen wirtschaftlichen Auswirkungen der Schaffung von Geld ziemlich nahe kommt und zur Schaffung von &#8222;realem Kapital&#8220; f\u00fchren kann, welches ohne diese Praxis nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dies \u00e4ndert jedoch die analytische Situation grundlegend und macht es h\u00f6chst unhaltbar,  bestehende &#8222;Sparfonds&#8220; als Vorrausetzung f\u00fcr Bankkredite anzusehen, die erst durch einen g\u00e4nzlich imagin\u00e4ren Akt des Sparens entstehen oder durch ihre Eigent\u00fcmer einer fr\u00fcheren Anwendung entzogen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Es ist dagegen viel realistischer zu sagen, dass die Banken Kredit schaffen, das hei\u00dft, dass sie Einlagen durch ihre Kreditvergabe kreieren und eben nicht die ihnen anvertrauten Einlagen weiter verleihen.<\/p>\n<p>Und der Hintergrund f\u00fcr diese Annahme besteht schlicht darin, dass die Einzahler nicht mit den Insignien einer Rolle ausgezeichnet werden sollten, die sie gar nicht spielen. <\/p>\n<p>Die Theorie, an die sich die \u00d6konomen so hartn\u00e4ckig klammern macht sie zu Sparern, obwohl sie weder sparen noch es beabsichtigen; sie schreibt ihnen somit einen Einfluss auf die &#8222;Kreditversorgung&#8220; zu, den sie \u00fcberhaupt nicht haben.<\/p>\n<p>Die Theorie der &#8222;Kredit-Erschaffung&#8220; erkennt dagegen nicht nur die offensichtlichen Fakten an, ohne sie durch k\u00fcnstliche Konstruktionen noch extra zu verschleiern. <\/p>\n<p>Sie stellt auch den besonderen Mechanismus des Sparens und der Investitionen heraus, der f\u00fcr die gesamte kapitalistische Gesellschaft und die wahre Rolle der Banken in der kapitalistischen Evolution so charakteristisch ist.<br \/>\n&#8230;<\/p>\n<p><em>aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Schumpeter\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Schumpeter<\/a>: <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Schumpeter#History_of_Economic_Analysis\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">History of Economic Analysis<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offensichtlich ist dieses Ph\u00e4nomen nur dem Geld eigen und hat daher keine Entsprechung in der Welt der realen Waren. 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